Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Alabaster (Gips), Marokko
harzgeist:
Hallo Christian
Es fällt mir schwer, deinem Statement zu folgen, gebe aber zu, dass es extrem aride Gebiete mit vorherrschender Winderosion, wie z.B. die Atacama-Wüste geben kann, wo Anhydrit oberflächlich exponiert ist.
In meiner Region gibt es große Anhydritvorkommen, die auch im Abbau stehen/standen. Diese sind jedoch ALLE mit einer Gipskuppel bedeckt.
Wie man am Beispiel von Staufen sieht, wird Anhydrit extrem schnell (geologisch gesehen praktisch augenblicklich) in Gips umgewandelt, wenn Wasser zugegen ist. Kannst du ein Beispiel nennen, welche Anhydritvorkommen in Erosionszonen du meinst?
Zur konkreten Stufe. Zum einen sind zweifelsfrei gut ausgebildete Gipskristalle zu erkennen, deren Bildung Wasser voraussetzt und zum anderen glaube ich auch randliche Lösungserscheinungen zu erkennen, was wiederum Wasser erfordert. Ich kann mir darum nicht vorstellen, dass die Kugeln aus unveränderten Anhydrit-Relikten NEBEN Gipskristallen bestehen. Sehr wohl dagegen aus dichtem Gips (Alabaster).
Anhydrit ist mit einer Härte von 3-3,5 angegeben. Damit ist er etwa so hart wie Calcit und mit dem Fingernagel nicht ritzbar. Allerdings kann er eine weichere Rinde (aus Gips) besitzen.
Thomas
Brodi69:
Lieber Thomas
Ja deine Argumente sind gut. Ich hatte solche Steine in den hiesigen Steibrüchen als Kind gesammelt und poliert. Der Unterschied zwischen Anhydrit und Gips insbesondere die randliche Umwandlung von rosa Anhydrit in grauen Gips war jeweils sehr deutlich erkennbar. Nun, ich wollte bei der Bestimmung helfen, da die Steine zu 100 % denen gleichen, die ich als Kind gesammelt habe. Auch war ich mehrere Jahre in den Alabastergebieten Spaniens unterwegs, wo mir keine solchen untergekommen sind. Nun, ich kann damit nicht mit Sicherheit ab einem Foto den Stein als Anhydrit bestimmen. Dies sind meine Argumente, deine sind mehr wissenschaftlich, aber die absolute Sicherheit können wir wohl beide nicht bieten. Wie bereits angedeutet, mir ist es egal ob ich recht habe oder nicht mit meinem Wiedererkennen. Es würde mich hingegen freuen, wenn unserem Kollegen die sichere Bestimmung gelingt.
Grüessli
Christian
Brodi69:
P.S. ich beziehe mich v.a. auf das erste Foto mit dem rundlichen Stein
IntronX:
Hallo an alle,
ich danke Euch allen für die Mithilfe! Mir hat jeder Beitrag geholfen mein Wissen zu erweitern. Bis heute tappte ich ja mehr oder weniger im Dunkeln. Es scheint optisch schwer zu sein, beide Minerale von einander zu unterscheiden. Insofern hat jeder sein Möglichstes gegeben! Freundlicher Weise wurde mir eine sprektroskopische Analyse angeboten. In Kürze sollte also ein konkretes Ergebnis zu der Stufe vorliegen. :)
Nachtragend werde ich dann berichten.
Beste Grüße und Glück auf!
Lars
Harzsammler:
--- Zitat von: Brodi69 am 18 Jan 18, 23:21 ---P.S. ich beziehe mich v.a. auf das erste Foto mit dem rundlichen Stein
--- Ende Zitat ---
Das erste Foto ist von mir im Lexikon eingepflegt worden, der TE hat es als Beispiel verlinkt.
Hier noch ein Beispiel:
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