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Fluoreszierender Uranophan???

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Lynx:
PPS:
Hier noch die ganze Liste von deNeufville et al 1981:

Autunite   strong   yellow-green Metauranocircite   strong   yellow-green Saléeite   strong   yellow-green Uranospinite   strong   yellow-green Zippeite   strong   yellow-green Schroeckingerite   strong   blue-green Liebigite   strong   blue-green Andersonite   strong   blue-green Uranophane   weak-none   yellow-green Beta-Uranophane   weak-none   yellow-green Tyuyamunite   weak-none   yellow-green Carnotite   weak-none   yellow-green Torbernite   none   --- Meta-Torbernite   none   ---
und zusätzlich von Wang et al 2005 mit Farbinterpretation der Spektren von mir:

Weeksite   gelb Haiweeite   gelb-grün Soddyite   schwach, gelb-orange Boltwoodite   grün bis gelbgrün

Grüße, Martin

etalon:
Hallo Martin,

vielen Dank für die ausführliche Zusammenfassung.

Was die Stufe im Bild des Eingangspost betrifft, so sind das tatsächlich zwei unterschiedliche Farben. Das rechts an der Stufe grün fluoreszierende ist Uranocircit, das Rote ist Baryt und das Blaue Fluorit (?). Auch ich empfinde die Fluoreszenz des Uranophan als gelb-grün.

Weiterhin habe ich etwas von dieser Stufe zur EDX Analyse gegeben. Die Ergebnisse sind mittlerweile da und zeigen nur die für Uranophan obligatorischen Elemente U, Ca, Si, O, C. In dem Spektrum meine ich noch in Spuren K zu finden, aber wirklich nur in Spuren und von der Software nicht identifiziert (was aufgrund entsprechender Peak-Überlagerung und Multiplettbildung aber nicht unbedingt verwundert). Wir können in diesem Fall also von weitestgehend reinem Uranophan ausgehen, wobei diese Messung sicher keine Spurenanalyse darstellt...

Leider habe ich die Stufe schon an Ferdl zurück gegeben, werde sie mir aber noch mal holen. Mir ist gerade eingefallen, dass ich ein kleines Spektrometer zu Hause habe. Damit werde ich mal versuchen, ein Emissionsspektrum aufzunehmen. Vielleicht hilft das ja weiter...

Ein Bild des fluoreszierenden Sklodowskit muss ich erst noch machen. Das ist nicht ganz so trivial, wenn es vernünftig sein soll. Ich werde es aber heute Abend einmal versuchen und dann hier berichten...

Grüße Markus

P.S.
--- Zitat ---Lumineszenz-Aktivator ist zunächst das Uranyl-Ion UO23+
--- Ende Zitat ---

Ich bin zwar kein Chemiker, aber ist das Uranyl-Ion nicht 2+ statt 3+ ?

etalon:
P.P.S:


--- Zitat ---Sie liegen im Bereich 500-570 nm (die Hauptpeaks etwa 511 nm, 532 nm und 552 nm).
--- Ende Zitat ---


--- Zitat ---und zusätzlich von Wang et al 2005 mit Farbinterpretation der Spektren von mir:


Weeksite    gelb
Haiweeite    gelb-grün
Soddyite    schwach, gelb-orange
Boltwoodite    grün bis gelbgrün

--- Ende Zitat ---

Martin, leider habe ich keinen Zugriff auf Deine zitierten Paper, aber eine Frage dazu sei mir erlaubt:

Sind die Spektren dort kalibriert, d.h. dass z.B. die Detektorefficiency oder/und die Gitterefficiency herausgerechnet ist? Da bin ich mir nämlich bei den Spektren von fluomin.org nicht so sicher. Aus nicht kalibrierten Spektren auf eine absolute Intensitätsverteilung als Funktion der Energie zu schließen kann ganz schön in die Hose gehen. Ebenso sind (kalibrierte) Spektren mit der durchschnittlichen Efficiency des menschlichen Auges zu falten, um einen visuellen Farbeindruck der Fluoreszenz aus den vertretenen Linienintensitäten und dem Kontinuum postulieren zu können, welcher subjektiv trotzdem noch stark schwanken kann. Ich halte es daher für schwierig, z.B. eine Mineralzuordnug anhand der Fluoreszenzfarbe durchzuführen...


