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Autor Thema: Mikroskope - abgetrenntes Thema  (Gelesen 4848 mal)

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Offline Lynx

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #15 am: 29 Jun 23, 21:05 »
Vielleicht noch als Zwischeneinschub. Der Zielmarkt für Zeiss, Nikon, Olymus und Leica ist die Forschung an Instituten, Unis und in Firmen. Dann gibt es auch noch einen sehr speziellen Markt für z.B. Operationsmikroskope. Bei all diesen Feldern kommt es immer sehr stark auf die Aufgaben an, um die es geht. Und um die Art der Nutzung. Der Markt der Endverbraucher und Lehre (!) ist sehr viel breiter ud da gibt es mittlerweile eine Reihe guter anderer Hersteller.
Und das ist vermutlich der Markt, in dem wir Sammler und bewegen

Offline pseudonym

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #16 am: 29 Jun 23, 21:51 »
Dann könnten  ja hier mal diejenigen die solche modernerenGeräte haben ihre Geräte mal vorstellen  ,vielleicht auch mit Bildern und Preisen .

Offline Klinoklas

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #17 am: 30 Jun 23, 11:36 »
Hallo,

es ist aber auch schwierig, jemanden mit einem maximalen Budget von 500 € immer an Firmen wie Zeiss oder Leica zu verweisen.
Auch gibt es einen Unterschied ob jemand 8 - 10 Stunden am Tag auf der Arbeit an einem solchen Gerät sitzt oder 2 - 3 Stunden in der Woche bei sich Zuhause.
Die verwendete Zielvergrößerung spielt sicherlich auch eine Rolle. Löten bei 20x, Mineralien bei max. 40x oder sogar Vergrößerungen von 80 - 100x +.

Das Thema Stereomikroskope finde ich nicht ganz so trivial. Verschiedene Modelle haben Vor- und Nachteile.
Stereomikroskope vom Typ Greenough bilden nur in der Mitte scharf ab, die Schärfentiefe ist aber aufgrund höherer Auflösung manchmal sehr begrenzt.
Es ist auch ein Unterschied ob ich eine 30x Vergrößerung mit 15x Okularen bei 2x Zoomstellung erreiche oder mit 10x Okularen bei 3x Zoomstellung.
Stärkere Okulare heben vorhandene Bildfehler noch deutlicher hervor, außerdem ist das Sehfeld bei diesen kleiner. Vergrößernde Vorsatzlinsen reduzieren dagegen den Arbeitsabstand.

Apochromatisch korrigierte Optiken sind toll, gehen aber ebenfalls auf Kosten der Schärfentiefe und kosten wirklich viel Geld.
Die 3 dimensionale Abbildung scheint aber doch gerade bei Mineralien sehr wichtig zu sein.Eine zu hohe Auflösung macht nicht immer Sinn, bei hohen Vergrößerungen schon.
Aber gerade wir hier schauen uns ja in der Regel keine flachen Geldscheine oder Briefmarken unter dem Mikroskop an.

Zeiss hat mit dem Stemi 305 (40x) für rund 1000 € ein Einstiegsgerät auf den Markt gebracht. (Bild)
Für eine apochromatisch korrigierte Version wie das Stemi 508 (50x) muss man mindestens das doppelte bezahlen.

Leica bietet mit den Stereomikroskopen A60 (30x) und S9 (55x) zwei Geräte mit FusionOptics Technologie (Link) für mehr Schärfentiefe an.
Ob das gut funktioniert weiß ich nicht, manche Anwender sollen laut Internet teilweise Probleme mit diesem System haben.

Nikon bietet ein SMZ-745 Bino (50x) für 1600 € (inkl. Okulare) und ein Trino für 2400 € an.
Hier in dem Video mal ein Gerätebeispiel mit LED Ringlicht mit Polfiltervorsatz. (Link)

Olympus hat das SZ51 Bino (40x) für 1300 € (inkl. Okulare), das SZ61 Bino (45x) für 1900 € (inkl. Okulare) und das SZ61 Trino für 2600 € im Programm. (Link)
Hier in dem Video mal eine Gerätebeispiel mit einer Industriekamera am Trinoanschluss. (Link)

Die Firma Hund aus Wetzlar bietet das Wiloskop (45x) für etwa 1500 € an. (Bild)


Wie man an den Preisen diverser Geräte sieht, kann man generell auch sehr viel Geld für Stereomikroskope ausgeben die nicht aus dem Hause Zeiss oder Leica sind.

