Hallo,
als Geol. Wissenschaftler, der gerade an seiner Masterarbeit werkelt, möchte ich zwei Anmerkungen treffen.
Schön, dass ihr in der Schule Gesteine seht und euch mit ihnen beschäftigt..
Unschön ist, dass ihr irgendwelche abgerollten Gesteine aus Flüssen bekommt. Selbst im Studium sieht man erstmal nur Bilderbuch-Gesteine, die perfekt den Gegenstücken in der Literatur entsprechen. Im frischen Bruch! Ich habe in einigen Jahren Studium kein einziges abgerolltes Stück bestimmen sollen. Für Schüler finde ich das unangemessen, wenn ein Gesteinsname bestimmt werden soll.
Bei Flussgeröll würde ich die Stücke erst einmal frisch anschlagen und mit Salzsäure beträufeln. Dürft ihr die Stücke zerschlagen?
Anhand der Bilder würde ich keine Tipps abgeben wollen.
Ich würde höchstens versuchen, an einer Glasscheibe zu ritzen. Wenn man einen Kratzer sieht, ist das Gestein quarzhaltig. Das kann dann aber sowohl für einen Sandstein als auch für ein anderes verkieseltes Gestein sprechen.
Für studentische Verhältnisse bin ich Mineralien-Spezi. Gesteine kamen selbst in fortführenden Kursen viel zu kurz. Vielleicht gibt es andere Meinungen, ich finde die Gesteinsansprache anhand von Abgerolltem jedenfalls daneben.
LG
Jan