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Autor Thema: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?  (Gelesen 4201 mal)

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Offline Blauhund

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Hallo!

Jüngst wurde in der Nähe zum Fluss Naab ein neues und sehr ebenes Baugebiet abgeschoben.
Dort liegt dieser Stein. Ansonsten liegen weder solche Größen oder wenigstens Ballgroßes an Kiesel herum. Material ist sehr homogenes Gestein, wohl Granit. Da wo er liegt, befindet sich auch der Randbereich einer Verdachtsfläche einer vorgeschichtlichen Siedlung (die bereits bei den Bauarbeiten entsprechend prospektiert wurde).

Er ist gut zwei Fussball groß. Weiters ist er nicht interessant, wär da nicht diese schöne Vertiefung auf einer Seite. Die Launen der
Natur und die Folgen von Abschleifungen können ja vielfältig sein, aber irgendwie erregt sie mein Interesse.

Bei der sehr gleichmäßigen 'Knubbeligkeit' kann man sich vorstellen, dass er an der Gegenseite so bis zur Hälfte im Boden versenkt gewesen sein könnte, und so für komfortables Mahl und Reib Verwendung fand.

Was sagt das erfahrene Forumsgefühl?

Merci!

Offline smaragd123

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #1 am: 13 Aug 18, 18:10 »
Granit ist das nicht.

Offline Kluftknacker

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #2 am: 13 Aug 18, 18:30 »
Flußkiesel - nichts Vorzeitliches bzw. Anthropogenes. Allerweltszeug

Offline oliverOliver

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #3 am: 13 Aug 18, 18:30 »
Granit ist das nicht.

warum bist du dir da so sicher ?
ich könnte das anhand der Bilder nicht definitiv ausschließen .... (mangels Nahaufnahme)

Offline Blauhund

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #4 am: 13 Aug 18, 19:53 »
Dürfte wohl heller feiner Granit sein.
Hoffe, die weiteren Bilder sind von Nutzen.
Die Flecken und Streifen stammen von Dreck. Bei Gelegenheit mach ich den Stein nass, um eventuelle
Oberflächenverfärbungen sichtbar zu machen.

Die Photos frontal von oben (mit/ohne Blitz) zeigen eine hübsche Symmetrie.
Ein Detail: nirgends langt sich die Steinoberfläche so 'glatt' an wie in der Vertiefung.

Offline smaragd123

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #5 am: 13 Aug 18, 20:05 »
Eigentlich sollte das: Ich glaube Granit ist das nicht" heißen. Auf den letzten beiden Bildern sieht es aber so aus, als ob ich falsch liege.

Offline Eckard

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #6 am: 13 Aug 18, 22:56 »
Hallo P.,

Du schreibst:  Da wo er liegt, befindet sich auch der Randbereich einer Verdachtsfläche einer vorgeschichtlichen Siedlung (die bereits bei den Bauarbeiten entsprechend prospektiert wurde).

Weiß Du, zu welchem Ergebnis man inzwischen gekommen ist?

Besten Gruß
Eckard

Offline Blauhund

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #7 am: 13 Aug 18, 23:30 »
Es ergab sich nichts.

Was jedoch nicht viel heissen muss. Was später im Zuge der weiteren Arbeiten vielleicht zutage tritt, das fällt vielleicht doch noch einem interessierten Begeher wie mir ins Auge. Ich selbst hab auch im Umfeld des Steins rein nichts erspäht, was auf Vorgeschichte hinweist (allerdings ist der Fundbereich maschinell schon schwer durchgearbeitet worden und quasi kein Stein mehr auf dem anderen geblieben). Am anderen entfernten Ende der großen Baufläche könnte ein halbquadratmeter große Erdverfärbung mit Holzkohlestückchen was interessantes hergeben, und der rührige örtliche Kreisarchi schaut sich's (Stein inklusive) mal an.

Ich hab schon die Erfahrung gemacht, dass ein als Nichts eingestufter Stein sich nach standhaftem mehrmaligem Blick und Hinzuziehen eines facherfahrenen Experten als fast vollständiger Mahlstein erwies. Das heißt nun nicht, dass jeder irgendwie so aussehende Stein unter strengem Verdacht steht. Es ist das Gesamterscheinungsbild wie jetzt dieses Steines, vor allem wie sich die Innenwölbung anfühlt. Morgen gegen frühen abend mach ich den Stein mal sauber und vielleicht gibts farbliche Hinweise. Dann Schlaglichtaufnahmen von der Wölbung; man kann damit eine eventuelle Ausrichtung der Oberflächenstruktur (durch das Mahlen) einigermaßen sichtbar machen (hat schon mal gut funktioniert). Erhärten sich die Verdachtsmomente, darf er autofahren.

Wegklauen tut den Eumel bis dahin wohl keiner  ;D  ..... .

« Letzte Änderung: 13 Aug 18, 23:37 von Blauhund »

Offline Harzsammler

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #8 am: 13 Aug 18, 23:56 »
Hallo,

ich durfte schon einige Mahlsteine in Natura sehen.
Alle waren so geformt, dass sie von alleine eine stabile Lage hatten.

So wie dieser Fund auf Bild 1 aussieht müsste man den Stein erst eingraben um ihn benutzen zu können.
Deshalb halte ich das für eine Laune der Natur.

