Servus allerseits,
natuerlich bewegt die Diskussion - wie oft - vom eigentlichen Thema weg. Solange es interessant bleibt (und der Ton nicht ausfallend wird, was gluecklicherweise nicht der Fall ist

) sehe ich hier kein Problem.
Tatsaechlich haben die Verhuettung von Silbererz bzw. die natuerliche Bildung von gediegenem Blei recht wenig mit Bergbau zu tun, dafuer aber sehr viel mit Chemie bzw. mit Redoxreaktionen. Dies ist eine Tatsache, die auch jeder Geologe oder Lagerstaettenkundler zwanglos als solche akzeptiert.
Die Bildung aller Minerale ist letztlich durch chemisch-physikalische Prozesse bedingt und auf diese zurueckzufuehren, Punkt.
Natuerlich waere es schoen und vor allem auch interessant zu wissen,
was denn nun genau in der alten Literatur beschrieben wurde und
wie sich diese Beschreibungen in unser heutiges, naturwissenschaftliches Bild einfuegen.
Historische Textbruchstuecke (Lommer 1776) muessen im Geiste der damaligen Zeit gesehen und interpretiert werden. Eine wortwoertliche Auslegung derartiger Texte ist nicht zielfuehrend und sicher nicht mit der Vorstellungswelt des fruehen 21 Jh kompatibel.
Soweit ich das sehen kann, gibt es bisher weder eine vollstaendig ueberzeugende Erklaerung zur Verhuettung von Buttermilcherz (ein interessantes Thema) noch zur (natuerlichen) Bildung von elementarem Blei (gleichfalls sehr interessant).
Wer nicht voreingenommen ist, kann in beiden Faellen keinen Redoxprozess (und hierzu gehoert auch Feuersetzen bzw. Roest-Reduktionsarbeit) als potentielle Ursache von vorneherein und per se ausschliessen.
Zum Thema "Feuersetzen" oder auch "Altbergbau im Harz" kann ich leider nichts Konstruktives beitragen.
Soviel von meiner Seite. Inwieweit der Ruhm von St. Andreasberg durch diesen Austausch geschmaelert werden soll, erschliesst sich mir nicht.
Es bleibt weiterhin spannend

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Harald