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Fragen zu einem eigenartigen Prasem-Vorkommen
raritätenjäger:
Hallo,
wenn ich mir das so durchlese, so hat Peter einiges zur Geologie gesagt und mit den Fotos kann man auch etwas anfangen. Was der exakte Fundort weiter zur Aufklärung beitragen könnte, ist mir an dieser Stelle reichlich schleierhaft.
Gruß
Andreas
Collector:
Hallo Lois
da gibts von meiner Seite überhaupt keine Geheimniskrämerei; dennoch muss ich dem Andreas rechtgeben - der exakte Fundort hat mit meiner Frage zur Entstehung der Quarze überhaupt nichts zu tun. Eine wie von mir recht detailliert beschriebene Geologie könnte auch in der Schweiz, im Sudan oder in Australien sein und hat mit der Entstehung, resp. Bildung dieser Quarze keinen brauchbaren Zusammenhang.
Aber - zu Deiner Beruhigung: Wie schon von mir erwähnt, liegt der Fundort in einem der vielen Diapire in Navarra in Nordspanien. Ich habe - nur für Dich - eine Karte der bekannten Diapire angehängt.
Ich selbst kenne den Fundort nicht persönlich und der Finder (Sammler) gibt ihn nicht preis. Ich bin lediglich Besitzer einiger der wenigen Stufen, die vor kurzem gefunden wurden. Laut Angabe des Finders ware der Fund nur sehr limitiert und von kurzer Dauer; die meisten Stufen sind im Besitz von baskischen / spanischen Museen.
Auch ich - wie anders auch als Sammler - hatte den genauen Fundort angefragt, doch ebenso, wie von mir jetzt beschrieben nur als Info erhalten: Diapir im Raum Estella in Navarra.
Die Beschreibung der Geologie stammt von R. Pflug; 1973; El Diapiro de Estella; MUNIBE, Soc. De Ciencias Naturales Aranzadi San Sebastian, ano XXV, No 2-4, paginas 171-202. In dieser Beschreibung wird Quarz nicht erwähnt.
Karte der bekannten Diapire in Navarra im Anhang.
Nichts für ungut, Lois.
Gruß
Peter
loismin:
Hallo Peter.
Danke für die Aufklärung !
Das reicht mir ja schon , den ganz genauen Fundort brauch ich ja nicht.
Aber es ist halt doch für mich interessant, wie und wo diese Vorkommen liegen.
Manchmal kann man da auch geologisch Rückschlüsse auf andere, unbekannte Stellen ziehen.
Gruß
Lois
giantcrystal:
Hallo Peter
danke für die Ausführungen zur Geologie
Zwar hilft das auch noch nicht wirklich weiter, was die genaue Genese der Praseme anbelangt, jedoch kann ich vielleicht Folgendes dazu beitragen :
Ich hatte im letzten Jahr Gelegenheit, mich etwas näher mit dem Mineralbestand an der Oberfläche ausbeißender iranischer Salzdiapire zu beschäftigen und es ist erstaunlich, was es dort an ganz hervorragend ausgebildeten Mineralien zu finden gibt. Neben den dort zu erwartenden Mineralien der Evaporit - Paragenesen sind das zum Beispiel excellent ausgebildete Fluoritoktaeder bis 7 cm Größe, gut ausgebildete Danburitkristalle sowie - sollte man nicht glauben - hervorragende Augitkristalle und die mit 1 cm Kantenlänge vermutlich weltbesten Zunyite in größeren Aggregaten. Alles als Einsprengsel und isolierte Kristalle im Salz, aus denen sie durch gelegentliche Regenfälle herauspräpariert werden.
Ich kann Dir den Namen des Sammlers und Finders in Isfahan gerne zukommen lassen.
Vorläufiges Fazit : Aufsteigende Salzdiapire können offensichtlich "Mineraliensammler" sein, die die ein oder andere exotische Mineralparagenese auf ihren Weg nach oben aufsammeln und mit an die Oberfläche bringen.
Glück Auf
Thomas
Collector:
Hallo Thomas
danke für die Information, den Hinweis auf den iranischen Diapir und dessen Mineralbestand, der ja, besonders wegen der Diversität (Augit bis Danburit) mit der Zusammensetzung eines Salzdiapirs überhaupt nichts zu tun hat.
Wenn ich Deinen Hinweis zur Genese richtig interpretiere, ist der Diapir selbst nicht der Ort der Genese der diversen Mineralien (ergo auch meiner Quarze). Der heutige Fundort dieser Mineralien ist nur ein Endlager eines irgendwo in der Tiefe enstandenen Minerals, welches vom Diapir in die Höhe transportiert wurde. (?) Insofern kann wohl keine bestimmte Genese bzw. der Ort der Genese nachgewiesen werden.
Ist das richtig ?
Wenn Transport (von woher auch immer) durch die unterschiedlichsten Schichten, welche der Diapir durchbrach, mit nachweisbaren tektonischen Vorkommnissen, spräche das auch für die chaotische Anordnung der Kristalle, sowie deren gebrochene, jedoch wiederverheilte Spitzen / Kopfflächen.
Danke erstmals bis hierher, vielleicht gibts noch weitere Erkenntnisse.
Gruß
Peter
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