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Autor Thema: Grieseligkeit bei NIKON DLSR  (Gelesen 7603 mal)

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Offline Philip Blümner

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Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« am: 16 Oct 17, 21:50 »
Hallo,
auf der Suche nach einer neuen Kamera zur Mineralienfotografie habe ich mir gedacht, einfach die DLSR von der besseren Hälfte zu nehmen. Nach ein paar oder mehr Einstellungen und Versuchen wurde es so gut es geht. Hier die Eckdaten:

NIKON D1500 DLSR
Objektiv 18-55 mm
ISO 2500
WB Kunstlicht
Fokusmodus AF-A
Programm P
Abstand vom Objekt etwa 30-40 cm

Die Lichtfarbe gefällt mir noch nicht, außerdem sind die Bilder grieselig. Das Objektiv ist nicht das richtige, meint mein Mann. ICh kenne mich da nicht so aus. Was kann ich noch ändern, was brauche ich, was braucht ihr noch an Infos?

Würde mich sehr freuen, Hilfe zu erhalten, denn ich möchte endlich wieder Bilder machen!

LG Philip

Offline Philip Blümner

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #1 am: 16 Oct 17, 21:51 »
...

Offline Sebastian

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #2 am: 16 Oct 17, 21:56 »
Griesseligkeit kommt vom Rauschen. Das wird durch eine höhere Iso immer weiter verstärkt.
Also immer Iso auf die niedrigste Einstellung stellen. Dafür die Kamer stabil auf ein Stativ schrauben und dann über die Belichtungszeit
die Helligkeit einstellen.
Die Farbtemperatur kann man mit einem manuellen Weißabgelich anpassen. Wenn das noch nicht geht in RAW fotographieren und mit einem Klick mit der Software anpassen.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline guefz

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #3 am: 16 Oct 17, 22:14 »
Die Grieseligkeit würde ich auch dem hohen ISO-Wert zuschreiben. Ich würde da nicht über ISO 800 gehen, eher weniger. Ich selbst nehme meist ISO 200. Das Zoom-Objektiv ist vermutlich kein Meister der Lichtstärke, da sind Festbrennweiten meist deutlich besser, ebenso bei der Abstimmung der Linsen aufeinander. Da muss halt nur für eine Brennweite durchgerechnet und optimiert werden.

Wenn der Farbstich nicht durch die Kameraeinstellungen zu beheben ist, kann man das notfalls auch später bei der Bildbearbeitung machen -> Tonwertkorrektur.

Günter

Offline uwe

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #4 am: 16 Oct 17, 22:14 »
Lade Dir mal Neat Image v8 und GIMP-2.8 herunter. Beides ist freeware.

Neat Image v8 ist gut um ein Bild zu entrauschen. Englischsprachig und es sind auch einige Versuche notwendig, um die richtige Variante auszuwählen. Meist kommt es durch das Entrauschen zu einer geringen Unschärfe. Die kann mit ViewNX behoben werden.

Nach dem Schärfen mit ViewNX kann das Bild mit GIMP farblich entscheidend verbesser werden. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, z.B. einen Punkt als weiß oder einen anderen als schwarz zu definieren. Auch hier muß etwas probiert werden. Also, vom Bild eine Kopie ziehen und damit üben. Wenn Du's einmal geschafft hast, wirst Du auf die Programme nicht mehr verzichten.

Gruß
Uwe

Offline Schluchti

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #5 am: 16 Oct 17, 22:14 »
Sebastian hat das Wichtigste schon gesagt. Gegen das Rauschen hilft nur ISO runter. Ich würde auch immer eine feste Blende einstellen und dann über die Zeitautomatik die passende Belichtung dazu finden oder aber gleich die Belichtungszeit auch manuell einstellen. Gegen Verwackeln führt an einem Stativ kein Weg vorbei. Zudem würde ich auch noch die Spiegelvorauslösung aktivieren und mit Timer oder Fernbedienung die Aufnahmen machen, damit dort beim Auslösen nichts verwackelt.

Für eine richtig knackige Schärfe würde ich perspektivisch über eine Makro-Festbrennweite nachdenken, wobei das hier m.E. schon eine recht akzeptable Schärfe ist.

Hinsichtlich der Farbtemperatur kann man auch wenn man das Setup (Licht, Stufe) fertig hat, eine neutral graue Karte als Referenz für den manuellen Weissabgleich fotografieren und die Aufnahme als Referenz für den manuellen Weissabgleich nehmen. Das müsste eigentlich auch bei Nikon gehen.

