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Pyromorphit-Mimetesit?

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Sebastian:
Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor:
Bei unklaren Bestimmungstand sollte nicht einfach der Name drangwschrieben werden den man gerade als Eingebung hat, sondern dann einfach die Gruppe oder auf die Verwachsungen hingewiesen werden. Dann steht da halt CoNiFe-Arsenide. Genauer geht es nicht ohne Mikroskopie oder größeren Geschützen.
Wenn der pyromorphit klar als solcher zu erkennen ist, dann sollte es auch so geschrieben werden, aber wenn es nicht so ist, schreibt doch Pyromorphit/Mimetisit.
Und hier geht es nicht um Korinthenkackerei, sondern wenn hier jeder sich das aussucht und irgendwas rät und in die Öffentlichkeit hinauspustet, können wir den Atlas zu machen, weil die Korrektheit einfach fehlt und die Daten entsprechend entwertet werden.
Es ist doch so einfach: schreibt das auf was ihr wisst und bestimmen könnt. Wenn ihr es nicht könnt (visuell nicht zu machen) dann lasst es und nehmt den übergeordneten Begriff. Warum denn Tanatalit schreiben wenn ihr gar nicht wisst ob das einer ist? Tantalit/Columbit ist doch ausreichend.
Wo da es zu Problemen kommt bei Sammlern weiß ich nicht.
Wissenschaftliche Grüße,
Sebastian

Günter Blaß:
Hallo Sebastian,

danke für Deinen Beitrag!
Du hast mir die Worte aus dem Mund genommen.
Noch etwas: Es gibt nicht ohne Grund eine Einteilung versch. Minerale in Supergruppen, Gruppen, Untergruppen, Serien und root name groups.
Diese lassen sich sehr gut zur Einordnung unbestimmter Minerale verwenden.

MfG u. Glück Auf
Günter Blaß

etalon:
Hallo zusammen,

auch ich stimme Sebastian zu 100% zu!

Wenn man den MA schon als Wiki-Enzyklopädie auslobt und betreibt, dann sollte wenigstens ein Mindestmaß an Qualitätssicherung vorhanden sein. Über deren Umfang kann man sicher diskutieren, aber für eine Bilderschau ausschließlich bestehend aus nicht überprüften oder gesicherten Informationen sind private Homepages besser geeignet als ein öffentliches Nachschlagewerk. In sofern wäre ein gewisses peer review durchaus angebracht und wünschenswert. Ob das allerdings zeitlich und personell machbar ist, sei mal dahin gestellt. Wenn dahin gehend aber jeder etwas in sich geht, und nur wirklich gesicherte Informationen angibt (wie z.B. von Sebastian vorgeschlagen), dann sollte hier eine wertvolle Datensammlung und ein umfangreich nutzbares Nachschlagewerk für jedermann vorliegen, sowohl für den Gelegenheitssammler oder beiläufig Interessierten, als auch für den Wissenschaftler...

Grüße Markus

Harzsammler:

--- Zitat von: etalon am 06 Oct 17, 12:42 ---... dann sollte wenigstens ein Mindestmaß an Qualitätssicherung vorhanden sein. Über deren Umfang kann man sicher diskutieren, aber für eine Bilderschau ausschließlich bestehend aus nicht überprüften oder gesicherten Informationen sind private Homepages besser geeignet als ein öffentliches Nachschlagewerk.
Grüße Markus

--- Ende Zitat ---
... Richtig!

Jedoch, sollte man nicht, bevor so weit ins Detail gegangen wird erst mal bei den "einfachen" Mineralien die Hausaufgaben machen?
Wenn ich z.B. die Bilder beim Mineral Hämatit durchblättere, dann sind dort einige Glasköpfe dabei, die ich aus dem Bauch raus als Goethit ansprechen würde,
weiterhin etliche Zuordnungen die sich mir nicht erschließen (evtl. hat hier der Autor unterm Bino irgendwo ein Hämatitblättchen entdeckt? und dann auch zum Hämatit zugeordnet?)
Und ab wie viel % Hämatit "darf" man z.B. einen durch Hämatit gefärbten Sandstein dem Mineral Hämatit zuordnen  8)

Wenn die Anforderungen für das Einstellen eines Bildes so hoch gesetzt werden, dann schlage ich eine fachkundige Komission vor, die sich erstmal alle neu eingestellten Bilder hinsichtlich Qualität, sicherer Bestimmung und Zuordnung anschaut bevor diese öffentlich gehen  ;D

Grüße,
Michael


Lynx:
Hallo zusammen,

Vielen Dank für Eure vielen Kommentare. Ich versuche jetzt mal eine Zusammenfassung.

Zur Grundsatzdiskussion:
Ich möchte die diskutierten Standpunkte in zwei Sätzen zusammenfassen, die beide jeweils eine valide Sicht auf das Thema "Bestimmungsischerheit im Atlas" bieten :

-Der Mineralienatlas hat als Wiki-Enzyklopädie einen Qualitätsanspruch (bezüglich der Korrektheit seines Angebots).
-Der Mineralienatlas möchte Sammlern in ihrem Hobby eine Heimat und ein Forum bieten.