Grüße,
Michael


Offline Blauhund

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #9 am: 14 Aug 18, 03:27 »
Bei meiner Recherche nach Mahlsteinen ist tatsächlich auch immer nur von recht stabil aufliegenden Steinen die Rede.

Funktionieren würde das vorliegende Stück definitv nur eingegraben. Wär das so abwegig.....hm..... .
Ich hab die letzten Monate recht viel an vorgeschichtichen Scherben ausgebuddelt. Die zahlreichen auch sehr abwechslungsreich verzierten, graphierten oder äusserst glatt ausgearbeiteten Stücke zeigen einem, dass die Leut von damals durchaus Sinn und Verlangen nach Wohlgeformtem und Speziellem hatten. Und so ein wie's aussieht gleichmäßig heller, gut symmetrisch geformter und auch noch vom Material her ausreichend harter Stein in der Hüttenmitte, oder davor, stabil eingegraben, vielleicht mit kleineren Steinen verkeilt, kann ich mir gut vorstellen. Es sind mir schwach Bilder erinnerlich, wo solcherart eingegrabenes Arbeitsgerät (eher Arbeitstisch) auch heute noch bei manchem Naturvolk rumsteht.

Vielleicht sieht man entsprechende Verfärbungen nach Saubermachen. Ich tendier selbst eher zu einem Istnix, aber wenn ich das Teil nicht bestmöglich abklär, frag ich mich in zwanzig Jahren noch ob...... .




Offline Blauhund

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #10 am: 14 Aug 18, 20:14 »
Verschwindibus maledictus!
..... und weg ist er...... aber nicht mit mir.

Offline guefz

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #11 am: 14 Aug 18, 20:29 »
Der passt bestimmt auch als Dekoration in einen Garten...

Offline Blauhund

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #12 am: 14 Aug 18, 20:57 »
Eine Zierde für jeden Steingarten als Vogelbad, zweifelsohne.
Ein wie jeden Tag in unmittelbarer Nähe seeehr langsam spazierengehendes betagtes Ehepaar konnte nähere Beschreibung des Jahrhundertsupertollfundentführabtransportes geben. Weil auf Baustellen generell gern Sachen wegkommen, scheinen sich die alten Herrschaften auch mal Nummernschilder aufzuschreiben....... .

Aber es ist und wird natürlich keine Staatsaffäre. Man muss ja fast schon sagen, besser in einem schönen Garten stehen und von fröhlichen Vögelein bekackt werden, als dort als Nix liegenzubleiben oder als Mahlstein in einem dunklen Depot vergessen zu werden.... wenn man nur noch grad die Schlaglichtphotos hätte machen können.... . Ich war klar zu langsam.

Offline Eckard

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #13 am: 15 Aug 18, 10:56 »
Hallo in die Runde,

die Geschichte erinnert mich an eine andere 2009 an der Ostseeküste in der Probstei, die ich selbst erlebte, als wir dort ein paar Tage Urlaub machten. An Steine sammeln hatten wir nicht gedacht, und darum auch nichts mitgenommen zum Einsacken. Wir wollten einfach nur mal am Wasser entlang laufen und das ganze Drumherum genießen.

Aber wir hatten dann doch an einer schönen größeren Flintplatte Gefallen gefunden, da sie im Gegensatz zu ähnlichen einen sehr schönen Ton erklingen lies, wenn man mit einem kleineren Stein dagegen klopfte. Das gefiel uns, und darum schleppten wir den Stein mit. Aber die Platte war schwer, und darum legten wir sie mit einem anderen größeren Granit in eine Grasmulde an einem Wiesenrand, etwa 15-20 Meter vom Ufer entfernt, und gingen dann noch ein paar hundert Meter weiter. Auf dem Rückweg wollten wir den Stein dann wieder an uns nehmen.

Das alles muss jemand beobachtet und seine Gier (nicht Neugier!) geweckt haben. Als wir nach einiger Zeit zurückkamen, lag zwar der Granit – der gar nicht so sehr interessant war – noch da, unser Flint jedoch hatte Beine bekommen. Einfach mal so geklaut. Uns blieb von ihm nichts weiter als ein Foto, das wir noch am Fundort gemacht hatten. Ich hänge es hier mal an.

Es ist ja gut, wenn auch andere Leute Interesse an Steinen haben, aber einfach so klauen? – Das ist keine feine Art, es ist schlicht eine Sauerei. Aber so sind Menschen. Glücklicherweise nicht alle!

Besten Gruß
Eckard

Offline Harzsammler

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Re: Großer Flusskiesel: auch vorzeitliches Gerät?
« Antwort #14 am: 15 Aug 18, 11:47 »
Ein wie jeden Tag in unmittelbarer Nähe seeehr langsam spazierengehendes betagtes Ehepaar konnte nähere Beschreibung des Jahrhundertsupertollfundentführabtransportes geben. Weil auf Baustellen generell gern Sachen wegkommen, scheinen sich die alten Herrschaften auch mal Nummernschilder aufzuschreiben....... .
...so kenne ich das und so liebe ich das 🙃🤗😂 - Herr Wachtmeister da ist einer mit n'em Spaten unterwegs...

Mein Gott, das war ein Findling, und wenn man ihn dort frei liegen lässt, kann er auch schon mal weg kommen.

Wenn bei mir ein interessanter Fund kommt, dann wird er egal wie, sofort geborgen oder sehr gut versteckt.

Grüße,
Michael


 

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