Offline Philip Blümner

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #6 am: 18 Oct 17, 20:51 »
Vielen Dank für die Nachrichten. Stativ fliegt irgendwo herum. Da wird bei nächster Gelegenheit ausprobiert.
Ist das Objektiv das richtige? Werde mir noch mehr weiße Wände besorgen.

LG Philip

Offline Embarak

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #7 am: 18 Oct 17, 21:28 »
Hallo Philip,

Schluchti hat es sehr gut beschrieben.
Grundsätzlich ist bei Makro ein Festbrennweitenobjektiv einem Zoom-Objektiv vorzuziehen.
Das 18-55 ist ein gutes Einsteigerobjektiv für Alltagssituationen, aber eben auch kein Makroobjektiv.

Die Idee mit den weißen Wänden ist zwar nicht schlecht, nützt nur nichts, wenn die Beleuchtung nicht das richtige Licht bringt.
Ich würde mich erstmal von den angebotenen Kamera-Voreinstellungen lösen und einen manuellen Weißabgleich
unter den jeweils verwendeten Lichtverhältnissen machen,
entweder auf einer Graukarte (ebay, Amazon etc.) oder zum Ausprobieren mit einem weißen Blatt Papier (Druckerpapier?)

Norbert

P.S.:
Nikon 1500 oder 5100 ?
Und welches 18-55 genau? ( Es gibt wohl mindestens 4 Versionen.)
« Letzte Änderung: 18 Oct 17, 21:53 von Embarak »

Offline Fabian99

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #8 am: 19 Oct 17, 09:10 »
Hallo,

für den Weißabgleich kann man auch gut eine Visitenkarte nehmen. Die sind in der Regel weißer als Papier. Für den Untergrund ist A3 Druckerpapier natürlich i.O.

Stativ, ggf Spiegel-Vorauslösung und Fernbedienung helfen für die letzten Feinheiten.

LG

Offline Kluftknacker

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #9 am: 19 Oct 17, 10:47 »
Hallo,

Allgemeine Anmerkung:
ISO runter ist richtig, kann aber u.U. nach hinten losgehen, da sich durch die verlängerte Verschlusszeit der Sensor stark erwärmen kann - was dann auch wieder zu Rauschen führt. Das ist ganz besonders bei Langzeit-Untertagefotografien zu beachten. Da heißt es, den goldenen Mittelweg zu finden.
(Das betrifft i.A. nicht die Mineralienfotografie, aber ich denke, dass sollte man für andere Zwecke im Hinterkopf behalten)

Ga
Kluftknacker

Offline Micki

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #10 am: 19 Oct 17, 22:14 »
Hallo,

Was für eine Lichtquelle wird denn bislang eigentich verwendet? Ist die Farbtemperatur bekannt, dann kann man die z.B. in ViewNX, wenn man in RAW schiesst, verwenden. Besser ist aber auch hier die zusätzliche Verwendung einer Graukarte, die möglichst nicht von irgendwelchen farbigen Reflektionen z.B. von einem Kristall was abbekommen sollte. Wenn man selber versucht, im Bildbearbeitungsprogramm neutral zu filtern, dann bitte auf alle Fälle den Monitor vorher profilieren, sonst kann das nach hinten losgehen. Es ist auch  wichtig, gerade wenn man nicht RAW photographiert, in der Kamera einzustellen, dass das Farbprofil mit eingebunden wird. Als Farbprofile sollte man am besten AdobeRGB statt sRGB verwenden, da der Farbraum (also der Bereich der darstellbaren Farben) von AdobeRGB größer ist. Es sei denn, der weitere Workflow ist eh auf sRGB.

Zum Thema Lampe: Nicht jede Lampe eignet sich, selbst bei Verwendung einer Graukarte. Das liegt am Farbspektrum der Lampen.
Und wenn man einen Weissabgleich macht, dann mit einer richtigen Graukarte - die kosten auch nicht die Welt. Da weiss man dann auch, dass man keine Fehlmessungen aufgrund von optischen Aufhellern oder dergleichen hat.
Ich habe jetzt umgestellt auf einen kleinen Würfel und beleuchte mit zwei Tageslichtlampen. Die haben genug Licht, um das von Kluftknacker beschriebene Problem nicht einmal im Ansatz aufkommen zu lassen, und haben nicht viel gekostet (insgesamt unter 100€, 40€ für den Würfel und die Lampen mit Schirm und Stativ lagen bei ca. 50€). Man hat genug Licht, um nicht in die Randbereiche des Objektives zukommen. Die kleinste Blendezahl (also so weiteste Öffnung) sollte man ja meiden, das Gleiche gilt im Übrigen auch für das andere Ende der Blende.

