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Bitte um Bestimmungshilfe / Feuerstein
Alcest:
Solche Flintknollen bildeten sich oft während der Kreidezeit (145–66 Millionen Jahre vor heute) und sind oft während Eiszeiten/Gletscherbewegungen umgelagert worden. Inwiefern man diese präziser datieren (mittels Zerfällen) kann, kann ich dir im Falle von Flint nicht sagen. Dem wäre wenn auch nur analytisch näher zu kommen und dementsprechend nicht günstig oder gar mit Hausmitteln möglich. "Datierung Feuerstein" schmeißt bei Google nur Angaben zu archäologischen Fragestellungen aus.
Reinhold:
--- Zitat von: S aus Niederbarnim am 20 Apr 18, 16:16 ---Eine Feuerstein/ Flintknolle also! Vielen lieben Dank. Wie kann ich etwas über das "etwas genauere " Alter der Knolle herausfinden? Hat jemand Tipps für mich? Ich habe das Netz durchforstet und werde leider nicht schlau. Ist es möglich dass sich ein Hohlraum in der Knolle befindet oder sind Einschlüsse möglich? In der Äußersten Schicht befindet sich eventuell (ich als Laie 🙈) ein heller Einschluss, der beim genauen Hinsehen wie eine Art Muschel ausschaut. Wäre dass möglich oder spielt mir meine Phantasie einen Streich?
--- Ende Zitat ---
Hallo Sandro,
schau dir mal diese Seite im Atlas an und du wirst über den Inhalt der Knollen staunen:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Frankreich/Normandie%2C%20Region/Seine-Maritime%2C%20Departement/Fecamp
Viele Grüße
Reinhold
Detlef:
Hallo Sandro,
die Feuersteinknollen sind in der Oberkreide entstanden. Die dafür notwendige Kieselsäure ist aus den Nadeln der Kieselschwämme in dem Schwammriff dieser Zeit entstanden. DerUrsprung wird die Gegend um Rügen oder Dänemrk sein. Oft haben diese Feuersteine noch die äußere Struktur von Schwämmen. Auch kleinere Fossilien wie Seeigel, Brachiopoden und Muscheln können dann ebenfalls silifiziert sein. Bei uns in den Kiesgruben in Norddeutschland findet man dieses Material im Tonnenbereich. Mit Opal hat das überhaupt nichts zu tun.
In seltenen Fällen kann man in der Mitte feine Quarzrasen in Holräumen finden. Das Material ist spröde und splittert mit muschelförmigen Bruch. Ein Zerschlagen kann sehr gefährlich Sein, da die messerscharfen Splitter wie Geschosse wegfliegen. Das Material ist wesentlich schwerer als ein Achat zu zerschneiden. Man macht sich nur das Diamantsägeblatt kaputt. Der Inhalt ist dann auch meistens enttäuschend. Die Schichten, die Oft an Achat erinnern entstehen durch Verwitterung bzw. Einschlüsse beim Silifizierungsprozess.
Also nichts besonderes.
Gruß Frank-Detlef Paul
S aus Niederbarnim:
Vielen Dank für Eure Antworten. Sehr sehr hilfreich.
Hey ich habe nen Millionen Jahre alten Flint gefunden und finde es für mich schon besonders 😁.
Er wohnt jetzt als schöne *
Sonntagsspaziergangerinnerung * bei uns auf einer alten Nähmaschine 😀 Schönheit liegt im Auge des Betrachters 😎 und die Familie hat beschlossen er ist ein Hübscher.
Reinhold hab Dank für den Link. Wunderschöne Flinte!!!
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