Hallo!
Auch wenn dieser Fund nicht besonders ist, hat er mir doch keine Ruhe gelassen. Letztens war ich in Marburg, im Mineralogischen Museum der Philipps-Universität. Bei der Gelegenheit bat ich den zuständigen Professor, sich den Stein mal anzusehen. Im Grunde kam er zu selbigem Ergebnis wie hier auch schon vermutet wurde.
Es handelt sich um ein Nebengesteinsfragment, welches beim Aufstieg des Basaltmagmas in der Kruste inkorporiert wurde. Vermutlich fand die Aufnahme in einem relativ hoch gelegenen Krustenstockwerk statt, da die kontaktmetamorphe Überprägung relativ gering ist.
Es handelt sich vermutlich um ein sehr Quarz-reiches Nebengesteinsfragment, dass an zwei Stellen teilweise aufgeschmolzen ist, was an einigen rundlichen Blasen zu erkennen ist.
Die im Millimeterabstand, parallel zum Kontaktstein auftretenden, gelblichen Veränderungen, weisen auf eine Neubildung eines Minerals hin.
Weiterhin sind zwei unterschiedlich gefärbte Kontaktzonen zu erkennen. Eine grünliche, zum Xenolith gehörende und eine violette, die dem Basalt zuzurechnen ist. Hier hat ein diffusiver Stoffaustausch zwischen beiden Partnern stattgefunden.
Um genaueres sagen zu können, bedarf es jedoch eines Dünnschliffs. Die Bestimmung geschah makroskopisch.
Dieses Thema ist hier somit abgeschlossen.
Gruß und Glück auf!