http://www.titanwerkzeug.athttp://www.granatium.athttp://www.haufwerk.com/hw

Autor Thema: Estwing Werkzeuge  (Gelesen 11872 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline sigillaria

  • Junior
  • *
  • Beiträge: 35
Estwing Werkzeuge
« am: 25 Mai 05, 11:00 »
Rezension Estwing-Werkzeuge

Im Laufe der Jahre hat sich bei mir eine ganze Kollektion an Estwing-Werkzeugen angesammelt. Die Erfahrungen damit möchte ich hier zur Verfügung stellen, vielleicht kann man anderen Sammlern damit eine Entscheidung für oder gegen den Kauf der sündhaft teuren Stücke erleichtern.

Um Verlust der Werkzeuge im Gelände zu verhindern, habe ich sie mit rotem Klebeband umwickelt. Demnächst werde ich die Werkzeuge mit einem grellfarbenen Markierungsspray behandeln, dann sieht man sie noch besser.

Schärfen lassen sich die Werkzeuge mit einer Diamantfeile, allerdings sollte man nicht zu lange warten, sonst wird es sehr mühsam und langwierig. Mit Elektrowerkzeugen sollte man nicht schärfen, durch die Erwärmung dabei kann die Härtung der Werkzeuge rückgängig gemacht werden. Diese wiederherzustellen, erfordert entsprechendes Know How und Werkzeug, beides habe ich nicht.

Beim Einsatz sollte man auf jeden Fall Handschuhe und Schutzbrille tragen.


Geologenpickhammer 625 g, Ledergriff

Den Hammer besitze ich seit weit mehr als 20 Jahren und habe ihn oft benutzt. Er liegt als ständiger Begleiter immer neben dem Fahrersitz im Auto. Der eigentliche Hammer ist unverwüstlich, mit dem Ledergriff bekam ich nach ca. 15 Jahren Probleme, die Lederumwicklung lockerte und löste sich, die obersten Lagen sind abgefallen. Ich habe sie durch Klebeband ersetzt. Offenbar bekommt dem Leder Nässe nicht. Ich habe den Griff inzwischen mit 4 Tuben Sekundenkleber stabilisiert und erwäge, einen Schrumpfschlauch darüberzuziehen. Den braunen Ledergriff sieht man im Gelände schlecht, musste das teure Teil mehrfach suchen, nachdem ich es irgendwo ins Geröll gelegt hatte. Eine farbige Markierung des Hammers ist sehr zu empfehlen. Die Spitze ist inzwischen schon ziemlich rundgenudelt, für die Diamantfeile ist das zuviel.

Insgesamt ein äußerst robustes Werkzeug, die Ausführung mit Vinylgriff ist sicher die bessere Wahl. Man sollte die Spitze regelmäßig frühzeitig nachschärfen


Fäustel 980 gr

Ebenfalls ein sehr robustes Werkzeug, praktisch unkaputtbar. Der Hammer ist zwar  kompakt, aber leider schlecht ausbalanciert. Ebenfalls wenig gelungen finde ich die durch Abschleifen verkleinerte, runde Schlagfläche, man trifft halt leichter daneben. Der Griff ist ausgezeichnet und hat eine sehr gute Dämpfung.

Eine bessere und preisgünstigere Alternative, die allerdings gut 300 gr. schwerer ist, gibt es von der Firma LUX (erhältlich in OBI Baumärkten). Der Ganzstahlfäustel von LUX zum Preis von 29 € ist deutlich besser ausbalanciert und die Schlagflächen sind vergrößert statt verkleinert. Der Griff ist gleichwertig. Ich verwende den Estwing Fäustel nur noch, wenn ich das Werkzeug weit schleppen muss. Zum Arbeiten ist der ansonsten ähnlich gebaute und gleich robuste LUX-Fäustel besser. Von LUX gibt es in der gleichen Serie einen Maurerhammer, der sicher eine preisgünstige gleichwertige Alternative zu dem Schürfhammer von Estwing ist.




Fäustel 1800 gr, langer Griff

Den Fäustel habe ich erst wenige Male eingesetzt, dennoch ein paar Hinweise. Der kompakte Hammer kann in vielen Fällen einen Vorschlaghammer ersetzen, lässt sich aber deutlich besser transportieren. Im Gegensatz zum Vorschlaghammer verschwindet er komplett im Rucksack, dann wundert sich der Förster nicht so.

