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Diskussion: Feuersetzen in St. Andreasberg /urspr. Bilderdisk.: Silber- Reicherz (Feuersetzprodukt)
ganomatit:
Feuersetzen auf dem Jacobsglücker Gang vom Beerberger Stollen aus mit Schrämarbeit, Aufnahme 2013
loismin:
Hallo
Diese Ortsbrust ist sicher nicht durch Feuersetzen entstanden .
Im linken vorderen Bereich könnte es möglich sein da schaut es so schalig abgepletzt aus.
Wurde der im Vortrieb geschlägelt und dann mit Feuersetzen erweitert ?
Oder wie muß man sich das vorstellen ?
Loismin
harzgeist:
Um Missverständnisse (für zukünftige Leser) zu vermeiden, möchte ich noch hinzufügen, dass sich meine Antwort(en) sicher nicht auf den 'Normalfall' beim Feuersetzen beziehen, aber auf einen möglichen Fall, der auch eintritt.
Überwiegend werden wohl oxydierende Bedingungen herrschen, mit einem Röstprozess vergleichbar. Nach Entzünden des Feuers herrschen andere Bedingungen als bei Vollbrand oder Verhungern infolge Brennstoffmangel. Auf der Stollensohle unter der Glut ist es anders als an der Firste. Die Bewetterung war ja auch schon als Faktor erwähnt. Die verschiedenen Minerale verhalten sich natürlich ebenfalls unterschiedlich. Chlorargyrit wird das Feuersetzen -anders als Akanthit/Argentit- vermutlich relativ unbeschadet überstehen, schmilzt aber zwischen 500 und 600 grad.
Thomas
ganomatit:
--- Zitat von: loismin am 04 Nov 18, 15:36 ---Hallo
Diese Ortsbrust ist sicher nicht durch Feuersetzen entstanden .
Im linken vorderen Bereich könnte es möglich sein da schaut es so schalig abgepletzt aus.
Wurde der im Vortrieb geschlägelt und dann mit Feuersetzen erweitert ?
Oder wie muß man sich das vorstellen ?
Loismin
--- Ende Zitat ---
Nein, das hab ich auch nicht so geschrieben. DURCH SCHRÄMARBEIT!
ganomatit:
--- Zitat von: harzgeist am 04 Nov 18, 15:48 ---Chlorargyrit wird das Feuersetzen -anders als Akanthit/Argentit- vermutlich relativ unbeschadet überstehen, schmilzt aber zwischen 500 und 600 grad.
Thomas
--- Ende Zitat ---
CALVÖR 1765, Historische Nachricht von den Unter- und gesamten Ober- Harzischen Bergwerke" 1765 sagt dazu: " Wenn daselbst in der Grube Feuer gesetzt war auf den Freytag zu Nacht, oder Sonnabend früh, das feste Gestein zu heben, und die Bergleute auf den Montag wieder anfuhren, WAR DAS SILBER AUF DEM GANGE VOM ERZE GEFLOSSEN; DASS ES MIT LUST ZU SEHEN UND MIT DEM ERZ NACHZUSCHLAGEN WAR." S.77, CALVÖR spricht zwar vom St. Georg, aber auf Theuerdank wird es ähnlich gewesen sein, hier der Beleg dazu!!!
Chlorargyrit (auch Chlorsilber, Hornsilber, Hornerz, Silberhornerz, Wachserz) kommt aus der Mineralklasse der Halogenide und ist eine mikrokristalline Substanz die lichtempfindlich ist und einen Schmelzpunkt von 455° C hat. Er kristallisiert im kubischen Kristallsystem in Würfel {100}, Oktaeder {111} und Rhombendodekaeder {110} sowie deren Kombinationen. Auch Zwillinge nach der Oktaeder-Fläche {111} sind bekannt.
Wird Chlorargyrit erhitzt bildet sich Silber als Körner, dendritisch, moosförmig und blechig!
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