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Autor Thema: UV-short-wave Lampe  (Gelesen 1568 mal)

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Offline uwe

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UV-short-wave Lampe
« am: 13 Mär 18, 20:26 »
Ich habe mir kürzlich eine Natisit-Stufe zugelegt. Dabei habe ich bemerkt, daß meine SW-UV-Lampe äußerst schwach geworden ist, auch mit neuen Akkus. Wenn ich SW-UV-Lampen in Netz suchen will, kommt jede Menge für mich nutzlose links. Kann mir jemand einen Tip geben, wo man eine gute SW-UV-Lampe beziehen kann?

Gruß
Uwe

Online Lynx

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #1 am: 13 Mär 18, 20:58 »
Hallo Uwe,

Falls Du Elektronik basteln magst: es gibt mittlerweile LEDs um 280 nm, die funktionieren sehr gut - typischerweise besser als alle konventionellen Röhrenlösungen. Das Licht  kann auch fokussiert werden, allerdings kosten diese LEDs auch ein bisschen (je nach Leistung). Seit kurzem gibt es die mit über 100 mW (! Augenschutz !). Da muss man allerdings basteln wollen. Falls das von Interesse ist, suche ich gerne die Links heraus.

Alternativ tut sich einiges bei der Wasserentkeimung mit UV-Licht. Da erwarte ich bald Lösungen, die vielleicht auch für uns als Beleuchtung gehen. Es könnte sich insgesamt also lohnen, für eine gute Lösung noch 1-2 Jahre zu warten.

Ansonsten fand ich persönlich bislang alle konventionellen Systeme - um ehrlich zu sein - ziemlich schlecht. Allerdings nutze ich oben genannte LED-Systeme auch in der Arbeit und bin vielleicht verwöhnt...

Grüße,
Martin

Offline Stefan

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #2 am: 15 Mär 18, 09:12 »
Hallo Martin, ja bitte, die Links würden mich auch interessieren.
Viele Grüße
Stefan

Nachtrag: bin fündig geworden:

UV LED 280nm 6060 uvc uvled Sterilizer Diode LED Light Source Chip Bead Bulb

https://www.aliexpress.com/item/Deep-UV-LED-280nm-uvc-uvled-uv-Sterilizer-Diode-LED-Light-Source-Chip-Bead-Bulb-uv/32787876524.html
« Letzte Änderung: 15 Mär 18, 10:00 von Stefan »

Offline ankerit

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #3 am: 15 Mär 18, 11:38 »
Hallo,
ich war mal neugierig ob es nicht auch andere Lieferanten für 280nm-Dioden gibt und bin hier fündig geworden: bei Amazon und bei alibaba.com
Ich brauche zwar keine solche UV-Diode, aber einen Versuch wäre es doch wert.
Viel Erfolg!

Gruß
ankerit

Offline Fabian99

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #4 am: 15 Mär 18, 13:34 »
Hallo,

ich habe einmal bei Roithner geschaut.
http://www.roithner-laser.com/datasheets/led_deepuv/duv-a9c.pdf

1,2W Strom liefert 10mW UV bei 280nm, also 1% Wirkungsgrad. Glaslinsen sind - genau wie fast alle Kunststoffe - in dem Bereich nicht transparent!

Rechne ich das auf die 6060 mit 7,5V und den 20mA komme ich auf 0.15W und vermutlich rund 1mW UV-Licht.
Mit einem Abstrahlwinkel von 120° kommt man da vermutlich auf ganz wenig schlecht verteilte Intensität.

LG

Nachtrag:
https://www.lasercomponents.com/fileadmin/user_upload/home/Datasheets/lg/leuva66h70hf00_278nm_high_power.pdf
liefert 350mA bei 7V und angeblich 100mW im mittleren BIN.

Falls einer so einen Chip hat, würde ich den glatt vermessen!
« Letzte Änderung: 15 Mär 18, 13:40 von Fabian99 »

Offline uwe

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #5 am: 15 Mär 18, 14:53 »
Erst mal danke. Der Hinweis auf entsprechende LED war schon hilfreich. Allerdings haben die links, außer wichtigen Informationen, nicht viel gebracht. Entweder "sorry, no longer available" oder der link ließ sich nicht öffnen. Ich weiß aber nun, nach was ich im WEB suchen muß.

Gruß
Uwe

Online Lynx

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #6 am: 15 Mär 18, 22:10 »
Hallo zusammen

Die LG InnotekLEDs meinte ich, siehe auch https://www.lasercomponents.com/de/produkt/uvb-uvc-leds-200-315-nm/
Aufgebaut gibt es  ähnliche Dioden hier https://www.thorlabs.de/newgrouppage9.cfm?objectgroup_id=2692 mit 45mW@285nm
Amazonien bietet eine 280 nm LED für 54 Euro, die wohl auch interessant ist (Stichwort: Tief UV LED 280 Nm UVC 6868 LED)
Roithner (http://www.roithner-laser.com, dort via "pricelist") z.B. DUV280-SD353, 280 ±5 nm, 25 mW für rund 160 Euro.

Ich habe soweit ganz gute Erfahrungen mit LEDs gemacht. Bereits 2mW LEDs können für eine Mikroskopbeleuchtung ausreichen, das braucht aber eine geeignete Optik. Für die Optik reicht normales Glas nicht, es muss  Qaurz oder fused silica sein.  Zum Teil haben diese UV-LEDs abllerdings auch Nebenemissionen (im gelben?) bei genug Licht könnte ein UG11 Farbfilter interessant sein. Das gilt aber auch für die üblichen Hg-Lampen, die noch einige Linien auch im Sichtbaren haben.

