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  • GERA: Vortrag "Kuriositäten aus der Welt der mikrokrist: 12 Apr 19

Autor Thema: GERA: Vortrag "Kuriositäten aus der Welt der mikrokristallinen Quarze"  (Gelesen 368 mal)

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Offline Hrouda

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Am Freitag, dem 12. April 2019, laden die Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde um 18.00 Uhr zum Bildvortrag „Kuriositäten aus der Welt der mikrokristallinen Quarze“ in das Museum für Naturkunde Gera ein.
Dr. Matthias Schreiter aus Gera ist ein ausgewiesener Experte für mikrokristalline Quarze, also Quarze ohne sichtbare Kristalle, und deren Bearbeitung. In seinem Vortrag stellt er ganz außergewöhnliche Stücke vor, die die Bezeichnung „Kuriosität“ verdienen.
Im Duden findet man unter diesem Begriff "etwas Sonderbares" oder "etwas Eigenartiges was vom Normalen abweicht". Als Kuriosität bezeichnet man aber auch seltene Einzelstücke in Museen oder privaten Sammlungen. Auch wurden Edel- oder Schmucksteine im späten Mittelalter als "Curiosa" bezeichnet. Diese oft farbenprächtigen, seltenen Mineralbildungen wurden von Steinschneidern und Juwelieren häufig zur Herstellung von heute in Kunstkabinetten zu bewundernden Kunstwerken verarbeitet. Man fertigte daraus z. B. Vasen, Kelche oder Tabatieren, die als Statussymbol für den Eigentümer. Man verwendete dafür natürlich hinsichtlich Farbe und Struktur besonders auffällige Steine, die aber meist nur in wenigen Exemplaren gefunden wurden und die kunstvoll bearbeitet für Aufsehen sorgten.
Viele dieser Kunstwerke sind in musealen Sammlungen erhalten geblieben und erfreuen mit ihrer Einzigartigkeit viele interessierte Menschen. Oftmals ist aber die Herkunft des Ausgangsmaterials, also die Herkunft der Rohsteine im Dunkeln.
Aus der Musterplattensammlung des Herzogs Anton Ulrich von Meiningen (1687 – 1763), die dank günstiger Umstände erhalten blieb und in das Naturhistorische Museum Schleusingen gelangte, resultierte die Fragestellung nach der Herkunft besonders auffälliger Musterplatten. Durch Besuche renommierter Museen und dem Studium einschlägiger Literatur gelang die Ermittlung mehrerer vergessener  Fundstellen, die dann auch wieder bereist wurden.
Neben dem "Röhrenachat vom Schneeberg", dem "Panthera von Baumholder" ist der "corallina di spagna" (der korallenartige aus Spanien) ein eindrucksvolles Beispiel dafür, das im Vortrag präsentiert wird. Warum dieses Material nicht in Spanien gefunden wurde, wie es zu dem Namen kam und wo die Fundpunkte tatsächlich liegen, wird im angekündigten Vortrag geklärt. Weiterhin werden eine Reihe von seltenen Bildungen von Chalcedonen vorgestellt und mit Hilfe von Mikroskopaufnahmen auch die farbenprächtigen Strukturen beleuchtet.

Offline Hrouda

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Achat in Chalcedon mit kristallinem Quarz unter UV-Licht (LW), 3,5 x 5 cm, Fundort: Zwickau-Planitz, Sachsen, Slg.: Dr. Matthias Schreiter, Foto:  Frank Hrouda