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Fluoreszierender Uranophan???

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etalon:
Hallo zusammen,

Martin, Dein Wunsch ist mir Befehl...  ;D

Anbei Fluoreszenzspektren von dem Fluorit von Georg, einem Saléeit von Großschloppen und noch mal von dem Uranocircit aus Menzenschwand, von dem das erste Testspektrum stammte. Da habe ich in selbigem wohl nicht alles falsch gemacht...  ;)

Ich bin sehr gespannt, ob Du mit dem Fluoritspektrum etwas anfangen kannst. Möglicher weise liegen noch ein paar Emissionsbande im NIR, aber da reicht mein Spektrometer nicht mehr hin...


Spektren siehe #Antwort 64!


So, jetzt war ich fleißig genug für heute...  ;)

Grüße Markus

Lynx:
Hallo Markus,

Super Arbeit Die Spektren sehen   ordentlich aus!


Ein paar Beobachtungen:
Zum Saléeit:
Die Linien bei Dir sind (nm): 481, 498, 519, 543, 569, 595
bei Geipel 2000 (siehe unter Saléeit) sind es: 489, 501, 522,546,571,601
Bei den deutlichen Banden (ab ca 500 nm bis ca 570 nm) liegen die Messungen systematisch um 3nm auseinander.
Barmarin (fluomin.org) gibt ein Spektrum an mit:(n.d.), 498,519,542,567,595 ist also m.E. eher auf Deiner Seite :-)
Beim Sklodowskit gibst Du 504, 525, 547,  571, 596 (nm) an. Anfänglich hatte ich eine systematischen Zusammenhang (d.h. eine kalibrationsbedingte Verschienbung) zu dem Spektrum von Saleeit  befürchtet. Aber wenn au dem selben Instrument die beiden doch so unterschiedlich gemessen werden, scheint mir das keine Rolle zu spielen.

Zum Uranocircit
Die Linien wackeln kaum. Hast Du die von Hand bestimmt oder per Peakfinder (Anpassung, 2. Ableitung, anderer Algorithmus...)? Da hab ich nämich ein bisschen den Eindruck, dass das Gewackel eher von der Peakbestimmung kommt. Der Vergleich ist:
Geipel 2000: 488, 503,524,547,572,600
Deine 1. Messung:(.), 503, 524, 547, 572, 600
Deeine 2. Messung: (.) 503, 525, 548, 575, 602

Zum Fluorit:
Hast Du einen Ordnungsfilter in Deinem Setup? Ansonsten könnte ein Teil des roten Anstiegs schon von 2x 365nm Anregung (und entsprechen der Breite der Anregung) herrühren. Ja, wichtig wäre der Teil im NIR schon... vermutlich für diesen Fall bis 800 nm. Und: wenn es Eu3+ oder eher Sm3+ als Aktivator ist, würde ich vermuten, dass Du mit 395nm /405nm besser hinkommst. Das würde eine LP488 oder so brauchen und im Spektrum scharfe Linien ergeben. Das breite Maximum wäre eher ein Nicht-Seltenerd wie Cr, Mn, Ti oder eben vielleicht auch was anderes.

Liebe Grüße derweilen, ich muss los.
Martin

etalon:
Hallo Martin,

zum Saléeit: Zwei gegen Einen, ist doch nicht schlecht...  ;D


--- Zitat ---Beim Sklodowskit gibst Du 504, 525, 547,  571, 596 (nm) an. Anfänglich hatte ich eine systematischen Zusammenhang (d.h. eine kalibrationsbedingte Verschienbung) zu dem Spektrum von Saleeit  befürchtet. Aber wenn au dem selben Instrument die beiden doch so unterschiedlich gemessen werden, scheint mir das keine Rolle zu spielen.
--- Ende Zitat ---

Das sehe ich genau so...


--- Zitat ---Hast Du die von Hand bestimmt oder per Peakfinder (Anpassung, 2. Ableitung, anderer Algorithmus...)?
--- Ende Zitat ---

Ich habe die Peaklagen mit dem softwareeigenen Peakfinder bestimmt. Welcher Algorithmus diesem zu Grunde liegt, weiß ich nicht. Für gewöhnlich wird das aber mindestens unter Einbeziehung der zweiten Ableitung gemacht.

Dass die Peaklagen in der zweiten Messung etwas anders liegen, kann auch daran liegen, dass in der zweiten Messung ein deutlich besseres S/N zur Verfügung stand als bei der Einzelaufnahme im ersten Spektrum (das heißt beim ersten Spektrum waren es Zufallstreffer). Außerdem gibt es bei der Wellenlängenkalibrierung Schwankungsbreiten durch den jeweils erneuten Peakfit. Diese sollten sich aber <1nm belaufen... Insgesamt war auch die Efficiencykalibrierung im ersten Spektrum nicht ganz so sorgfältig, wie in den anderen Spektren, so dass ich das erste Spektrum tatsächlich als Testspektrum sehen wollte (so ist es ja auch beschrieben) und diesem nicht all zu viel Bedeutung beimessen wollte...


--- Zitat ---Zum Fluorit:
Hast Du einen Ordnungsfilter in Deinem Setup?
--- Ende Zitat ---

Nein, habe ich nicht. Allerdings würde ich das ausschließen wollen, dass da schon die 2. Ordnung mit reinspuckt. Denn das würde man sonst sowohl im Kontinuumsspektrum der Sonne sehen, als auch in der sehr schmalbandigen Anregung von ca. 8nm HWB als Peak im doch eher kontinuierlichen Spektralverlauf...

So, ich muss auch wieder los...

Grüße Markus

etalon:
Hallo Martin,


--- Zitat von: etalon am 26 Jul 17, 12:53 ---

--- Zitat ---Hast Du die von Hand bestimmt oder per Peakfinder (Anpassung, 2. Ableitung, anderer Algorithmus...)?
--- Ende Zitat ---

Ich habe die Peaklagen mit dem softwareeigenen Peakfinder bestimmt. Welcher Algorithmus diesem zu Grunde liegt, weiß ich nicht. Für gewöhnlich wird das aber mindestens unter Einbeziehung der zweiten Ableitung gemacht.

--- Ende Zitat ---

Das möchte ich gerne noch etwas präziser formulieren: Die Peaks werden grob durch mich markiert und die Software ermittelt dann den Peakschwerpunkt. In wie weit meine davor getroffene Markierung Einfluss auf das Ergebnis hat, habe ich noch nicht getestet, sollte aber vernachlässigbar sein.



--- Zitat ---Und: wenn es Eu3+ oder eher Sm3+ als Aktivator ist, würde ich vermuten, dass Du mit 395nm /405nm besser hinkommst.
--- Ende Zitat ---

Ja, ein entsprechender Laser ist schon im Zulauf (405nm). Ich habe zwei bestellt, einen davon aus fern Ost. Die Pfeiffen haben mir aber einen roten geschickt... Jetzt warte ich auf Umtausch. Der Zweite ist noch nicht da. Keine Ahnung wo der wieder her kommt...  :P

Grüße Markus

Bode:
Hallo Markus, Hallo Martin,

sieht doch schon super aus.

Viele Grüße
Georg

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