Wichtig! Denkt an Augenschutz und auch an Hautschutz! Das Licht der genannten LEDs kann man durchaus auf der Haut spüren...(Sonnenbrand-artiges Gefühl)

Grüße, Martin

Offline Stefan

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #7 am: 15 Mär 18, 22:44 »
Hallo,

ich habe mir die LED aus obigem Link (aliexpress) bestellt. Der Preis von 9,01 € incl. Versand ist gut und die Lieferzeit von ca. 30 Tagen nicht so tragisch. Zoll etc. kommt keiner oben drauf und die Ware wird norrmal einfach geliefert. Ich hatte von 20 Sendungen eine die nicht ankam und dann kostenlos nochmal losgeschickt wurde, dauert dann halt.

Die LED dürfte die LEUVA66G00HF00 sein mit 10mW optischer Leistung was durchaus ausreichen dürfte. Bei Fotos kann man gut Langzeitbelichten. Ob sowas für Vitrinen geeignet ist weiß ich allerdings nicht.

Was den Schutz angeht, denkt an den Hinweis von Martin. Das ist kein Spass und die Augen sind schnell geschädigt da man die Strahlung nicht sieht.

Zitat
Bereits 2mW LEDs können für eine Mikroskopbeleuchtung ausreichen, das braucht aber eine geeignete Optik. Für die Optik reicht normales Glas nicht, es muss  Qaurz oder fused silica sein.

Es geht doch um die Fluoreszenz und da sollte die herkömmliche Optik ausreichen, daher verstehe ich die Aussage nicht ganz.

Viele Grüße
Stefan

Online Lynx

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #8 am: 15 Mär 18, 23:00 »
Hallo Stefan,

übliches Glas (z.B. BK7, siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Optisches_Glas, bzw. die Transmissionskurve bei Schott und anderen Herstellern) macht um 300nm ziemlich dicht  und kann Eigenfluoreszenz haben, sodass dann Deine Linse bläulich bis gelb leuchtet und vom UV-Licht bei 280 nm fast nix durchkommt - daher die Aussage mit dem geeigneten Glas. Und beis Spiegeln hängt es davon ab, was für eine Spiegelschicht das ist (typisch Alu oder Silber) und ob darüber nochmals Glas kommt. Aber Du hast recht, von den Formen reichen normale Linsen (halt aus fused silica/Quarz).

Die LED die Du bestellt hast, könnte natürlich auch ein Klon sein...

Liebe Grüße, Martin

Offline Fabian99

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #9 am: 15 Mär 18, 23:10 »
Zitat
Bereits 2mW LEDs können für eine Mikroskopbeleuchtung ausreichen, das braucht aber eine geeignete Optik. Für die Optik reicht normales Glas nicht, es muss  Qaurz oder fused silica sein.

Es geht doch um die Fluoreszenz und da sollte die herkömmliche Optik ausreichen, daher verstehe ich die Aussage nicht ganz.

Hallo,

normales Glas blockt kleiner 320nm, optische Gläser oftmals früher - teilweise mit extremen Fluoreszenzen in der Linse.

Wenn du also den Flächenstrahler LED irgendwie im Strah lbeeinflussen wilslt, brauchst du schon mehr als eine Glas- oder normale Kunststoff-Optik.

LG

Nachtrag: hat sich mit Martin überschnitten - sry

Offline Stefan

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #10 am: 15 Mär 18, 23:53 »
Danke Euch für die Infos mit der Fluoreszenz der Linsen. Das ist gut zu wissen und war mir so unbekannt.

>> Die LED die Du bestellt hast, könnte natürlich auch ein Klon sein... <<
Könnte sie natürlich, aber technisch gesehen wäre das kaum sinnvoll. Auch die anderen LEDs werden in Asien gefertigt und die Herstellung ist nicht trivial. Klonen bei dem Aufwand würde nur in Masse Sinn machen. Meine Erfahrungen in Bezug auf die Qualität der gelieferten Produkte ist gut und weniger Zwischenhändler bedeuten einen besseren Preis. Warum nicht das tun was Apple und Co. auch tun, in Asien einkaufen und die Marge selbst einstreichen ;)

Viele Grüßen
Stefan

Offline Fabian99

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Re: UV-short-wave Lampe
« Antwort #11 am: 16 Mär 18, 09:01 »
Erfahrungsgemäß gibt es Unterschiede in den LEDs. Der Wafer wird (meist in der MO-CVD) mit den Halbleiterschichten als Epitaxie beschichtet. Dabei tritt oft der Effekt ein, dass die späteren Chips über den Radius des Wafers unterschiedliche Eigenschaften haben. Die werden nach dem Prozessieren, aber vor dem Trennen dann entsprechen "geprobt" und dann "geinkt". So werden die nach dem Trennen nicht in das Gehäuse gepackt (der "Bonder" erkennt den Chip nicht als "nicht Chip" da der Klecks drauf ist).

Im Gehäuse dann wird das Bauteil in der Regel noch geprüft. Vorwärtsspannung, Spannung bei 2mA, Spannung bei Sollstrom, Helligkeit, ggf Abstrahlwinkel und Wellenlänge. Die LEDs werden dann entsprechend klassifiziert (binning).

Entsprechend nicht "hochwertige" Bins werden preisgünstig angeboten. So habe ich noch mehr als einen Karton mit Fehlbins im Keller zum Basteln. Das ist das Gelb schon mal grüner oder roter - und ich muss 20stk testen um 4 ähnliche in der Farbe zu treffen.

Das ist die zweite Möglichkeit für Unterschiede - beides ist imho möglich.

LG

 

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