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Autor Thema: Bestimmungsfrage zu drei Gesteinen  (Gelesen 2371 mal)

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Offline ainfab

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Bestimmungsfrage zu drei Gesteinen
« am: 15 Sep 17, 11:41 »
Hallo zusammen :)
Ich bin ein wenig aufgeschmissen, weil ich für die Schule von drei Steinen die Dichte mithilfe der Tauchwägung bestimmen muss.
Jedoch muss ich vorher einen kleinen Steckbrief der Steine anfertigen und sie somit bestimmen bzw wissen wie sie heißen.
Vielleicht könnt ihr mir hier weiterhelfen. Ich wäre euch mega dankbar.
MFG
Claudio

Offline Alcest

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Re: Bestimmungsfrage zu drei Gesteinen
« Antwort #1 am: 15 Sep 17, 20:38 »
Hallo,

als Geol. Wissenschaftler, der gerade an seiner Masterarbeit werkelt, möchte ich zwei Anmerkungen treffen.

Schön, dass ihr in der Schule Gesteine seht und euch mit ihnen beschäftigt..

Unschön ist, dass ihr irgendwelche abgerollten Gesteine aus Flüssen bekommt. Selbst im Studium sieht man erstmal nur Bilderbuch-Gesteine, die perfekt den Gegenstücken in der Literatur entsprechen. Im frischen Bruch! Ich habe in einigen Jahren Studium kein einziges abgerolltes Stück bestimmen sollen. Für Schüler finde ich das unangemessen, wenn ein Gesteinsname bestimmt werden soll.

Bei Flussgeröll würde ich die Stücke erst einmal frisch anschlagen und mit Salzsäure beträufeln. Dürft ihr die Stücke zerschlagen?

Anhand der Bilder würde ich keine Tipps abgeben wollen.

Ich würde höchstens versuchen, an einer Glasscheibe zu ritzen. Wenn man einen Kratzer sieht, ist das Gestein quarzhaltig. Das kann dann aber sowohl für einen Sandstein als auch für ein anderes verkieseltes Gestein sprechen.

Für studentische Verhältnisse bin ich Mineralien-Spezi. Gesteine kamen selbst in fortführenden Kursen viel zu kurz. Vielleicht gibt es andere Meinungen, ich finde die Gesteinsansprache anhand von Abgerolltem jedenfalls daneben.

LG
Jan

Online smoeller

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Re: Bestimmungsfrage zu drei Gesteinen
« Antwort #2 am: 15 Sep 17, 21:54 »
Hallo,

Das wird schwierig. Da hat euer Lehrer einfach Steine vom Rhein geholt. Als Stichwort für die Suche bietet sich der Begriff Rheinisches Schiefergebirge an. Diese Gesteine stammen wohl grob aus dem Bereich zwischen Frankfurt und Köln, also Taunus, Westerwald, Hunsrück und Eifel. Diese Gebirge werden im wesentlichen von Gesteinen des Devon aufgebaut, gefolgt von permischen Vulkaniten im Hunsrück und jungen Vulkanen in Westerwald und Eifel. Die gezeigten Stücke sind wahrscheinlich  allesamt Sedimentgesteine und kommen wohl aus dem Zeitalter Devon.

Das erste ist ein sehr quarzreiches Gestein, die weißen Adern sind typischer Quarz. Das 2. ist möglicherweise Sandstein oder Quarzit, der dritte könnte Grauwacke sein.

Glück Auf!
Sebastian

Offline Alcest

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Re: Bestimmungsfrage zu drei Gesteinen
« Antwort #3 am: 15 Sep 17, 22:09 »
Das erste ist ein sehr quarzreiches Gestein, die weißen Adern sind typischer Quarz. Das 2. ist möglicherweise Sandstein oder Quarzit, der dritte könnte Grauwacke sein.

Dich nehme ich mal mit auf Kieseljagd ;-)

Online stoanklopfer

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Re: Bestimmungsfrage zu drei Gesteinen
« Antwort #4 am: 16 Sep 17, 06:45 »
... weil ich für die Schule von drei Steinen die Dichte mithilfe der Tauchwägung bestimmen muss.
Jedoch muss ich vorher einen kleinen Steckbrief der Steine anfertigen und sie somit bestimmen bzw wissen wie sie heißen.

Nachdem Dur das für die Schule brauchst, hätte ich eigentlich erwartet, dass Du zumindest versuchst, die leichtesten Bestimmungsmerkmale SELBST zu bestimmen. Muss ja nicht unbedingt stimmen, Du bist ja noch beim Lernen. Aber die "einfache" Tour zu wählen und sich die benötigten Antworten aus einem Forum erheischen zu wollen, ist wohl nicht das, was die Lehrer von Dir erwarten. Oder? (Nebenbei: Auch ein Forum wie dieses ist nicht "allwissend", wenn Bestimmungen nur auf einem Foto basieren!)

Offline uwe

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Re: Bestimmungsfrage zu drei Gesteinen
« Antwort #5 am: 16 Sep 17, 08:15 »
Hallo Claudio,

die Aufgabe bsteht wohl darin, die Dichte zu bestimmen. Dazu brauchst Du nicht den Namen des betreffenden Gesteins zu wissen. Für den "Steckbrief" genügt es, die mechanischen Eigenschaften wie Härte, Strucktur usw. festzuhalten. Um ein Gestein ohne Kenntnis des Ursprungsortes zu bestimmen, braucht es doch etwas aufwendigere Untersuchungsmethoden, welche wohl auch Deinem Lehrer nicht zur Verfügung stehen.

Gruß
Uwe