Glück Auf!
Ja, sehr wahrscheinlich ein Stück Pegmatit, der in einem mehr oder weniger Nebengestein sitzt. Das Stück erfasst die Kontaktzone der Beiden. Es gibt verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zur Bildung: Z.B. kann es ein Teil eines Pegmatitgangs sein, der über größere Erstreckung durch ein Gestein verläuft. Die Platznahme von granitoiden Gesteinen, in deren Begleitung Pegmatite auftreten können, kann in Zyklen erfolgen. So kann z.B. der Pagmatitgang eines jüngeren Zyklus im granitoiden Gestein eines älteren Zyklus stecken. Der Pegmatitgang kann aber auch in einem Nebengestein stecken, welches keine Zusammengehörigkeit mit dem Pegmatit bei der Entstehung hat. Pegmatite können auch in Form von Miarolen im Gestein stecken. Es wäre durchaus denkbar, dass das fragliche Stück ein Teil einer Miarolenwand ist. Derart grobkristalline Quarz-Feldspatgebilde können auch anders thermal gebildet werden außerhalb der Bildungsbedingungen für Pegmatite. Damit wäre es dann je nach Auslegung kein Pegmatit mehr. Es könnte ein Stück eines Migmatits sein. Derart grobkristalline Bereiche können auch metasomatisch oder durch das Zusammenspiel vielfältigster Faktoren gebildet werden. Wie so häufig bei interessanten Geschieben, ließe sich die Vorgeschichte der Entstehung wenn überhaupt nur am Herkunftsort genau rekonstruieren. Häufig, so wie wohl auch bei diesem Stück, fehlen aber leider Leitgeschiebemerkmale.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut