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Autor Thema: Bestimmung eines aussergewönlichen Fundes  (Gelesen 2148 mal)

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Offline Brodi69

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Bestimmung eines aussergewönlichen Fundes
« am: 23 Nov 17, 16:35 »
Liebe Alle

Diesen Sommer habe ich im Val Blenio, Tessin, im Amphibolit mehrere kleine Klüfte ausgebeutet. Üblicherweise findet sich in diesen Klüften Pennin, Quarz, Prenhit, selten Rutil und Calcit. Zuhause habe ich unter dem Humus nunmehr ein mir unbekanntes Mineral entdeckt (vgl. Fotos, Plexiglaswürfel hat 20 mm). Da ich nicht weiss was es ist, habe ich die Stufe auch noch nicht fertig gereinigt. Zuerst dachte ich an Aragonit, kann es aber nicht sein da es in Säure nicht aufschäumt. Strontianit habe ich ausgeschlossen, weil das Mineral glasklar und durchsichtig ist. Coelestin? Das aufsitzende romboedrische Mineral könnte Baryt sein? Das wäre aber eine sehr ungewöhnliche Paragenese im Amphibolit …. Skolecit wäre auch noch eine Möglichkeit, soll aber stark säurelöslich sein. Ich hab ein kleines Bruchstück mit der Pinzette heraus gepickt und unterm Mikroskop in 35% Salzsäure gelegt: Das Mineral ist glasklar durchsichtig, löst sich nur sehr langsam ohne Gasbildung in konzentrierter HCl auf.

Habt ihr eine Idee, was es sein könnte?

Grüessli
Christian

Offline Axinit

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Re: Bestimmung eines aussergewöhnlichen Fundes
« Antwort #1 am: 23 Nov 17, 18:35 »
Servus Christian,

sieht interessant aus - alles weitere per PM.

LG Harald

« Letzte Änderung: 23 Nov 17, 19:46 von Axinit »

Offline felsenmammut

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Re: Bestimmung eines aussergewönlichen Fundes
« Antwort #2 am: 23 Nov 17, 20:40 »
Glück Auf!

Ich würde aufgrund der andeutungsweise erkennbaren Kristallform auf den Bildern einfach mal Laumontit in den Ring werfen. In den erzgebirgischen Amphiboliten kommt Laumontit vor.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline guefz

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Re: Bestimmung eines aussergewönlichen Fundes
« Antwort #3 am: 23 Nov 17, 23:01 »
Ich denke da eher an Faserzeolith, also Natrolith-Mesolith-Skolezit.

Günter

 

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