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Torfmineral, Moormineral Bad Feilnbach

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Fabian99:
Hallo,

der Kollege versucht sich gerade an einer DFT-Rechnung zu den Spektren. IR hatten wir schon mal was versucht - aber kaum Zeit die zu vergleichen.

Vielleicht kommt Montag mehr raus.

LG

Stefan:
Hallo,

ich möchte noch kurz einwerfen, dass die Probe von Joy und die damit verbundene Analyse aus dem selben Fund stammt. Irgendwie sind da die Peaks bis 470 völlig unterschiedlich.

Viele Grüße und Danke Joy
Stefan

guefz:
Vorsicht, Joy hat nur den unteren Wellenzahlen-Bereich gemessen, daher erscheinen die Banden stark überhöht. In meinem Spektrum erscheinen diese Banden im Verhältnis zu den intensiven Banden zwischen 2800 cm-1 und 3000 cm-1 sehr klein, sind aber auch vorhanden. Außerdem ist in Plot von Joy der Hintergrund entweder nicht oder mit einer anderen Formel abgezogen als bei meinem Spektrum. Die Intensitäten bei allen diesen Plots sagen nicht allzu viel aus, das Verhältnis der Intensitäten innerhalb eines Plots schon ein wenig mehr, aber auch das kann täuschen.

Ich habe die kleinen Buckel in meinem Plot mal mit Zahlen versehen, so dass man das gut vergleichen kann. Die Unterschiede zu Joys Messung liegen im Bereich der Messgenauigkeit.

guefz:
Außerdem hatte ich bei der Messung fram-0179 versucht den Block zwischen 2800 cm-1 und 3000 cm-1 mittels Peakfitting zu zerlegen. Den großen Peak in der Mitte könnte man evtl. noch durch zwei eng beieinander liegende kleinere Peaks ersetzen. Die Peakliste ist wie folgt:

--- Code: ---# PeakType Center Height Area FWHM parameters...
%_1  PseudoVoigt 2930.95 12623.7 601278 42.7145 12623.7 2930.95 21.3573 0.1
%_2  PseudoVoigt 2871.66 5118.94 98328.7 17.2261 5118.94 2871.66 8.61303 0.1
%_4  PseudoVoigt 2965.98 1385.62 18832.8 12.1887 1385.62 2965.98 6.09435 0.1
%_5  PseudoVoigt 2977.48 2820.89 88549.9 28.1506 2820.89 2977.48 14.0753 0.1
%_6  PseudoVoigt 2892.62 3125.32 48165.3 13.8206 3125.32 2892.62 6.9103 0.1
%_7  PseudoVoigt 2955.33 3591.27 62042.7 15.4928 3591.27 2955.33 7.74638 0.1
%_8  PseudoVoigt 2902.53 4314.39 95245.3 19.7975 4314.39 2902.53 9.89874 0.1
%_9  PseudoVoigt 2883.74 2879.7 38982 12.1396 2879.7 2883.74 6.06979 0.1
%_10  PseudoVoigt 2857.01 3800.46 146813 34.643 3800.46 2857.01 17.3215 0.1
%_11  PseudoVoigt 2826.17 514.14 14416.7 25.1462 514.14 2826.17 12.5731 0.1
%_14  PseudoVoigt 2991.96 3027.77 193807 57.4028 3027.77 2991.96 -28.7014 0.1
%_15  PseudoVoigt 3054.67 553.791 19705.4 31.9099 553.791 3054.67 15.9549 0.1
--- Ende Code ---

Axinit:
Servus,

um Missverstaendnisse zu vermeiden, habe ich mich ausschliesslich auf die von Guenter zur Verfuegung gestellten Daten bezogen.

Der Grund ist hierfuer ist einfach: der fuer die Spektreninterpretation/Strukturaufklaerung (in der Chemie) wichtige Bereich liegt einfach bei hoeheren Wellenzahlen ! Die Signale unterhalb von 1400 cm -1 sind oft nur sehr schwer eindeutig zuzuordnen und daher diagnostisch meist nicht sehr hilfreich. Natuerlich gibt es auch hier - wie fast immer - Ausnahmen.

Im vorliegenden Fall sind m. E. die relevanten Informationen zwischen 1500 und 3100 cm-1 zu finden.

Ich habe noch einiges an Literatur gefunden - wie meist, wenn man etwas tiefer graebt, wird es sehr schnell sehr kompliziert.

Das Grundgeruest aus drei sechsgliedrigen Ringen macht eine grosse Zahl an sehr aehnlichen Verbindungen (z. B. durch Verlust von Wasserstoffatomen und daraus resultierenden Doppelbindungen) moeglich.

Die Arbeit die hinter der Aufnahme der Spektren steckt, hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Das Signal (um 3000 cm-1), das durch die diversen C-H Streckschwingungen verursacht wird, kommt natuerlich durch Ueberlagerung der einzelnen Beitraege zustande - die von Guenter durchgefuehrte Dekonvolution zeigt dies deutlich.

BG

Harald

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