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Autor Thema: Bestimmungshilfe für Erzbrocken  (Gelesen 3251 mal)

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Offline waldi

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Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« am: 18 Dec 17, 19:09 »
Hallo
Dieses Erzstück stammt aus einer älteren Sammlung. Habt Ihr eine Ahnung was das sein könnte?
Ich vermute das Stück stammt von einem Schmelzvorgang.
Größe 8x8x5cm und 1160g schwer; Strich unscheinbar hellgrau; Härte 4,5-5; Dichte 7; nicht magnetisch.
Mfg waldi

Offline Gerdchen

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #1 am: 18 Dec 17, 19:19 »
Hallo,

dürfte Eisenschlacke mit Fayalit sein.

Gruß
Gerdchen

Offline Kupperdroll

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #2 am: 18 Dec 17, 19:24 »
Hallo,

Ja,das ist eine Schlacke und könnte aus der Eisenverhüttung sein.Fayalit möglich !


MfG

Offline smoeller

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #3 am: 18 Dec 17, 22:21 »
Hallo,

Angesichts der nadeligen Form der xx könnte es auch Pyroxen sein. Es gibt neben Schlacken mit vorwiegend Fayalit, Magnetit und Wüstit auch solche, die überwiegend aus Pyroxen oder Gehlenit bestehen. Dabei spielt das verwendete Ausgangsmaterial (Erz, Zuschläge) ebenso eine Rolle wie die Temperatur und das Verfahren. Wenn man es genau wissen will, kann man ist bei solchen Stücken eine Röntgenanalyse (XRD) machen. Ist wesentlich kostengünstiger als etwa professionell erstellte Dünnschliffe.

Glück Auf!
Sebastian

Offline guefz

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #4 am: 18 Dec 17, 22:28 »
Für eine erste grobe Zuordnung sollte auch Raman-Spektroskopie reichen. Pyroxen von Fayalit/Forsterit und Gehlenit/Akermanit zu unterscheiden, ist damit problemlos möglich. Nur die Details wird man meist nicht zuordnen können.

Günter

Offline waldi

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #5 am: 19 Dec 17, 11:06 »
Hallo! Erstmal Danke für Eure Anworten.
Ich dachte immer Eisenschlacke wäre ein Abfallprodukt aus dem Hochofen mit wenig Eisen (Metall) Anteil!
Dieses Stück ist aber ziemlich schwer, durch die gemessene Dichte von knapp 8. Auch ist es nicht magnetisch, keine Reaktion auf Magnet. Die nadeligen Kristalle bestehen aus denselben silbrigen Erz, ( Pyroxen??). 
MFG waldi

Offline uwe

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #6 am: 20 Dec 17, 10:52 »
Natürlich denkt man bei einem Stück mit relativ runden Hohlräumen zuerst an Schlacke. Bei dem Stück sollte man allerdings nicht sofort an Schlacke denken. Für mich sieht das derbe Grundmaterial sowie die Kristalle in den Hohlräumen sehr nach einen Antimonerz aus.

Übrigens, Antimonit ist in Kalilauge löslich und ergibt teilweise einen gelben Niederschlag.

Gruß
Uwe
« Letzte Änderung: 20 Dec 17, 10:59 von uwe »

Offline waldi

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #7 am: 22 Dec 17, 14:01 »
Hallo Uwe.
Danke für Deine Meinung und den Tipp! :)
waldi

Offline Alcest

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #8 am: 22 Dec 17, 15:11 »
Welches Antimonerz kommt auf die Härte 5? Eine abgefahrene feste Masse aus Cosalit mit der Dichte 7 wird es garantiert auch nicht sein (passt ja auch die Härte nicht).

Offline uwe

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #9 am: 22 Dec 17, 21:59 »
Mit der Härtebestimmung bei einem so komplexen Stück ist das so eine Sache. Da können durchaus Zonen mit sehr unterschiedlicher Ritzhärte vorkommen. Ich hatte schon Stücke (Stbr. Venusberg) bei denen Antimonit oder Berthierit stark mit Quarz durchsetzt war. Da kommt dann schon mal 'ne höhere Härte vor.

Aber wenn man so ein Stück nicht selbst in der Hand hat kann man ohnehin nichts genaues sagen.

Gruß
Uwe

Offline Alcest

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #10 am: 22 Dec 17, 22:27 »
Verkieselt (wie oft auftretend) wäre aber eine Härte von ~7. Eine Härte von um 5 passt nicht für die Antimonerze und auch nicht wirklich für verteilte Gangart.

Ich schließe mich hier der Schlackenfraktion an. Vom gesamten Aufbau und der Farbe her würde ich hier kein natürliches Sb-Erz sehen.

Zur Ergänzung: du hast nicht gesagt, dass das Stück verkieselt ist und ich habe schon verstanden, dass du meintest, wie Härten prinzipiell verfälscht werden könnten.
« Letzte Änderung: 22 Dec 17, 23:05 von Alcest »

Offline waldi

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #11 am: 22 Dec 17, 22:40 »
Hallo
Mache noch mal eine "genauere Härteprüfung", (mit meinen laienhaften Mitteln).
Danke waldi

Offline raritätenjäger

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Re: Bestimmungshilfe für Erzbrocken
« Antwort #12 am: 23 Dec 17, 08:41 »
Hallo,

Auch ich würde das für ein Hüttenprodukt halten. Die xx besitzen keinerlei Streifung, kein x ist gebogen, das ist für einen Spießglanz immerhin ungewöhnlich.

Gruß
Andreas

 

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