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Mineralsuchende Schwarzbefahrer

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Kluftknacker:

--- Zitat von: guefz am 13 Nov 17, 20:20 ---Es gibt aber auch Sammler, die sich lieber selber die Hände dreckig machen wollen, um zu einer Sammlung zu kommen.
--- Ende Zitat ---

Die Hände machen wir uns ja alle dreckig, nimmt man die reinen Börsenkäufer einmal aus. Die Frage ist, was man zum Aufbau einer Sammlung bereit ist zu tun, oder was man läßt. Bei echten Schwarzbefahrungen mit den typischen "Begleiterscheinungen" steht nur eines im Fokus: Die nackte Habgier!

guefz:

--- Zitat von: Kluftknacker am 13 Nov 17, 21:27 ---Bei echten Schwarzbefahrungen mit den typischen "Begleiterscheinungen" steht nur eines im Fokus: Die nackte Habgier!

--- Ende Zitat ---

Diese Fälle gibt es ohne Zweifel, aber sind nur das "echte Schwarzbefahrungen"? Alle, die keine "typischen Begleiterscheinungen" produzieren sind sind keine Schwarzbefahrungen? Die nackte Habgier sieht man auch immer mal wieder an übertägigen Fundstellen, aber sind das die einzigen Sammler? Sollte man deswegen das Sammeln grundsätzlich verbieten?

Steinmetz:
Wer aktiv Mineralien, Gesteine und Fossilien sammelt macht sich nun mal die Hände schmutzig und geht auch irgendwie immer ein gewisses Risiko ein. Nur durch Fleiß wird man hin und wieder mit einem schönen Fund belohnt. Ein (Geld-)Börsen-Sammler kann die Leidenschaft echter Sammler wohl nicht nachvollziehen. Aber soll doch jeder seine Sammlung aufbauen wie er es möchte, aber sich dabei im klaren sein; dass fast alle Mineralien die auf Börsen und in den Sammlungen zu finden sind fast immer unter den verschiedensten Risiken gefunden und geborgen wurden.
Mann sollte sich aber immer die Frage stellen ob es wert ist seinen letzten Fund im Rollstuhl zu betrachten, oder schlimmer....... :-[.
Und Habgier war noch nie ein Freund der Sicherheit ;).

In diesem Sinne Euch allen weiterhin ordentliche Funde; OHNE Neid !

Lynx:
Hallo zusammen

Die Debatte läuft auf das alte Dilemma hinaus, dass Freiheit und Sicherheit widersprüchliche, aber komplementäre Güter sind. Und wenn wir uns weltweit umschauen, dann gibt es genug Beispiele dieses Dilemmas mit genug widerdprüchlichen Lösungsansätzen.

Welches Risiko ist beim Autofahren vertretbar?

Welche Reise kann man noch sicher unternehmen? Für manche mag mittlerweile bereits eine Reise in die USA ein nicht hinzunehmendes Risiko bedeuten oder eine Reise in die Türkei. Zum Teil, weil echte Risiken im Raum stehen, die für andere wiederum real keine Bedeutung haben. (Da mag auch schon der falsche Name genügen).

Welches Riskio geht man bei seiner Berufswahl ein? Gründe ich meine eigene Firma - und riskiere vielleicht die Zukunft meiner Familie? Und trage etwas zur gesellschaftlichen Fortentwicklung bei? Und zu meiner persönlichen Freiheit?

Wähle ich eine Chemotherapie anstelle eines operativen Eingriffs? Und vielleicht dabei eine noch in Forschung stehende Variante?

Im Grund ist das ein klassisches philosophisches Thema: Sicherheit gegen Freiheit! Und das schlimme daran ist_ wir wissen darum und egal welchen Weg wir gehen, wird es zumindest teilweise falsch sein. Nix neues.

Und ehrlich - um über das Thema "Wieviel Freiheit gebe ich für wieviel Sicherheit?" nachzudenken gibt es im momentanen Weltgeschehen brennendere Krisen.

Nix für ungut
Martin









Alcest:
Es gibt im Weltgeschehen auch wichtigere Dinge als Mineralien zu sammeln...

Manche Risiken lassen sich nicht vermeiden. Ich stelle mir die Frage: welche Risiken sind unabdingbar und welche müssen nicht sein? Ich bin der Ansicht, dass Schwarzbefahrungen oder TNT-Einsätze im Hochgebirge für Kluftfreilegungen nicht sein müssen. Wenn andere das für nötig halten, sollen sie es halt tun. Gut finden muss ich das deshalb noch lange nicht.

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