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Geschiebe zuordnen - Frage an die Geschiebeexperten

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Harzsammler:
Danke schon mal an alle!

Den Porphyr kann ich jetzt zuordnen, ebenso den Granatamphibolit und den Gneis.

Was mir noch fehlt sind die Stücke von den Bildern 3 und 4.
Könnte das ein Granit sein?
Ich tue mich jedoch schwer da Quarz zu erkennen - was nicht heißen soll dass keiner vorhanden ist.

Sprotte:
Hier nun meine Bestimmung – nur anhand von Bildern aber mit Vorsicht zu genießen:

Bild 2/2.1: Gneis, zusätzlich stark metasomatisch überprägt – der Plagioklas wurde dabei durch Epidot (grün) ersetzt

Bild 3/3.1: Monzonit, porphyrisch, stark alteriert – der Plagioklas wurde dabei teils in Chlorid (grün) umgewandelt

Bild 4/4.1: Syenit, porphyrisch, metasomatisch überprägt (Epidot)

Bild 5/5.1: ein Metamorphit mit schönem Granat, mindestens Amphibolit-Fazies – zur genaueren Einschätzung wäre ein Bild ohne Schliff hilfreich

Bild 6: ein Rhyolith aus Småland (Schweden) – Leitgeschiebe (die blauen Quarze sind charakteristisch)

Viele Grüße
Sprotte

Harzsammler:
Super, Danke!

Sich mit "Strandsteinen" zu befassen ist echt interessant - könnte man glatt ein eigenes Sammelgebiet aufmachen...

Grüße,
Michael

Sprotte:

--- Zitat von: Harzsammler am 07 Nov 17, 13:28 ---Den Porphyr kann ich jetzt zuordnen, ebenso den Granatamphibolit und den Gneis.
Was mir noch fehlt sind die Stücke von den Bildern 3 und 4.
Könnte das ein Granit sein?
Ich tue mich jedoch schwer da Quarz zu erkennen - was nicht heißen soll dass keiner vorhanden ist.

--- Ende Zitat ---

Wie ich bereits geschrieben habe, Monzonit und Syenit. Granit muss mindestens 20 % Quarz enthalten und den würde man - auch nur anhand von Bildern - dann sicher erkennen.

Bei der Bestimmung als Granatamphibolit wäre ich erst einmal vorsichtig. Du sprichst davon, dass der Stein seidig glänzt und nicht, dass er im Sonnenlicht glitzert (aufgrund der vielen Spaltflächen der Amphibiol-Kristalle).

Viele Grüße
Sprotte

felsenmammut:
Glück Auf!

2 Gneis, wie bereits geschrieben, hat der Gneis eine Umwandlung gesehen (Propylitisierung, Sausuritisierung?). Derartige Gneise scheinen weiter verbreitet zu sein in Skandinavien.

3, 4 beides Granite, die aber auch eine Umwandlung gesehen haben (Propylitisierung, Sausuritisierung?). Der Quarzanteil kann bei farbintensiven Feldspäten leicht unterschätzt werden, insbesondere wenn die Quarze recht klar und vergleichsweise kleinkörnig und gut verteilt sind.  Derartige Granite scheinen aber recht weit verbreitet zu sein in Skandinavien.

5 Bei Granatamphibolit würde ich mehr Grün im Gesamtfarbeindruck erwarten. Aber etwas besseres fällt mir so per Ferndiagnose auch nicht ein. Wie verhielt es sich beim Sägen, Schleifen und Polieren? Härte?

6 Paskallavik-Porphyr erscheint hier sehr wahrscheinlich

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

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