Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals

St. Andreasberg. Bitte um Meinung

(1/4) > >>

chertbreaker:
Hallo!
Ich habe hier zwei Stufen aus St. Andreasberg. Beides mit Ganggestein Calcit, Quarz und Baryt (verwachsen).
Bei der einen Stufe ist ein Silberblech, das ich identifizieren konnte, mit Silberprüfsäure. Dies ist auch auf dem zweiten Foto rot eingekreist
Was könnte das andere Mineral sein, das fast schneeweis glänzt und auch auf der Stufe zu finden ist? Bleiglanz oder anderes? Hier wäre eure Meinung gefragt.

Bei dem dritten und vierten Foto zeigen sich Dendritenartige Gebilde. Mit Prüfsäure (Silberprüfsäure vom Juwelier) gab es keine Reaktion.
Hier wäre auch eure Meinung gefragt.
Härte, Strichfarbe etc... ist bei so teilweise filligranen Sachen natürlich ein Problem, also seht mir es nach, wenn ich es nicht mitliefere, aber
Vieleicht hat jemand so etwas schon gesehen,  oder in seiner Sammlung.  Nach entsprechender Bestimmung und Reinigung kommen dann auch professionellere Fotos in das Lexikon.

harzgeist:
Schon über 100 Aufrufe und noch keine Meinung ...
Na dann mach ich mal den Anfang  ;D

Zuerst mal zu dem zweiten Stein (ich vermeide mal das Wort 'Stufe'). Das Teil hat ganz offensichtlich schon sehr lange Zeit im Boden, vielleicht sogar in einem Bach gelegen, wobei der Calcit schon teilweise (durch Humussäuren und CO2) gelöst ist. Was so aussieht wie Dendriten sind Lagen von anderen Mineralen, die im Calcit eingewachsen sind und widerstandsfähiger gegen Auflösung sind. Meist handelt es sich dabei um filigrane Gebilde aus Quarz, aber auch Zeolithe sind möglich oder winzige Erzminerale, die auf dem Quarz aufgewachsen sind. So, wie auf den letzen beiden Fotos zu sehen, ist das typischer Leaverit. Also entweder gleich entsorgen oder den Calcit in 5% HCl (nicht stärker) auflösen und auf eine Überraschung hoffen.

Zu dem ersten Stein kann ich wenig sagen, außer dass das erste Foto total verwackelt ist. Auf dem zweiten ist an der vorderen Ecke vermutlich Bleiglanz. Ich hatte aber mal eine Silberstufe in der Sammlung, wo das Silber ein ähnliches (schwammartiges) Aussehen hatte.
Auf die Prüfsäure des Juweliers würde ich nicht viel geben, die ist dazu gedacht, Silber von anderen METALLEN zu unterscheiden. Hier kommt es aber darauf an, es von ERZEN zu unterscheiden, und diese können sich durchaus gegenüber der Säure wie Silber verhalten.
Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal von allen anderen dort vorkommenden Erzen ist die Duktilität. Das heißt du kannst es biegen, schneiden, dehnen ohne dass es dabei zerbricht, mit anderen Worten, es verhält sich bei mechanischer Beanspruchung wie ein Stück Butter  ;)
Ob das tatsächlich der Fall ist kannst nur du selbst herausfinden.

Thomas

chertbreaker:
Ja, ist biegbar. Jetzt kann ich auch den Zangenabdruck erkennen........  ;)
Ich habe die Kritik aufgenommen und für berechtigt empfunden. Stein wurde besser in Szene gesetzt.  Bild 1 und 2

Den "Dendritenstein" habe ich mal aufgeschlagen, jetzt sieht er schon nach Erz aus, aber Na ja.

Bild 5

Ich habe noch mehr gefunden, die die Bezeichnung Stufe aber wirklich verdienen. Nachfolgend im nächsten Post

chertbreaker:
So hier mal die anderen "Stufen":

Fundort war wie Du schon bemerkt hattest ein Bach. War an der "Silberhütte" und am Bachlauf wurde gebaggert. Dort lag noch einiges rum.

chertbreaker:
Bild 3 ist übrigens Bleiglanz und kein Metallrückstand. Der bröckelt.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln