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Autor Thema: Chemnitz: Steinkern eines Schachtelhalms aus dem Perm ??? / Myeloxylon  (Gelesen 1529 mal)

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Offline ciserlohe

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Hallo zusammen,
anbei ein Stück aus einer Kiste mit der Aufschrift Chemnitz. Das Stück ist 3 cm im Durchmesser und etwa 7 cm lang. Die Rückseite scheint mit Perm beschriftet worden zu sein. Keinerlei Zellerhaltung. Was könnte das sein? Sieht m. M. nach aus wie der Abdruck des inneren eines Schachtelhalms wobei das Holz verottet ist.
Irgend jemand eine Ahnung?
Danke, Christof
« Letzte Änderung: 17 Aug 18, 14:52 von oliverOliver »

Offline Lausitz

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Re: Steinkern eines Schachtelhalms aus dem Perm ???
« Antwort #1 am: 22 Apr 17, 10:35 »
Innere Abgüsse von Baumartigen Schachtelhalmen bestehen doch eh nur aus verkieselten Tuff, da sind keine Holzzellen vorhanden.

Gruß aus der Niederlausitz

Offline ciserlohe

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Re: Steinkern eines Schachtelhalms aus dem Perm ???
« Antwort #2 am: 22 Apr 17, 19:33 »
Innere Abgüsse von Baumartigen Schachtelhalmen bestehen doch eh nur aus verkieselten Tuff, da sind keine Holzzellen vorhanden.

Gruß aus der Niederlausitz

Ja, klar. Aber ist das so ein typischer Abguss? Hat jemand ein Vergleichsexemplar?

Offline Lausitz

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Re: Steinkern eines Schachtelhalms aus dem Perm ???
« Antwort #3 am: 23 Apr 17, 09:52 »
Irgendwo liegt einer bei mir rum ( Steingarten ), ich sammle diese Ausgüsse nicht. Aber vergleich mal hier: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Fossilbilder%20nach%20Klassifikation?lang=de&language=german&fossilid=1567
Da liegt auch ein unsegmentiertes Exemplar vor.

Gruß aus der Niederlausitz

Offline wolfilain

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Re: Steinkern eines Schachtelhalms aus dem Perm ???
« Antwort #4 am: 25 Okt 17, 09:04 »
Ahoi,

Ohne genauer zu Vergleichen oder nachzuschauen würde ich sagen es könnte sich um einen Wedelstiel einer Medullose handeln. Myeloxylon

Bei vermutlich frischen und grünen Ästen sind die Zellerhaltungen auch fast nicht vorhanden.
Dann ist es eine Art Tuff 3D Erhaltung. Abgesehen davon sind die Wedelstiele selten gut erhalten.

Grüße
Volker

Offline gnoisi

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Re: Steinkern eines Schachtelhalms aus dem Perm ???
« Antwort #5 am: 25 Okt 17, 15:09 »
Hallo Christof,
Markraum eines Calamiten scheidet meines Erachtens aus, da sich keine Abdrücke der Internodien finden. Die Längsriefungen (Gefäßabdrücke?) sind sehr parallel, was auch nicht unbedingt für den Ausguss eines Calamitenmarks spricht.
Auf dem Querschnittsfoto sieht die Matrix sehr körnig aus. Könnte es sich dabei um Sandstein handeln? Sind das in den kleinen Hohlräumen Quarzkristalle?
Viele Grüße
Marian

Offline wolfilain

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Ahoi,

ich nochmal. Ich kann das einfach nicht so da stehen lassen x3

Das ist ein Wedel-Stengel einer Medullosa. Myeloxylon Brongniart (1849)
Daran sitzen dann z.B. die Alethopteris Blätter nach Rößler (2006)

Die eigentlich schon charakteristische Streifung kommt von der Sparganum Rinde der Wedel.

Die Bilder im Anhang zeigen Myeloxylon im verkieselten Zustand und auch dort ist die Zellerhaltung selten gut.
Deine Abbildungen zeigen eine Tufferhaltung eines dünneren vermutlich frischen Wedelstieles.
Der weil er kein hartes Holz hatte einfach nur so erhalten wurde.

Grüße
Volker

PS: Und ja solche Stücke wie von dir wurden in Chemnitz schon öfters gefunden. Es ist also sehr sehr wahrscheinlich das es aus Chemnitz kommt.

PPS: Basaler Zeisigwald Tuff  Alter: 291 millionen Jahre (-+2 mio Jahre) .
« Letzte Änderung: 17 Aug 18, 14:43 von wolfilain »

 

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