Beide Aussagen haben ihre Gründe (siehe Eure Beiträge) und ihre Fürsprecher (siehe Eure Beiträge) und sind aus meiner Sicht komplementär und durchaus vereinbar:
Ohne Sammler wenig Inhalt, ohne Wissenschaft wenig Fundament.
Das gibt den Rahmen vor, in dem sich der Atlas mit Leben füllt. Damit ist die Grundsatzdiskussion abschließbar - und ich persönlich betrachte sie auch als abgeschlossen. (Die Grundsatzdiskussion ist auch nicht neu.)

Zu Lösungsvorschlägen:
Mir persönlich geht es mehr um das "wie", also um konkrete Lösungsvorschläage. Da gehe ich jetzt mal in Euren Beiträgen (auch im Thread Langit/Posnjakit) sammeln .


* Bei den Einträgen sollten verstärkt im Fall von Unsicherheiten die Serien-/Gruppenbezeichnungen etc. benutzt werden. Zum Teil auch mit bedacht - zum einen, um für eine Fundstelle auch explizit die Koexistenz von Zwischengliedern einer Serie zu dokumentieren. Zum zweiten, um dem Ortsunkundigen darauf hinzuweisen, dass hier vielleicht Unklarheiten bestehen. Zum dritten, um vielleicht etwas Ordnung hineinzubringen.

* Gegebenenfalls müssten solche Bezeichnungen als Hilfestellung noch gefunden werden. (Beipiel Langit-Wroewolfeit-Posnjakit)
* Auf den Seiten der Mineralienporträts wird auf Verwechslungsmöglichkeiten und Bestimmunghindernisse hingewiesen. Dazu genügt es, in bereits vorhandenen Feldern entsprechende Ergänzungen einzupflegen.
* Referenzbilder (wo vorhanden) von sicher bestimmten Mineralien werden beim Mineralienporträt dargestellt.


Ein paar Anmerkungen habe ich.
(zu 1) Es macht keinen Sinn, jedes nicht mit Bestimmungsdaten belegte Bild mit einem Fragezeichen bezüglich der Bestimmung zu versehen. Es macht keinen Sinn, jedes Bild im Sinne eines peer-review-Prozesse zu prüfen. Diese Funktion haben wir bereits mit "Bilder zur Diskussion stellen". Es macht auch keinen Sinn, für jedes Bild einen Beleg zu fordern. Es macht aber Sinn, die Serien-/Gruppennamen etc. mehr einzusetzen, um den Nutzern des Altas diese als korrekte Bezeichnungsmöglichkeit schmackhaft zu machen.

(zu 2) Pathologien gibt es. Und sie werden mehr. Vielleicht hilft uns ja manchmal etwas Kreativität? Wie gesagt suche ich eine Möglichkeit (nur als Beispiel) Posjakit/Langit/Wroewolfeit als einfache Bezeichnung im Atlas abzulegen.... ;-)

(zu 3) Das wäre wichtig und sinnvoll - aber nur, wenn es auch entsprechend kompetent umgesetzt wird... Und vielleicht wäre es auch wichtig, eben so eine Art "Handbuch der Verwechslungsmöglichkeiten und Bestimmungshemmnisse" zusammenzustellen?
Wer hilft mit?

(zu 4) Danke Lois, Du sprichst mir aus der Seele! Gerne wurde ich nicht nur "beste Bilder" sondern "richtige Bilder" als Referenz anschauen können.
Es wäre toll, wenn Analysen und Bilder analysierter Mineralien suchbar wären (vielleicht bin ich aber auch nur unfähig, die Suche zu bedienen...)
Ein Referenzbild: Im Idealfall ein aussagekräftiges tolles Bild zusammen mit Analysedaten und im besten Fall mit einer Beschreibung was zu sehen ist, wie vorgegangen wurde, wie die Fundsituation war, welche Paragenese vorliegt..... also im Idealfall ein Miniartikel - das wäre dann auch zitierbar....

und nochmal Lois:

--- Zitat von: loismin am 06 Oct 17, 06:46 ---Hallo Martin.

Nix für ungut, aber wenn du es genau wissen willst kannst du ja Material zur Verfügung stellen, es analysieren lassen und dann die Fotos einstellen .
Das wäre wirklich sinnvoll und bereichernd  für den Atlas.

--- Ende Zitat ---

Den Aufruf möchte ich an alle weitergeben: Wenn Ihr könnt bitte versucht Euch an solchen Referenzdaten. Das wäre wirklich sinnvoll und bereichernd für den Atlas.

Nebenbei: Das wäre vielleicht etwas, wo die Münchner Lithothek einen Beitrag leisten könnte - den  Gedanken nehm ich in unser nächstes Treffen mit....

Viele Grüße,
Martin

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