Ich vermute, dass der Ganzstahlstiel, der nicht dicker ist als der der kleineren Fäustel, bei hartem Einsatz eine Schwachstelle sein könnte. Durch die Länge des Stiels treten erhebliche Belastungen bei kräftigem Zuschlagen auf. Es wurde anscheinend der gleiche Griff wie bei den anderen Hämmern verwendet und unter Erwärmung länger gezogen. Der Griff ist dadurch ca. 4 mm dünner als bei dem normalen Fäustel. Das stört selbst mich, obwohl ich kleine Hände habe, die ich auf der kurzen Grifflänge auch nur knapp beide auf dem Griff unterbringen kann. Einhändig ist das Ding für mich schmächtiges Kerlchen (172 cm) ohne Superbizeps nur schwer einzusetzen. Bei Menschen mit Gorillaschaufeln an den Händen mag das anders sein, denen ist der Griff dann aber sicher zu dünn. Die Prellwirkung beim Zuschlagen ist deutlich geringer als bei meinem Vorschlaghammer mit Kunststoffstiel.


Geologenschürfhammer

Wer sich diesen Hammer kaufen möchte, sollte sich den Ganzstahlmaurerhammer der Firma LUX für 29,00 € mal ansehen. Gibt’s in OBI-Märkten. Halte ich für annähernd gleichwertig.


Strahlstock

Die Idee ist einfach genial, man hat bei wenig Gewicht Spitz- und Flachmeißel sowie eine kleine Brechtange. Leider zeigt das Werkzeug bei ruppigen Einsätzen deutliche Schwächen. Das Material ist weicher als etwa bei den Meißeln, mein Exemplar war bereits nach dem ersten Einsatz an dem spitzen Teil deutlich stumpf und verbogen sowie unterhalb der Schlagfläche verzogen. Man muss häufig nachschleifen. Konsequentes Hebeln führt zu Verbiegungen. Eine Hebelverlängerung mit einem Alurohr ist definitiv zuviel. Eine bessere Härtung der Meißelenden sowie mehr Material am Schaft wären besser gewesen.

Trotz der Nachteile verwende ich den Strahlstock häufig und gerne.

Für einen Hinweis auf den Hersteller einer robustern Version wäre ich dankbar.


Spitzmeißel

Mein Standardmeißel, den ich oft verwende. Die Spitze des Meißels ist in einem stumpferen Winkel geschliffen, als bei den üblichen Meißeln. Der Meißel entfaltet daher sehr rasch eine gute seitliche Sprengwirkung, das macht ihn vor allem für harte Gesteine geeignet. Wenn man z. B. bei weicherem Gestein eine größere Eindringtiefe wünscht, ist ein konventioneller Spitzmeißel besser. Die Härtung der Spitze ist ausgezeichnet und von beeindruckender Standfestigkeit. Das Material am oberen Ende ist jedoch nach meiner Meinung etwas zu weich, hier gibt es rasch pilzförmige Deformationen.

Leider wird kein passender Handschutz von Estwing angeboten. Man kann jedoch den Universal Meißelschutz der Firma Wolfcraft verwenden. Gibt es für 4,06 €  bei der Baumarktkette "Bauhaus". Das Produkt ist in vielen Filialen nicht vorrätig, kann aber bestellt werden. Montage wie folgt: Zuerst von dem Estwingmeißel den Kunststoffüberzug mit einem scharfen Messer abschälen, der Meißel ist sonst zu dick. Für den verbreiterten Kopf des Meißels muss man die "Ecken" im oberen Ende des Meißelkanals mit einem Messer oder heißem Nagel entfernen. Den Meißelschutz dann locker in einen Schraubstock einspannen oder in ein geeignete Rohrstück einlegen und den Meißel mit kräftigen Hammerschlägern hineintreiben.


Flachmeißel 12 mm

Dieser etwas längere, schlanke Meißel ist für leichtere Meißelarbeiten und leichteres Hebeln gut geeignet. Die Härtung der Spitze ist ausgezeichnet. Der Meißelhandschutz von Wisent (s. Spitzmeißel) lässt sich ohne Modifikationen anbringen.


Flachmeißel 32 mm

Habe ich noch nicht sehr oft benutzt, da ich recht selten in plattigen Gesteinen sammele. Die Schneide zeigte bisher keine Schwächen, die Härtung ist wahrscheinlich ähnlich gut, wie bei den anderen Meißeln. Der Handschutz von Wisent (s. Spitzmeißel) lässt sich wie folgt anbringen: Kunststoffüberzug von den beiden schmalen Seiten des Meißels mit einem scharfen Messer abschälen. Meißelkanal wie beim Spitzmeißel angegeben oben erweitern. Handschutz seitlich mit scharfem Messer aufschneiden, Meißel in aufgebogenen Handschutz würgen. Anschließend oben und unten mit Draht zusammenrödeln,  Draht mit Klebeband umwickeln, um Verletzungen zu vermeiden. Ich habe, um etwas mehr Bewegungsfreiheit beim Meißeln zu haben, den Handschutz später etwas verkürzt.