In den Preisklassen darunter gibt es Geräte von Motic, zum Beispiel das SMZ-171 (50x) für rund 1000 € (Bild).
Oder Euromex Nexius (45x - 55x), je nach Ausführung zwischen 650 und 1000 € (Bild)


Bei den meisten oben aufgelisteten Geräten handelt es sich nur um die Stereoköpfe, dazu kommt dann noch, sofern noch nicht vorhanden, die Wahl eines passenden Stativs, Stereokopfhalters und ganz wichtig Beleuchtung. (Schwanenhals, Ringlicht usw.)
Außerdem handelt es sich bei allen Geräten um Stereomikroskope die nach dem Greenoughprinzip aufgebaut sind. Für galiläische Baukastensysteme nach Ernst Abbe muss man nochmal deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Hier seien nur die günstigeren Modelle (Nikon SMZ 800) und (Olympus SZX 7) genannt.

Den Satz "You get what you pay for" hat sicherlich jeder schonmal gehört und das gilt auch für Stereomikroskope.
Einige Modelle auf dem Markt sehen sich zum verwechseln ähnlich, man kann davon ausgehen, dass derselbe oder ein ähnlicher Korpus benutzt wird.
Die Güte des verarbeiteten Glases bleibt aber den Firmen überlassen und hier trennt sich dann neben der Mechanik auch entgültig die Spreu vom Weizen was sich auch im Preis widerspiegelt.
Vergleicht mal den Stereokopf von Optika für 960 € mit dem von Olympus Sz61 Trino für 2600 €. (Bild)

Wie lange halten heutige Mikroskope aus diesen Preissegmenten wohl durch? Nikon und Olympus verbauen leider auch bei 2600 € Mikroskopen in einem recht soliden Metallgerüst Kunststoffzahnräder die wohl schonmal bei Wärme platzen.  :P
Alte Mikroskope sind dahingehend noch sehr solide mit einem Metallkorpus ausgestattet. An Neugeräten aus Metall fallen mir da im Moment nur Meiji z.B. EMZ-5 (45x) (Bild) und Geräte der deutschen Firma Askania Rathenow ein. (GSZ 2 + GSZ 2T, SMT und SMC)
Achja die Euromex ZE Serie bietet noch einen Meiji Nachbau für 3299 €. (Link).
Wenn es kein Nachbau ist, wird das Gerät vielleicht von Meiji gebaut und von Euromex gegen Gebühr gelabelt.


 Um endlich auf den Punkt zu kommen, der Markt ist nicht klein und wird eigentlich nur durch das eigene zur Verfügung stehende Budget begrenzt. Zu dem was man investieren kann kommt noch das was man überhaupt  investieren will, welche Ansprüche man hat, wieviele Stunden man da so am Gerät sitzt, ob hohe Vergrößerungen benötigt werden, Langlebigkeit der Technik usw.


Grundsätzlich fände ich hier ein paar Reviews von verwendeten Stereomikroskopen für Mineralien bis 40x schon interessant.


Gruß
René

Online Stronkolo

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #18 am: 30 Jun 23, 14:54 »
.........es ist aber auch schwierig, jemanden mit einem maximalen Budget von 500 € immer an Firmen wie Zeiss oder Leica zu verweisen.

Hallo,

derjenige mit dem 500.- €  budget hat sich aber selber an Zeiss verwiesen und die Behauptung aufgestellt das sein
noname Bino gleichwertig mit einem Zeiss Produkt ist.

Grüße
Andreas

Offline vandendrieschen

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #19 am: 30 Jun 23, 17:18 »
Ich habe für mein Mikroskop 400 Euro bezahlt. Das heißt nicht, dass ich nur 500 Euro zur Verfügung habe. Da es gesenkt war, hatte ich zugeschlagen. Wie ich auf der Homepage gesehen habe, kosten diese Mikroskope sogar um die 800 bis 1000 Euro. Von daher würde ich mal sagen, dass es mit den Zeiss um nichts nachsteht. Und der Korpus und die Mechanik sind bei diesem auch aus Metall.
Und nun beruhigt euch alle mal.

