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Diskussion: Gediegen Blei in St. Andreasberg ?
ganomatit:
--- Zitat von: harzgeist am 06 Nov 18, 17:39 ---Hallo Manfred
1. Sowohl Herr Kolitsch als auch Herr Möller sind Teilnehmer dieses Forums. Falls sie dies für nötig erachten sollten, mögen sie sich selbst zu deinen Fragen äußern.
2. Meine Zitate sind beide hier aus diesem Forum entnommen
3. Für mich besteht keinerlei Anlass an irgend einer Aussage, weder von Herrn Kolitsch noch von Herrn Möller, zu zweifeln. Die Reputation und Integrität beider Personen steht für mich völlig außer Zweifel. Du kannst das gerne anders sehen, nur, dann setze dich bitte selber mit den Herren auseinander.
4. Wenn sich wissenschaftliche Erkenntnisse im Nachhinein als Irrtum bzw. Wunschdenken (Beispiel "kalte Kernfusion") herausstellen, und solche Irrtümer der gleichen Person gleich mehrfach unterlaufen, dann ist das logischerweise abträglich für dessen Reputation im Allgemeinen.
Thomas
--- Ende Zitat ---
BILDUNGSSPRACHLICH = Reputation
kalte Kernfussion= Als kalte Fusion bezeichnet man Verfahren, die eine als Energiequelle nutzbare, kontrollierte Kernfusion von Wasserstoff-Isotopen herbeiführen sollen und dabei ohne thermonukleare Reaktion, also ohne ein Plasma mit hoher Temperatur und Dichte auskommen.
argentopyrit:
Hallo Thomas,
Also ich habe hier doch niemandem etwas vorgeworfen, oder behauptet man habe sich geirrt, deswegen brauche ich mich auch mit niemand auseinandersetzen. Ich habe nur um die Quelle Deiner angeblichen Literatur gebeten. Dafür Danke ich Dir. Das Du aussagen Dritter hier im Forum als Literaturquelle verkaufst, und glaubst das merkt keiner, da täuschst Du Dich. Wie Du aber diese angeblichen Literaturquellen für Deine Ausführungen benutzt, hätten sich die beiden Zitatgeber sicherlich nicht träumen lassen. Den genauen Zusammenhang zwischen den von Dir zitierten "Literaturquellen" und Deinen Diskussionsbeiträgen, aus meiner Sicht, werde ich wie angekündigt in einem zusammenfassenden Bericht darstellen und auch hier einstellen.
Ich hoffe sehr das es dann auch mit der Andreasbergseite verlinkt wird.
Ich denke das ich Samstag damit fertig bin.
GA. M.G.
harzgeist:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,47764.0.html
Alles klar Manfred ? ;)
ganomatit:
Heller Glanz des gediegen Blei!!!
Nach Rücksprache mit Manfred hat er mir erklärt, dass das gediegen Blei sofort nach dem Freisäuern fotografiert worden ist. Die Oberfläche hatte keine Zeit sich mit Sauerstoff zu verbinden! Und deswegen der helle Glanz!
smoeller:
Hallo,
Nur kurz zur Klärung: Ich wollte mit dem Post in dem Bönkhausen-Thread niemals behaupten, dass es kein natürlich vorkommendes ged. Blei in Deutschland gibt bzw. geben kann. Meine Erfahrungen aus der Literatur zu Schwarzwald, Erzgebirge, Oberpfalz kann ich lediglich berichten, dass es bislang so gut wie keine Beschreibungen gibt. Blei wurde meines Wissens von Geroldseck im Schwarzwald genannt, wobei es sich um alte Quellen handelt (über 200 Jahre!). Walenta griff das Thema auf und sagte, dass es wahrscheinlich Jagdschrot gewesen sei. Zudem gab es offenbar alte Vorkommen im Melaphyr bei Zwickau, müsste mal im Haake, Flach, Bode (1994) nachschauen Aber auch dort wird auf die Jagdschrot-Problematik eingegangen. Der Fund von Badenweiler ist fraglich (evtl. hab ich das Stück noch irgendwo im Keller). Das is typisches Feuersetzmaterial vom Altemannfels, allerdings eine etwas untypische Ausbildung. Es handelt sich um seltener zu findene, grünlichgraue, schlackige Stücke mit Blasenräumen. In der Nähe befindet sich Fluorit. Fluorit erniedrigt den Schmelzpunkt, offenbar ausreichend, dass ein Teil des Quarzes geschmolzen ist. Wenn Fluorit zersetzt wird (thermisch oder durch starke Säuren, z.B. Schwefelsäure), wird Fluorid frei, das durchaus als Reduktionsmittel oder Komplexbildner in Frage kommt und so zur Entstehung von metallischem Blei führen könnte. In den Bereichen, in denen dieses blasige Material fehlt (mit und ohne Fluorit), liegt Blei meist als Bleioxid, Bleicarbonat oder -nitrat vor, letzteres aus dem Stickoxid beim Feuersetzen oder Arbeiten mit Schwarzpulver. Oft ist Cerussit in Bleioxid umgewandelt.
Übrigens: Blei von Langban ist echt. Eine der wenigen Fundstellen gewesen, an denen ged. Blei in größerer Menge vorkam.
Glück Auf!
Sebastian
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