Mir ist aufgefallen, daß man in Deutschland sehr eingeschränkt zum Thema Achate sammeln. Verglichen mit anderen Ländern müssen in Deutschland die Achate entweder sehr bunt sein, oder aber eine ausgeprägte Bänderung haben. Dabei gibt es doch recht viele interessante Varianten von Achat. Nehmen wir z.B. die Moosachate. Nur wenige Sammler interessieren sich ernsthaft für diese Variante. Ist ein Stück auch noch ziemlich eintönig gefärbt, wird´s kaum beachtet. Plume-Achate sind den meißten Sammlern sogar unbekannt, bzw. werden mit Moosachaten verwechselt. Pseudomorphosen müssen ebenfalls bunt oder groß sein, um Beachtung zu finden und bei Sagenitachaten hört´s dann schon wieder auf. Klare Stücke mit großer Tiefe sind ebenfalls nicht sonderlich beliebt.
Natürlich ist der optische Faktor ein wesentlicher Anreiz bei der Achatsammelei, aber ist das denn richtig. Immerhin gibts ja auch bei den Mineraliensammlern eine große Gilde Micromounter, deren Objekte erst durch das Mikroskop einen optischen Genuß bieten ( und auch das nicht immer ). Ebenfalls weitgehend losgelöst von optischen Gesichtspunkten sind die Systematiker.
Wenn ich da so an meine selbstgesammelten Stücke denke ist´s doch eigentlich schade, daß sich viele ihr Sammelspektrum selbstständig so einschränken. Vielleicht muß man aber auch ( wie ich ) " gelernter " Micromounter sein um die Schöhnheit des Details zu würdigen. Ich glaube nicht, daß viele Achatsammler im Besitzt eines Stereomikroskopes sind. Und die keins haben wollen sich vielleicht keins anschaffen, weil sie noch nie einen Achat bei entsprechender Vergrößerung betrachtet haben.
Mich würde mal Eure Meinung zu diesem Thema interessieren und hoffe auf eine rege Diskussion.
Ralf