Grüße Markus

Lynx:
Hallo Markus

oh weh - Du möchtest mittels uv-vis Lumineszenz Mineralien bestimmen? Da sollen Dir doch gleich alle Kobolde die schönen Steinchen verstecken!  ;D
Im Ernst - Du brauchst dafür gar nicht die technischen Details der Spektroskopie heranziehen. Für typische Sammler ist Lumineszenz einfach hübsch. Und nicht mehr.

Fluomin.org? Die Daten oben stammen aus den von mir zitierten Veröffentlichungen in den Fachzeitschriften. Die Farbzuordnung habe ich nur abgeschätzt, um in der üblichen allgemeinen Begrifflichleit zu bleibFalls en (auch wenn ich es selber überhaupt nicht so mag). Achja, und da habe ich selbstverständlich versucht die Augenempfindlichkeit mit einzubeziehen.... Jedenfalls Pi x Daumen... ;-)

zur Literatur:
-Wang, Z. et al, "Fluorescence spectroscopy of U(VI)-silicates and U(VI)-contaminated Hanford sediment", Geochimica et Cosmochimica Acta, Vol. 69, No. 6, pp. 1391–1403, 2005  (doi:10.1016/j.gca.2004.08.028) - den sollte man finden im Kontext von digitalcommons.unl.edu

-die Zahlenwerte sind aus Gorobets B.S., Rogojine A.A. (2002). Luminescent Spectra of Minerals: Reference Book. All-Russia Institute of Mineral Resources. Moscow, Aalternativ können auch aus den Spektren in den anderen zitierten Veröffentlichungen Zahlenwerte abgeleitet werden.

Falls Du mit der Literatur so nicht klarkommst, schreib mir doch einfach eine PN...

Gruß, Martin

etalon:
Hallo Martin,


--- Zitat ---oh weh - Du möchtest mittels uv-vis Lumineszenz Mineralien bestimmen?
--- Ende Zitat ---

Wer? Ich? Wie kommst Du denn darauf?  ???

Ich wollte nur vermeiden, dass jemand anhand der Liste genau auf dieses schmale Brett kommt...  ;)

Nach dem Paper werde ich morgen mal googeln, sonst melde ich mich gerne.


--- Zitat ---Fluomin.org? Die Daten oben stammen aus den von mir zitierten Veröffentlichungen in den Fachzeitschriften. Die Farbzuordnung habe ich nur abgeschätzt, um in der üblichen allgemeinen Begrifflichleit zu bleibFalls en (auch wenn ich es selber überhaupt nicht so mag). Achja, und da habe ich selbstverständlich versucht die Augenempfindlichkeit mit einzubeziehen.... Jedenfalls Pi x Daumen... ;-)
--- Ende Zitat ---

Na dann ist ja alles gut, war nur eine Frage...  8) Ich habe mir einige Spektren auf Fluomin.org angesehen und hatte den Eindruck, dass die dort so offeriert werden, wie sie aus dem Spektrometer fallen. Aber vielleicht täusche ich mich auch, ich will ja keinem zu nahe treten. Habe halt nur schon so manches erlebt...

Ich fand die Idee ganz interessant, eigene Emissionsspektren aufzunehmen (nicht zur Mineralienbestimmung!). Aber der Nutzen und das allgemeine Interesse rechtfertigt den Aufwand wohl nicht.

So, hier jetzt die Fluoreszenzaufnahme von dem analysierten Sklodowskit aus der Clara. Leider hatte ich keinen passenden UV-Sperrfilter für das Mikroskopobjektiv zur Hand, daher die lila Reflexe/Färbung. Man kann aber, glaube ich, trotzdem die Fluoreszenz von selbigem erkennen.

Sklodowskit xx von der Grube Clara/Schwarzwald. EDX analysiert, angeregt mit UV@365nm. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

Fluoreszierender Uranophan???


Bei diesem Sklodowskit xx aus Santa Eulalia/Mexiko konnte ich interessanterweise keine Fluoreszenz erkennen:

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