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Autor Thema: Hochofenschlacke?  (Gelesen 3090 mal)

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Offline Praxiteles

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Hochofenschlacke?
« am: 24 Jul 17, 16:46 »
Diesen "Stein" (Anführungsstriche, weil es vielleicht nur Schlacke ist) fand ich am Niederrhein auf einem geschotterten Weg.
Die tropfenförmigen Knubbel sind Eisen.
Handelt es sich um Hochofenschlacke o.ä. oder vielleicht doch um Limonit o.ä.?

Bin gespannt.
Vielen Dank im Voraus.

Offline raritätenjäger

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Re: Hochofenschlacke?
« Antwort #1 am: 24 Jul 17, 17:25 »
Hallo,

sehr wahrscheinlich Schlacke (und damit womöglich auch magnetisch).

Gruß
Andreas

Offline Conny3

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Re: Hochofenschlacke?
« Antwort #2 am: 25 Jul 17, 10:43 »
Hallo,
am letzten Tag in der Koralpe hatte ich auch ein interessantes Schlackestück mit MM xx gefunden (im Krummbach). Zunächst waren die Kristalle in der Druse schwarz blau glänzend (ähnlich Hämatit), daneben gab es grünliche Kugeln. Später waren die Kristalle bräunlich (hell) verfärbt, ebenso die winzigen Kugeln waren gelblich, bräunlich verändert. Ohne Foto wird es schwer (versuche später eins zu machen), aber was könnte das sein? So eine Farbveränderung in kurzer Zeit. Schlackemineralien sammele ich ja nicht so, das Stück war aber trotzdem interessant. Vivianit??

Gruß Conny

Offline Kupperdroll

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Re: Hochofenschlacke?
« Antwort #3 am: 25 Jul 17, 11:10 »
Hallo,Conny!

     
Zitat
Zunächst waren die Kristalle in der Druse schwarz blau glänzend (ähnlich Hämatit), daneben gab es grünliche Kugeln. Später waren die Kristalle bräunlich (hell) verfärbt, ebenso die winzigen Kugeln waren gelblich, bräunlich verändert.

Dieses Phänomen ist mir bekannt.Es kommt auch in den Mansfelderschlacken vor,besonders in eisenhaltigen Schlacken und den sog. Eisensauen vor.Hier wird es als "Green Rust" * bezeichnet und chem. gesehen ist es ein Eisen-Oxid-Hydrat.Vielleicht wurde es mitlerweile genauer bestimmt.Ich weiß es aber nicht.

*  H.Knoll  Die "Gottesbelohnungs-Hütte" in Hettstedt,Sachsen-Anhalt,....   Mineralienwelt 2/2004 Seite 26

Mit freundlichem Gruß

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Hochofenschlacke?
« Antwort #4 am: 25 Jul 17, 15:18 »
Typische Pseudomorphosen nach Fougèrit, dem vormals sogenannten "Green Rust", der relativ häufig in Fe-reichen Schlacken zu beobachten ist (siehe z.B. NIEDING 1985, 1986; HANSEN 2001; TROLARD et al. 2007).
Die Umwandlung passiert meist innerhalb von Stunden und Tagen.

Zu Literatur siehe: https://www.mindat.org/min-27543.html

Offline uwe

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Re: Hochofenschlacke?
« Antwort #5 am: 25 Jul 17, 17:04 »
Ist auf jedem Fall ein attraktives und interessantes Stück. Meines Erachtens zu schade zum wegwerfen.

Ich habe in meinem Sammlungsbestand einen Einschub: "Bergbau- und Hüttenzeugnisse". Dort habe ich mir einige Schlacken, Erzstücke usw. aufgehoben. Ich sammle nicht gezielt danach, aber wenn mir etwas entsprechendes unterkommt, hebe ich es auf und dokumentiere es so gut es geht.

Gruß
Uwe

Offline Praxiteles

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Re: Hochofenschlacke?
« Antwort #6 am: 27 Jul 17, 12:25 »
Hallo,

sehr wahrscheinlich Schlacke (und damit womöglich auch magnetisch).

Gruß
Andreas

Danke Andreas.
Ja, die Eisentropfen sind magnetisch.

 

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