Offline Galenit

  • Guru
  • *****
  • Beiträge: 735
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #1 am: 25 Mai 05, 12:23 »
Den 980 gr. Geologenhammer von Estwing hast du vergessen, den mit dem extralangen Griff. Das ist nach meinem erachten der Beste den es gibt. Gute dämpfung des Venylgriffs, gute auswichtung, und man hat nen ordentlichen schlag. Trotzdem ist er leicht genug ihn überall mit hin zu nehmen,

Was Fäustel und Meißel angeht, nehme ich immer die billigen von OBI oder Praktiker. Ist bei mir verschleißware und ich habe festgestellt, Estwing Meißel leben bie mir auch nciht viel länger als andere. Und die billigen Fäustel, 1 oder 2kg sind ideal um mit Meißel zu arbeiten.

Der Maurerhammer in guß, den du beschrieben hast, schein nciht so das Wahre zu sein. Ich habe mir sagne lassen, das er bei "direktem Kontakt" mit einem guten Granit o.ä. schnell nachgibt ...


Offline sigillaria

  • Junior
  • *
  • Beiträge: 35
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #2 am: 25 Mai 05, 13:26 »
Hallo Galenit,

danke für die Ergänzungen. Den Geologenhammer mit dem langen Griff kriege ich noch zum Geburtstag im Juni, Erfahrungen kann ich damit also noch nicht haben. Freue mich aber schon auf das Teil.

Mit den billigen Fäusteln und Meißeln, das seh ich ein bißchen anders. Mir ist in Südfrankreich nach mehr als 3 Stunden Latscherei durchs Gestrüpp bei großer Hitze von so einem Baumarktteil der Holzstiel gebrochen, ich hab ziemlich laut Sch... geschrien. Passiert ist mir zum Glück nichts. Konnte dann nach 2 Tagen den Latsch mit neuem Hammer nochmal machen. Bei Holzschäften hat man zusätzlich das Problem, dass die Hammerköpfe sich lockern oder lösen, regelmäßig muss man irgendwelche Nägel reinprügeln. Das nervt und ist auf Dauer genau so teuer wie ein vernünftiges Gerät.

Bei der Neulandsuche in einer Höhle ist einem Freund neulich der Stiel eines 1 kg Billigfäustels mit Stahlrohrschaft (!!!!!) genau unter dem Kopf abgebrochen. Sonderangebot ausm Baumarkt, wenige Wochen alt. Habe mir die Bruchfläche unter der Stereolupe angesehen, glatter Bruch exakt entlang des Lochs im Hammerkopf, keine Risse mit Korrosion oder so was. Der Stiel war  nur ein hauchdünnes Rohr von weniger als 1mm (sieht man ja von außen nicht, wie dünn das Zeug ist). Der Hammerkopf ist dem Freund haarscharf am Kopf vorbeigeflogen und hat nur den Helm gestreift, hätte leicht eine üble Gesichtsverletzung geben können. Einen Verletzten da hinten heraus zu bekommen, wäre ein Riesenproblem geworden, eine meiner Horrorvorstellungen.

Bei billigen Spitzmeißeln sind mir schon mehrfach Spitzen abgebrochen (vermutlich Härtefehler). Wenn man das Teil dann braucht und kein zweites dabei hat, wars das mit der Sucherei. In Zeiten, wo Benzin zum Luxusartikel geworden ist, ist eine Faht umsonst genauso teuer wie gutes Werkzeug. Wenn man aus den Baumärkten die "Markenprodukte" nimmt, sind die Meißel wie Du schreibst,  meist ok. Von No Name Sonderangeboten (kommen wohl meist aus China) würde ich dringend abraten.

Wir dreschen halt schon ziemlich energisch mit unseren Hämmern rum, besonders wenn noch ein wenig Wut dazukommt, weils nicht voran geht. Billigmaterial ist da nach meiner Meinung zu gefährlich. Seit dem Zwischenfall mit dem Bruch des Stahlrohrschaftes nehme ich auch in Höhlen einen Ganzstahlfäustel mit,  meist den Estwing, weil der halt kompakt und relativ leicht ist. Man kann das Gerät halt nicht drin liegen lassen, aber für die Sicherheit schleppe ich dann lieber etwas mehr.