Offline Schorsch

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #20 am: 30 Jun 23, 19:22 »
Hallo Jule, ist nicht böse gemeint, aber auch Du solltest Dich erst mal beruhigen. Wenn der Preis für Dein Gerät preisgesenkt war hast Du vermeintlich ein Schäppchen gemacht, dann seis zufrieden und vergleiche nicht immer Äpfel mit Birnen. Zeiss hat nicht nur einen großen Namen sondern Tradition und jahrzehntelange Erfahrung in der Branche. Und anders als bei den Künstlern zählt hier in erster Linie die Qualität und die kostet bekanntlich.
Und nebenbei, ich hab nichts mit Zeiss am Hut, ich verwende Olympus und bins zufrieden.
Übrigens, Dein Mikroskop schaut nicht sehr praktisch aus, aber wenn Du damit zurecht kommst, dann ist ja alles bestens.
Damit sollte eigentlich alles gesagt sein, und nix für ungut,
Lg, Schorsch

Offline Anatas

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #21 am: 30 Jun 23, 21:27 »
Als ich 2018 ein neues Stereo-Mikroskop wollte habe ich Zeiss angeschrieben und Ihnen meine Vorstellungen mitgeteilt.

Kurz darauf bekam ich von einem Zeiss-Partner (medizinische Geräte) eine Einladung mir vor Ort in München
zwei vorausgewählte Mikroskope als auch weitere anzusehen.

Ich habe mich dann für ein ZEISS Stemi 508 (mit Stativ K EDU und Doppelspotleuchte K LED) entschieden.
Argwöhnisch war ich beim Spot und konnte mir - zur Ansicht - auch noch eine ZEISS Ringleuchte K LED dazu
liefern lassen. Der Spot war dann auch wirklich nicht eine Offenbarung (zu kurz, zu wackelig) und so habe ich
die Ring-Leuchte dazu gekauft (299 €)

In Verbindung mit der Ringleuchte ist das ZEISS Stemi 508 für meine Bedürfnisse dann auch wirklich top und
ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät (vorher hatte ich ein Jena-Optik-Mikroskop).

 

Offline Paul W

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #22 am: 04 Jul 23, 00:32 »
Servus zusammen,

ich kann nur sagen: Ausprobieren ist alles. Ich hab mir viele Stereomikroskope angeschaut und vor über 10  Jahren dann endlich ein Zeiss Discovery V12 mit PlanApo-Objektiven gekauft, auf das ich lange hingespart habe. Die Mineralien sind halt meine Leidenschaft und auch heute (natürlich bei sorgfältigster Behandlung: keine Temperaturschwankungen, Staubschutz) ist das Binokular wie neu und jedesmal, wenn ich durchschau, ist es eine Offenbarung. Wenn Euch die Mikro-Mineralien wirklich interessieren, geht ans Limit, und Ihr werdet bleibende Freude haben! Da muss ma halt anderweitig Abstriche machen, Dacia baut auch schöne Autos und selber Kochen statt 08/15-Restaurant hilft auch.

Viel Freude mit den Mineralien,
Paul

Offline vandendrieschen

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Re: Mikroskope - abgetrenntes Thema
« Antwort #23 am: 08 Jul 23, 09:07 »
Übrigens, Dein Mikroskop schaut nicht sehr praktisch aus, aber wenn Du damit zurecht kommst, dann ist ja alles bestens.
Damit sollte eigentlich alles gesagt sein, und nix für ungut,
Lg, Schorsch
Das kann daran liegen, dass ich es von oben fotografiert habe, da ich nicht genau weiß, was für die Bewertung/Beurteilung wichtig ist.
Das Mikroskop soll laut der Produktbeschreibung das erste mit innovativen ergonomischen Design sein, dass die Ermüdung von Hände und Arme verhindert. Das war mit ein Kaufkriterium für mich. Der flachere und breite Sockel bietet auch mehr Arbeitsfläche als wie man es von den üblichen Mikroskopen mit quadratischen Sockeln kennt.
Gruß.

 

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