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Fälschung? / nein (Dyskrasit)

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Ulrich Ratlos:
Liebe Mineralienfreunde,

ich habe hier ein Stüfchen mit Dyskrasit (3,5x3x2,5 cm) vom Schacht 21 in Pribram (laut Verkäufer), gekauft in Eppelheim 1990. Unter dem Binokular erkennt man Schlieren, Imprägnationen und winzige Tröpfchen von Lack? oder Klebstoff??. Unter UV gibt es keine Reaktion. Ist eine solche Behandlung bekannt? Dient es der Stabilisierung oder habe ich eine Collage? Die Bilder sind leider nicht besonders, da schwer zu fotografieren, die Bildbreite ist ca. 20 mm.

Grüße Ulrich

ganomatit:
Hallo Ulrich Ratlos,

solltest du dieses Stüfchen wirklich gekauft haben, mit Pribram etikettiert, dann informiere dich doch erst einmal darüber, welche
Paragenesen und Ausbildungen von Dyskrasit es von dieser Fundstelle gibt.
Meiner Meinung nach ist so eine Stufe, wäre sie geklebt oder mit Lack behandelt, warum auch immer wertlos! Würde ich eine
Stufe von Dyskrasit kaufen, die mit Lack behandelt wäre, dann weg damit (Müll oder zum Verkäufer zurück).
Von einer Collage gar nicht erst zu sprechen, ab in die Tonne oder an den Verkäufer (wie auch immer) zurück.
Du kannst natürlich einen Samsonit X (schon für kleines Geld kaufen) und auf eine Matrix kleben.
Gekonnt gemacht hast du deine Stufe dann eigentlich aufgewertet. Das wäre genau so ein vergammeltes Auto mit Farbe zu
behandeln. Gekonnt gemacht hast Du es dann aufgewertet.
Aber beides ist Betrug an sich selbst und noch schlimmer, sollte man dann so etwas an den Mann bringen an andere.
Anders ist es mit Artefakten und Petrefakten, da wird Lack und Kleber (in welcher Form, wie auch immer) verwendet. Aber da
wird es im Mineralienatlas Sammler geben, die sich besser als ich damit auskennen!
Ich denke aber mehr Ulrich Ratlos hat eine Fangfrage gestellt, um die Kompetenz der Mitglieder zu testen!
Man könnte es auch anders ausdrücken …

Frank Heise

uwe:
Bei den Dyskrasit-Stufen aus Pribram wurden die Dyskrasitkristalle in den meisten Fällen aus einer schwarzen Masse (bisher konnte mir noch keiner sagen, aus welchen Mineralen diese besteht) mit einer aggresiven Säure freigelegt. Ich habe soeben meine Dyskrasitstufe unterm Bino betrachtet und tatsächlich, die verbliebene schwarze Masse zeigte deutlich Spuren, welche wie Feuchtigkeit oder Leim aussahen. Leim oder Wasser kann ich bei meiner Stufe ausschließen, denn die befindet sich seit 1991 in einer Plastebox und sah vorher nicht so aus. Die von Dir bemerkten Schlieren deuten keineswegs auf eine Fälschung hin. Allerdings stimmt die Farbe der Dyskrasitkristalle nicht so richtig mit den originalen überein. Letzteres kann aber auch an der Fotografie liegen.

Ich hänge mal ein Bild meiner entsprechenden Stufe an.

Also nicht gleich wegschmeißen. Es wird bei Dir schon Dyskrasit sein.

Gruß
Uwe

Alcest:

--- Zitat von: uwe am 14 May 17, 08:18 ---Bei den Dyskrasit-Stufen aus Pribram wurden die Dyskrasitkristalle in den meisten Fällen aus einer schwarzen Masse (bisher konnte mir noch keiner sagen, aus welchen Mineralen diese besteht) mit einer aggresiven Säure freigelegt.
--- Ende Zitat ---

Arsen, oder?

Ulrich Ratlos:
@uwe
Danke für deine Antwort.
Anbei noch ein Bild aus einem anderen Blickwinkel.

@ganomatit
Du liegst völlig falsch!

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