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Mineralien - warum der Fundort wichtig ist
Gicko231:
Dies ist mir ja durchaus klar, daher würde ich für eine Stufe ohne Fundort deutlich weniger bezahlen. Jedoch habe ich immer noch die Frage, warum der Fundort vielen so wichtig ist. Vielleicht kann mir jemand ja erklären warum, der selbst darauf besonderer achtet.
Nämlich wenn die Nachfrage nach Stufen aus bestimmten Fundorten nicht so intensiv da wäre, wäre der Preis ja nicht höher.
Ich habe auch meine Mineralien alle nummeriert und führe ein Buch mit Art, Gewicht, Größe, Fundort und Kaufort über jede Stufe. Dies aber auch nur wegen dem Wieder Verkaufswert und nicht weil es für mich persönlich wichtig ist.
pery:
--- Zitat von: Gicko231 am 30 Jul 17, 13:08 ---... Vielleicht kann mir jemand ja erklären warum, der selbst darauf besonderer achtet.
--- Ende Zitat ---
Ich denke zum einen gehört sich das schon aus wissenschaftlicher Sicht der Völlständigkeit halber mit angegeben ... zum anderen sind gewisse Mineralien, die an einem Ort sehr häufig vorkommen, von einem anderen Fundort eine absolute Rarität oder gar Einzelstücke und somit für einen Sammler um ein vielfaches interessanter.
Ich für meinen Teil sammle z.B nur Mineralien aus einem Gebiet etwa 15 x 2 km. Ohne (seriöse) Fundortangabe würde ich gar nicht erst kaufen.
Die Ästhetik ist zwar sicher wichtig, kommt für mich aber erst an zweiter Stelle. ;)
Glück Auf!
Felix
PS: Das Gebiet heißt "wölsendorf" ... du kannst ja mal hier im MA stöbern ob dir Material von da zusagt, davon hätte ich sicher das ein oder andere günstigst abzugeben.
uwe:
Stufen ohne Fundpunkt sind Schrott, so hart das klingen mag. OK, jeder kann nach eigenem Ermessen sammelnm denn es gibt, Gott lob, dafür keine gesetzliche Reglung. Allerdings sollte man unterscheiden, ob man eine Mineraliensammlung aufbauen will, oder ob man "nur" (das ist nicht wertend gemeint) eine Reihe ästhetischer Objekte besitzen will. Letzterer hat es natürlich leichter, denn viele der z.B. auf Börsen angebotenen Stücke sind geschönte Glitzersteine oder Farbwunder ohne jeglichen sammlerischen Wert. Als Wohnungszierte allerdings geeignet.
Der Fundort, so genau wie möglich, gehört zur Stufe, mehr noch als Name des Hauptminerals. Letzterer kann jederzeit noch präzisiert werden.
Gruß
Uwe
skibbo:
Servus,
auch wenn ich nach zwei Jahrzehnten Sammelleidenschaft sagen kann, dass sich die damaligen Hinweise der erfahrenen Sammler "von Beginn an bessere, höherwertige Stufen zu kaufen und von Massenware abstand zu nehmen", im Nachhinein sicherlich als richtig erwiesen, so sollte dennoch jeder selbst in seine eigene Sammlung reinwachsen. Viele spezielle Interessen ergeben sich erst im Laufe der Zeit und vor allem Jungsammler und "Newbies" sind nur seltenst in der Lage besondere Stücke auf anhieb zu erkennen. Nur weil der Preis eines Stückes ein oder zwei Nullen mehr hat und vielleicht irgendein verstaubter, handgeschriebener Zettel dabei liegt, muss dies noch lange kein besonderes Stück sein. Die Erfahrung und das Gefühl für außerordentliche Stufen kommen erst mit der Zeit, die man in sein Hobby investiert.
Ich vermute nahezu jeder von uns, schwört er nun auf Systematik, Eigenfunde, Klassiker, Ästhetik international oder auch tote Tiere und Pflanzen, hat sicher auch einmal mit dem ein oder anderen bunten, glitzernden, fundortlosen Stein begonnen. Meinen, einen völligst kaputten, undefinierten, farblosen Coelestin von sonstwo in Nordafrika, habe ich noch und halte ihn in Ehren (und es ist mir völlig egal wie schlecht er ist und wo genau er her kommt, denn er hat eine besondere Geschichte für mich). Dass dieser Coelestin nun neben einem Eigenfund steht, der in der diesjährigen, so genannten "Prestige Ausstellung - Minerals & Volcanism" auf der Börse in Ste-Marie-aux-Mines zu sehen war, zeigt mir, wie weit sich mein Hobby in all den Jahren entwickelt hat. Wohin sich meine Sammlung entwickelt hat und vor allem noch entwickeln wird, davon hatte ich damals wie heute keine Ahnung. Und das ist gut so. Dass sie sich stetig weiterentwickelt und Schwerpunkte kommen und gehen ist doch Teil des ganzen Spaßes. Fertig wird man mit so einer Sammlung nie. Wichtig ist, man fängt irgendwo an und freut sich an den Stücken, die man sich leisten kann und will. Sich diesen zwanglosen Spaß gleich zu Beginn durch auferlegte Regeln, wie "Stufen ohne Fundpunkt sind Schrott" kaputt machen zu lassen, finde ich nicht richtig.
Wenn du, Enrico, eine Basis für deine Sammlung erstellt hast, wirst du irgendwann erkennen was dir persönlich wichtig wird und in welche Richtung sich deine Sammlung entwickelt. Vielleicht interessierst du dich irgendwann nur noch für Wölsendorfer Fluorite, weil du von Felix tolle Stücke bekommen hast? Vielleicht interessierst du dich für Mikromounts und gibst tausende von Euros für Stücke aus, die winzig klein sind und man nur mit dem Mikroskop anschauen kann, jedoch nur ein paar wenige Kristalle davon auf der Welt existieren? Vielleicht wirst du einmal einen Bericht im Forum über einen außergewöhnlichen Eigenfund schreiben? Wer weiß!
Sicher ist, ab einem bestimmten Punkt wirst du selbst merken, dass das Mineral und der Fundpunkt in einem besonderen Zusammenhang stehen und es sinnvoll ist diese Information zu haben.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß dabei.
Stefan
raritätenjäger:
Hallo Enrico,
Stefan hat eigentlich alles gesagt, was man einem Jung/Neusammler auf den Weg mitgeben kann. Ich kann das nur voll und ganz unterschreiben.
Gruß
Andreas
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