Gruß

sigillaria


 

Offline Ralf

  • Guru
  • *****
  • Beiträge: 906
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #3 am: 25 Mai 05, 14:28 »
Hi,

also was die Fäustel angeht, sind die keineswegs zu teuer, sondern eher eine einmalige Anschaffung. Meiner ist zwar in 15 Jahren hartem Einsatz direkt unter dem Kopf abgebrochen ( das ist nun mal die Schwachstelle ), aber ich habe jedesmal anstandslos einen neuen bekommen. Auf Eastwing Werkzeuge gibt nämlich lebenslange Garantie. Natürlich nicht gegen Abnutzung, wohl aber gegen Bruch.

Gruß
Ralf

Offline Galenit

  • Guru
  • *****
  • Beiträge: 735
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #4 am: 25 Mai 05, 14:35 »
Hast du den dann in die USA eingeschickt?

Offline Ralf

  • Guru
  • *****
  • Beiträge: 906
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #5 am: 25 Mai 05, 23:59 »
Nö, bei Krantz in Bonn gekauft und jedesmal anstandlos ersetzt bekommen.

Offline Steinjäger

  • Member
  • ***
  • Beiträge: 350
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #6 am: 26 Mai 05, 17:51 »
Hallo zusammen!

Zum Thema Estwing-Fäustel 1,5 kg kann ich aus meinerErfahrung sagen daß dies der beste Fäustel ist mit dem ich je gearbeitet habe. Das Problem mit dem  abgebrochenen Stiel direkt am Hammerkopf bei Billigfäusteln kenne ich auch, im harten Einsatz hat nur der Estwing-Fäustel über viele Jahre ohne nennenswerten Verschleiß durchgehalten.
Auch der Spitzmeißel ist hervorragend, ich habe diesen noch nie nachgeschliffen doch so stumpf wie er auch aussieht arbeitet er sich  dennoch in fast jeden Fels hinein.
Handelsübliche Meißel aus dem Werkzeughandel oder aus Baumärkten sind für die bearbeitung von Bausteinen (Hohlblocks, Backsteinen o.ä.) ausgelegt und daher zum einen zu hart wodurch die Spitze schnell abbricht und zu spitz um in den meisten Gesteinen eine ausreichende Spaltwirkung zu erzielen.
Der Strahlstock von Estwing dagegen ist wirklich nur für leichte arbeiten zu gebrauchen, für den groben Einsatz habe ich einfach eine alte Bohrstange aus dem Bergbau  vorne flach ausgeschmiedet und leicht gebogen, ist ein billiges und nahezu unzerstörbares Universalwerkzeug.


Offline sigillaria

  • Junior
  • *
  • Beiträge: 35
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #7 am: 20 Jun 05, 15:47 »
Hallo,

habe inzwischen erste Erfahrungen mit dem extralangen Geologenhammer von Estwing sammeln können. Superteil, sehr effektives Werkzeug, äußerst robust. Habs wirklich brutal eingesetzt, nichts verbogen oder verzogen. Kann man empfehlen.

Gruß sigillaria

Offline loparit

  • Supremo
  • ******
  • Beiträge: 1.098
  • Silber; Kinzigtal
    • LOPARIT -loparits Website-
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #8 am: 20 Jun 05, 21:28 »
Hallo,

kann nur sagen, wer einmal Estwing eingesetzt hat, kauf keinen anderen Hammer mehr. Mein Fäustel ist jetzt bestimmt schon mehr als 15 Jahre alt und leistet immer noch gute Dienste. Sieht zwar zwischenzeitlich etwas mitganommen aus  ;D aber das spielt keine Rolle. Sieht man die lange Nutzung, ist der Preis keineswegs zu teuer.

Gruß
loparit

Offline sigillaria

  • Junior
  • *
  • Beiträge: 35
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #9 am: 30 Jun 05, 16:40 »
Eine günstigere Quelle habe ich auch nicht auch nicht gefunden. Habe beim Werkzeugkauf beste Erfahrungen mit MIKON. Überleg mal, ob nicht die Ausführung mit dem extra langen Griff besser wäre, ein super Teil.

Gruß

sigillaria

Offline Stefan

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 9.582
  • Premiumsponsor
    • Mineralienatlas - Fossilienatlas
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #10 am: 14 Sep 16, 10:20 »
Auch wenn der Threead schon sehr alt ist, wolte ich noch kurz etwas dazu beitragen.