Also bevor ich lange rumdoktern würde, würde ich mir ordentliche Tageslichtlampen besorgen. Photographie bedeutet immerhin mit Licht zeichnen und bei Studio-Photographie muss man sich nicht mit dem verfügbaren Licht zufrieden geben, sondern kann aufrüsten. Dann kann und sollte man auch ISO 200 nutzten.
Als weisse Wände, sofern die erweitert werden sollen, kann man übrigens sehr gut auch Styropor nehmen, das streut perfekt und wird übrigens auch in der Werbephotographie genau dafür auch genutzt.

Viele Grüße
Michaela

« Letzte Änderung: 19 Oct 17, 23:45 von Micki »

Offline Philip Blümner

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #11 am: 28 Oct 17, 19:27 »
Danke für die Antworten.

Das 18-55 ist ein gutes Einsteigerobjektiv für Alltagssituationen, aber eben auch kein Makroobjektiv.
Was wäre denn eines?

Nikon 1500 oder 5100 ?
Und welches 18-55 genau? ( Es gibt wohl mindestens 4 Versionen)

Nikon 5100 (hatte ich oben tatsächlich 1500 geschrieben  :-[)
das 18-55 Objektiv lautet folgendermaßen: Nikon AF-S NIKKOR 18-55 mm 1:3.5-5.6G

Was für eine Lichtquelle wird denn bislang eigentich verwendet? Ist die Farbtemperatur bekannt
Ich verwende eine Osram DULUX S 11W/827 G23. In der alten Kamera lief es unter Wolfram-Licht. Bei der DLSR erscheint sie je nach Winkel gelblich bis weiß. Nutze ich das Tageslicht, wird alles bläulich.
Die Röhre habe ich schon lange und sämtliche Bilder in der Medbib, die ich geschossen habe, waren mit derselben Lichtquelle.

Hatte leider noch keine Zeit, Versuche zu unternehmen.

LG Philip

Offline Sebastian

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #12 am: 28 Oct 17, 19:42 »
Das sicherste wäre in RAW zu fotografieren. Mit wenig bis kaum Aufwand kannst du den perfekten Weißabgleich
setzen, nachschärfen ohne Probleme und noch besser, Lichter kontrollieren und Helligkeit regulieren.
Nach 3 Bildern hast du es raus welcher Regler wofür steht und besseren Bildern steht nix mehr im Weg.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline Micki

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #13 am: 29 Oct 17, 21:53 »
Hallo,

ich habe mal gegooglet. Die Lampe scheint eine Farbtemperartur von 2700K (als deutlich wärmer als Tageslicht Wie D50 -5000K- oder D65 - 6500K) und einen Farbwiedergabeindex von 80 (was nicht wirklich gut ist) zu haben. Leider habe ich kein Spektrum selbst finden können. Ich habe aber zur Erläuterung mal die Beispielspektren verschiedener Lichtquellen aus dem Solf angehangen. Das zeigt ganz anschaulich wie wichtig es ist, eine Lichtquelle mit möglicht gleichmässigem, konstantem Spektrum  ohne irgendwelche  Banden zu haben, um die Farbe eines bestimmten Gegenstandes photographieren und später dann auf dem Bildschirm oder gar im Druck wiedergeben zu können.

Wenn also mit RAW - das sollte man hier bevorzugt nehmen, da stimme ich Sebastian zu - nicht neutral gefiltert werden kann, oder bei einige Mineralien die Farbe einfach nicht richtig gefiltert werden kann, würde ich bei der Lichtquelle ansetzen.

Hat allerdings nicht mit dem ursprüngichen beschriebenen Problem, Grieseligkeit oder auch Rauschen, zu tun. Hier hilft nur ausreichend Licht, um möglichst im nativen Iso-Bereich des Sensors zu arbeiten, das sind in der Regel die erwähnten 200ISO.

LG
Micki

Offline Philip Blümner

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Re: Grieseligkeit bei NIKON DLSR
« Antwort #14 am: 29 Oct 17, 22:02 »
Danke schon mal. Die Kamera hat standardmäßig JPG und NEF. RAW kann man auch einstellen. Welche Vorteile hat NEF eigentlich?

 

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