Mineralien / Minerals / Minerales > Achate / Agates
Wissenschaftliches zu der Achatgenese
Steinbeißer:
Hat sich nun die Phantasie oder das Wissenschaftliche erschöpft ?
Dacht es kommt jetzt die Frage,was ist mit dem hydrostatischen Druckausgleich.
Oder das eindringende "Fremdmaterial"erzeugt unter Wärme auch Gase und erhöht den
Innendruch im Hohlraum.Was ist beim Absinken,da steigt doch der Außendruck.Können
sich im verbleibenden Hohlraum Kristalle bilden und und und.
Denkt doch nicht gleich zu Wissenschaftlich,alles geht doch von einfache Fragen aus.
Wenn jeder seinen Einwand oder Antwort einbringt kommen wir weiter.
Gruß Steinbeißer
Bernd G:
in thüringen und auch anders wo gibt es kugeln die komplett aus porphyr bestehen, ist dann der porphyr in die kugel (gasblase ) eingedrungen ?
auch die hölräume in den kugeln sind unterschiedlich. soll man bei der entstehung von dünnwandigen blasen ausgehen , die sich dann gefüllt haben ?
oder von kompletten porphyr kugeln , die außen schon abgekühlt ( innen noch flüssig oder zäh breiig ) waren und das innere durch druck nach außen gepresst wurde ?
so kann auch ein holraum entstanden sein , der sich dann durch gesättigte lösungen (kieselsäure ) wieder gefüllt hat .
könnte ja auch sein das die kugeln durch aufsteigende mineralwässer ihre füllung bekommen haben. da sprechen wieder die spalten füllungen die es ja auch im porphyr gibt oder im melaphyr dafür.
oder sind die füllungen durch sickerwasser das von oben eindrang eintstanden ?könnte ja auch sein das da eine gesättigte lösung entstanden ist. wenn regenwasser durch gestein dringt werden ja mineralien gelöst.
Ralf:
Gefällt mir :D
das bestärkt mich in meiner Überzeugung das es nicht die Erklärung zur Achatgenese gibt, sondern mehrere völlig unterschiedliche.
Der Druck in Gasblasen kann durchaus eine Rolle spielen und ist auch schon in der Wissenschaft ein Thema, passt aber sicher nicht auf alles. Sobald z.B. Pseudomorphosen eingebettet sind, kann der Druck keine große Rolle mehr spielen. Bei den Thundereggs, wozu ich jetzt auch mal die einheimischen Porphyrkugeln zähle, denke ich bildet sich zuerst die Prophyrkugel. Später dann, vielleicht durch Wasserverlust, bilden sich Schrumpfungsrisse im Inneren der Kugel die dann wiederum durch Kieselsäure gefüllt werden. Ich denke das die Thundereggs eng mit den Septarien verwandt sind, nur das bei letzteren zu wenig oder gar kein Kieselgel verfügbar war. Bei den Thundereggs dürfte der Innendruck keine Rolle spielen, eher hydrothermale Vorgänge oder aber auch Sickerwässer. Sicher sind selbst die Bildungsbedingungen der Thundereggs nicht mit einer einzigen Theorie zu erklären. Man bedenke nur die darin enthaltene Vielzahl der unterschiedlichen Ausbildungen von Carbonaten, Jaspis und klarem Chalcedon über Achat, Holzopal bis hin zum Edelopal und sämtlichen Mischformen.
Und wie kommen andere Mineralien ( Calcit, Aragonit, Hämatit, Goethit etc. ) als wohlausgebildete Kristalle in einen verbliebenen Hohlraum im Inneren des Achates ??. Dringen mineralische Lösungen durch den noch vorhandenen Infiltrationskanal in den Drusenholraum ? Aber der ist doch in aller Regel ebenfalls vollständig mit Achat gefüllt. Wenn dies nach der Kristallisation der anderen Mineralien geschah, warum sind diese dann nicht auch mit Achat überzogen ? Oder ist die Kieselsäure so schlau, daß sie nur einen Pfropfen bildet :)
Was ist mit den formlosen Carbonateinschlüssen im Achat ? Die können doch nicht in einem Hohlraum entstanden sein, sonst müssten sie doch Kristallformen erkennen lassen. Haben Sie das Kieselgel verdrängt ? Warum geht dann die Bänderung exakt um sie herum anstatt unterbrochen zu sein ? Oder haben sie einen vom Kieselgel " vergessenen " Hohlraum gefüllt, warum gab es dann diesen Hohlraum überhaupt, wenn sich Achat doch angeblich immer in Lagen kleiner Sphärolithe bildet ??
Fragen über Fragen die mit keiner bestehenden Theorie eindeutig und zweifelsfrei erklärt werden.
Gruß
Ralf
Steinbeißer:
Na so gefällt mir das schon besser,2 Spezialisten und ein Laie.
Fangen wir doch am Anfang an,in einem Brei aus Mineralien und Gestein,der wie viele anderen
Substanzen am Siedepunkt Blasen wirft,ähnlich wie kochendes Wasser.Nun haben wir unsere
Gasblase,welche Art von Gas sich darin befindet kommt auf den Bereich an wo sie sich gebildet
hat.Bei Abkühlung des "Breis"bildet sich der Mantel.Wenn nun der Außendruck steigt wird das Gas komprimiert bis es sich einen Ausweg sucht,difundiert oder einen Austritskanal bildet.
Ist dieser groß genug oder sind es mehrere kann nach Druckabfall und aufsteigen im "Brei" Kieselgel
in den Hohlraum eindringen da der Gasdruck geringer wurde als der Außendruck.Bei zu großen
Druckdiverenzen und großen Eindringungskanälen ist das Eindringen des Kieselgels schnell und kann
bisweilen auch verwirbeln.
Was entstanden ist,meiner meinung nach,ein Wolkenachat.Könnte doch so sein ?
Keine klaren Linien,Verwirbelungen und wie man nach dem sägen sehen kann große
Eintrittskänäle.
Unter Druck können sich auch verschiedene Substanzen separieren und somit klare Bänder bilden
gleichmäßige bei gleichmäßigen Außendruck und verschobene Bänder bei ungleichmäßigen
Außendruck.Könnte das so sein ?
Bei dem Stein mit einem Hohlraum ohne Eindringung ist das Gas nicht entwichen sondern duch Kapilare difundiert,zurück bleibt ein Belag an der Innenseite,zuweilen bildet sich ein Körper der als loser Gegenstand vorhanden ist,das Ding klappert.
Nun bin ich gespannt auf die Expertenantwort.
Gruß Steinbeißer
Steinbeißer:
Nun mal zu Wasser,über welchen Temperaturbereich unterhalten wir uns?
Ab 100 grad verdampft Wasser.
Wann ist Kieselgel noch fließbar?
Bei Temperaturen über 100 Grad(Da ist der Chemiker gefragt)was passiert mit H 2O.
Propfenbildung des Kieselgel´s ? Glaub ich nicht,es bleibt vielmehr nach Einfluß des Kieselgel´s ein Resthohlraum.
Der mit verflüssigtem Gas angefüllt ist und aus der Zusammensetzung sich Kristalle bilden.
Nun mal zu.
Gruß Steinbeißer
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