Nachdem ich auf unserer Frühjahres-Spanien-Exkursion den Estwing Strahlstock mal so richtig im Einsatz sah und auch selbst ausprobieren durfte, ging heute endlich meine Bestellung raus. Unser Sponsor Bosse, für den ich als langjährige finanazieller Träger des Mineralienatlas und zuverlässiger Lieferant gerne ein wenig Werbung mache, hatte den Strahlstock und auch den Spitzmeißel von Estwing vorrätig. Mich hat der Strahlstock im Einsatz vollends überzeugt. Es gibt wenige Werkzeuge die derart nützlich sind und dennoch lange durchalten.

Im Laufe meiner Exkursionen habe ich viele Baumarkwerkzeuge, die auch nicht immer günstig waren, verschlissen. Meine Estwing Geologenhämmer begleiten mich seit bald 30 Jahren.

Viele Grüße
Stefan

Offline skibbo

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 1.398
  • great is ok, amazing would be great
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #11 am: 20 Nov 16, 23:28 »
Im Laufe meiner Exkursionen habe ich viele Baumarkwerkzeuge, die auch nicht immer günstig waren, verschlissen. Meine Estwing Geologenhämmer begleiten mich seit bald 30 Jahren.

Hallo,

wie von nahezu jedem bewährten Produkt gibt es auch Nachahmungen von Estwing. Anbei zwei Bilder, die einen originalen Estwing-Fäustel und eine Fälschung aus ungehärtetem Stahl zeigen. Sollte sich ein gekaufter Estwingfäustel verformen, sofort beim Verkäufer reklamieren und nicht weiter nutzen. Durch das mögliche Splittern des Metalls kann man sich, wenns blöd läuft, ernsthafte Verletzungen zuziehen.
Der falsche "Estwing" war übrigens keine zwei Monate im Einsatz, das Orignal tut seinen Dienst hingegen seit über 5 Jahren.

Grüße,
Stefan

Offline Harzsammler

  • Supremo
  • ******
  • Beiträge: 1.539
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #12 am: 21 Nov 16, 09:16 »
Hallo,

in diesem Fall wäre es schön zu wissen wo man solche gefälschten Werkzeuge "bekommen" kann um sich den Ärger hinterher zu ersparen.
Die Zahl der Händler auf diesem Gebiet ist ja überschaubar.

Grüße,
Michael

Offline skibbo

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 1.398
  • great is ok, amazing would be great
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #13 am: 21 Nov 16, 21:27 »
Hallo Michael,

schwer zu sagen, da es sich um ein Einzelstück eines privaten Verkäufers auf ebay handelte. Dieser Fäustel sollte angeblich aus der Geschäftsauflösung eines Zubehörhändlers stammen, was sich allerdings nicht zweifelsfrei belegen lässt. Der Preisunterschied zu einem der großen Zubehörhändler war marginal, daher gab es auch keinen Verdacht es könne sich dabei um ein Plagiat handeln.
Der Verkäufer jedenfalls war selbst überrascht und wir einigten uns problemlos in beiderseitigem Einverständnis.
Somit lässt sich nur sagen, es gibt Plagiate auf dem Markt, die sich optisch schwer vom Original unterscheiden lassen (sogar Estwing-Aufkleber und Fähnchen waren, wie beim Original, angebracht).

Viele Grüße,
Stefan

Offline CARCHARIAS

  • Guru
  • *****
  • Beiträge: 715
  • Rheingauner Grabunszentrale
    • Fossiliensammlung von BT
Re: Estwing Werkzeuge
« Antwort #14 am: 08 Jan 17, 17:42 »
@Stefan und co es kommt immer darauf an was man mit dem jeweiligen Wekzeug macht und auf das Material an das man bearbeitet.
Der Fäustel auch das Original kann sich bei extrem hartem Einsatz z.b. Siegerländer Eisensteingänge extrem aufpilzen. Da kann Danny n Lied von singen.

Die Pikhämmer sind bei mir nach maximal einem Jahr so ruter das man sie nich mehr gebrauchen kann. Wobei sich die Estwinghämmer wesendlich schneller abnutzen.

Ich persönlich habe nur ein Werkzeug das ich seit Jahren verwende und das ist ein kurzer Stralstock den ich vom Vatti hab. Das ding ist unverwüstlich ob beim Budeln oder der arbeit im festen gestein. Steht leider kein Hersteller drauf aber hab den schon zwei mal bei älteren Sammlern gesehen denke ist ein Produkt der 70er.

Also um es einfach zu sagen Estwing ist mir zu teuer und das Material zu weich und abnutzungsfreudig.

Mittlerweile lasse ich mir meine Meißel vom Schmied herstellen und zu einem Preis und in einer Qualität bei der sich der ein oder andere Hersteller ein oder zwei Scheiben abschneiden können. Wenn mal was ist zb n härtungsriss wird ohne mosern repariert.

Lg
Boris :)

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge