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Diskussion: Feuersetzen in St. Andreasberg /urspr. Bilderdisk.: Silber- Reicherz (Feuersetzprodukt)
ganomatit:
Silber
ged. Silberkügelchen als Produkt von erhitztem und dann eingeschmolzenem Chlorargyrit-Erz in derbem Zustand. Beim erhitzen bis ca.500 Grad entweicht das Chlor, zu erkennen an einem stechendem unverwechselbarem Chlorgeruch, danach mit höherer Temperatur zu ged.Silber reduziert. Größe der Kügelchen von 0,1 bis 4mm; Fundort : Niedersachsen, Harz, St.Andreasberg, Beerberg, Grube Alter Theuerdank.
harzgeist:
Hallo Manfred,
Extra für dich
Ein Zitat aus dem von mir verlinkten Wikipedia-Artikel
--- Zitat ---Silberchlorid ist eine weiße, mikrokristalline, lichtempfindliche Substanz mit dem Schmelzpunkt von 455 °C und einem Siedepunkt von 1550 °C.
--- Ende Zitat ---
Wie, bitte schön, soll sich durch einfaches Erhitzen dort Silber bilden können, wenn es bei 1550 grad in Dampf übergeht?
--- Zitat ---Wird Chlorargyrit erhitzt bildet sich Silber als Körner, dendritisch, moosförmig und blechig!
--- Ende Zitat ---
Diese Aussage stimmt so nicht. Dazu braucht es ein Reduktionsmittel, das das Chlor aufnimmt (und in die Schlacke überführt). Entweder es muss zugesetzt werden, dann hätte es heißen müssen "Wird Chlorargyrit mit xyz erhitzt ..."
Oder aber das reale Hornerz ist kein reines AgCl und enthält bereits das Reduktionsmittel. Dann hätte ich die Aussage nachvollziehen können. Darauf bezog sich meine Frage.
Mir ist unverständlich, dass du nun ausfallend wirst, anstatt die Dinge sachlich zu diskutieren, wie Frank das bisher tat
Aber um deine Fragen zu beantworten, nein einen Berater habe ich nicht, nur eine halbwegs vernünftige Ausbildung und noch ein einigermaßen gutes Gedächtnis.
Vielleich hast du auch nicht noch mal nach oben geschaut, dort hatte ich dir unter "Edit" einen Link eingefügt, um deine Frage bezüglich des von mir erwähnten Analyse-Irrtums zu beantworten.
Also hier noch mal ...
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,36891.msg271881.html#msg271881
Offensichtlich ist es in der Tat nicht bei einem geblieben. Aber wie du schriebst 'immer' ist dann wohl ein wenig übertrieben ;D
Nix für ungut ;D
Thomas
@Frank
AgCl lässt sich durch Hitze nicht spalten (siehe den Wikipedia Link). Genau so gut könntest du versuchen Kochsalz zu spalten, was bekanntlich unmöglich ist, na ja einen Unterschied gibts schon. Dazu, dass du elementares Chlor austreiben kannst, ist das viel zu reaktionsfreudig.
Wenn du was von stechendem Geruch schreibst, könnte das auf die Bildung von Chlorwasserstoff hindeuten. In dem Fall wäre Wasser das Reduktionsmittel. Stelle ich mir aber schwierig vor, weil du etwas brauchst das bei der Reaktionstemperatur (Kristall)wasser abgibt. Mir fällt da nichts ein.
Chlorgeruch glaube ich nicht so richtig. Woran soll den das gebunden sein, dass das so leicht abgespalten wird ???
Ich könnte mir gut Blei als Reduktionsmittel vorstellen
Pb + 2AgCl -> PbCl2 + 2Ag
Wenn du das ganze in einer eisernen Pfanne machst, geht das evtl auch nach diesem Muster. Die Pfanne wäre dann quasi 'Verbrauchsmaterial'
Glück Auf
Thomas
argentopyrit:
de.m.wikipedia.org/wiki/Chlorargyrit
Hallo Thomas,
Hier nochmal der link Zu Wikipedia-Chlorargyrit, dort wird beschrieben wie man aus Chlorargyrit Silber macht.
mehr kann ich dazu nicht sagen.
Gruß manfred
ganomatit:
"Aber um deine Fragen zu beantworten, nein einen Berater habe ich nicht, nur eine halbwegs vernünftige Ausbildung und noch ein einigermaßen gutes Gedächtnis." von Thomas
Hallo Thomas, was hast Du eigentlich für Schwerpunkte in Geologie, Mineralogie und Bergbau des Harzes? Hast Du Montanwissenschaft studiert?
Axinit:
Servus,
noch zwei kleine Ergaenzungen:
"Roestarbeit" im engeren Sinne beinhaltet immer eine thermische Umwandlung von sulfischen (arsenidischen) Erzen in oxidische Roestprodukte unter Luftzufuhr, wobei der Schwefel als gasfoermiges Schwefeldioxid freigesetzt wird. Ein aehnlicher Prozess findet bei Erzen statt, die als Arsenide vorliegen. Hier wird Arsen (bzw. Arsenid) mit Luftsauerstoff zu leichtfluechtigem Arsentrioxid oxidiert. Die Metalloxide wurden anschliessend mit einem Reduktionsmittel (z. B. Holzkohle) zu den Metallen reduziert.
Manchmal wird allerdings auch die thermische Umwandlung von Siderit (Fe(II)CO3) an Luft in oxidische Eisenerze ("Fe(III)2O3") als Roestarbeit bezeichnet.
Reduktion von Chlorargyrit bzw. AgCl:
Thomas hat natuerlich recht. Fuer die Reduktion von AgCl zu Silber wird ein geeignetes Reduktionsmittel benoetigt. Der Wikipedia-Artikel sagt lediglich, dass die Reduktion "leicht" zu bewerkstelligen ist (was immer das auch heissen soll).
GA
Harald
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