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Tag der deutschen Einheit - eine Feier wert!
Conny3:
Hallo,
mit diesem Bild (aufgenommen am 28.01.1990) möchte ich an meine Erlebnisse zwischen 9.11.89 und Sommer 1990 (nach Herausgabe der Lapis 7/8 1990) erinnern:
Conny3:
Hallo,
hier der zweite Teil meiner mineralogischen Wendeerlebnisse.
Wir haben uns also am 16.11. 1989 auf die abenteuerliche Reise nach Sparnberg gemacht. Werner Fischer wusste nur, dass er dort vor etwa? 30 Jahren mal festgenommen wurde, weil man dachte ,er wolle nach Bayern abhauen. Der Rucksack war aber schwer mit Granaten (keine Munition) gefüllt. Er wurde, samt Funden und Rucksack nach Birkenhügel gefahren. Dort war die Grenztruppenkompanie. Nachdem man schließlich feststellte, dass er nur "Steine" im Rucksack hatte, lies man ihn gehen. Damals gab es noch keinen Schutzstreifen.
Er wusste also wo ungefähr die Fundstelle lag. Ich wusste vom Grenzausbau im Frühjahr 1981, wie man da hinkommt. Also fuhren wir über Landstraßen nach Schleiz und von dort nach Bad Lobenstein - Göritz. Schon vor Göritz gab es den ersten Stau, an dem wir frech vorbei fuhren, weil wir ja nicht zur Autobahn wollten, sondern nach Sparnberg. An der Kontrollstelle stand das Tor offen und keiner war mehr da.
Schnell fanden wir die Stelle und sammelten(!) die Granatstufen auf. Vorher rettete ich noch das letzte Schild "Schutzstreifen-Betreten und Befahren verboten!" in meinen Trabi.
Gruß Conny
Bildanhang:
Vergleich 1990 2014.
Ein Stück Granat aus dem alten Fund von 1964? vom verstorbenen Sammler W. Fischer (in Gedenksammlungsraum GEOS Jena).
Eine alte Aufnahme der Autobahnbrücke mit dem Fundgebiet Sparnberg im Hintergrund (unterhalb der Stallanlagen). Aufnahme unbekannt.
Conny3:
Hallo,
weil heute der Tag ist, gleich der dritte Teil:
Nach dem 16.11. 89 waren bei mir dann erst einmal andere Ereignisse wichtig. Wir wollten ja nun endlich auch einmal nach dem "Westen" um unsere Verwandtschaft zu besuchen. Daher fuhren wir mit Familie zunächst nach Erlangen (Partnerstadt), Bamberg (Verwandtschaft), Pressig/Rothenkirchen und Marburg (hier mein erster Weststeinbruch bei Rachelhausen und/oder Steinperf? (ich weiß es nicht mehr so genau) in der Nähe von Marburg (17.12. 1989). Es war ein Diabasbruch mit einem grünen Mineral.
1990 wurde es dann interessant: Am 23. 1.1990 bekamen wir am Fachgruppenabend Besuch aus Karlsfeld bei München (Dachau)! Man brachte Mineralien aus den Alpen mit und viele LAPISHEFTE. Oskar v. Wieckowski (vielleicht den Münchner Sammlern bekannt), heute leider längst verstorben, berichtete von seinen Aktivitäten in München und in der freien Welt (Alpen). Schon wenig später luden wir ihn zu einem weiteren Besuch der Fundstelle in Sparnberg ein. Am 28.1. 1990 war es dann wieder so weit. Wir fuhren mit Oskar wieder nach Sparnberg und zum Henneberg. Dort sind dann die Bilder in den Vorbeiträgen entstanden und dieses von der Suche:
Fortsetzung folgt.....
Pcheloyad:
Danke für diesen Thread.
Auch für mich war und ist dieser 9te November 1989 ein wichtiger Tag in meinem Leben.
Wenn ich resümiere, was seitdem geschah, wie ich mich entwickelte und wo ich gerade in die Tastatur haue......
In 30 Jahren kann eine Menge geschehen.
Auf die nächsten "30"
Alles Gute
Marcus
P.S. Meine Eltern hatten 1986 den Ausreiseantrag gestellt, der am 08.11.1989 ! bewilligt wurde. Die Jahre bis dahin, waren für meine Eltern kein Zuckerschlecken, weder privat noch beruflich ( Bespitzelungen,Kontrollen etc. ) Meine Mama, ewiger Dank, war schon sehr sehr früh auf den Montagsdemonstrationen vor der Nikolaykirche. Jeden Montagnachmittag wartete schon ihr staatlicher "Begleiter" an der Hausecke gegenüber .......Ich werde jetzt emotional und bevor es eskaliert möchte ich nur sagen :
Hinfort mit diesem ( vorgegebenem ! ) "Rechts"-"Links" denken ! Dies ist die uralte Taktik des "Teile und Herrsche".
Die gleichen Menschen, die uns damals gegeneinander ausgespielt haben, sind zurück und wir lassen sie gewähren.
Mit dem Internet haben wir noch die Möglichkeiten so vieles zu (hinter-)fragen. Nutzen wir es und bilden wir uns unsere eigene Meinung. Nachgerichtete Informationen dienen selten der Realität.
Conny3:
Hallo,
hier noch vier weitere Bilder von der zweiten Exkursion nach Sparnberg und zum Henneberg. Wir sind damals mit dem engen Ford Capri von Oskar v Wieckowski gefahren. Am Nummernschild erkennt man die Dachauer Nummer. Es war sehr eng in dem Dreitürer (fast wie in meinem Trabi).
Nach Sparnberg sind wir auf Wunsch eines Teilnehmers, der auch damals die Vermittlung von Herrn Wieckowski (+) übernahm (E. Kurzbach +) auf dem Henneberg gefahren. Herr Kurzbach war schon im hohen Alter und noch einmal froh, wohl das letzte Mail in seinem Leben auf dem Henneberg gewesen zu sein. Ich erinnere mich heute noch an die tolle Sammlung (vor allem Henneberg) von Herrn Kurzbach in der A. Harnack Straße in Jena. Im Fundstellenbuch "Thüringen Vogtland" vom Weise Verlag (1991) und in der Lapis 7/8 (1990) im Artikel von Wieckowski sind Stufen aus seiner Sammlung zu sehen (zum Bsp. im Buch S. 48 Apatit 1,7 cm links unten). Den Henneberg konnten wir aber gerade noch vor der Wende erreichen. Im Zug von Saalfeld nach Wurzbach wurde aber immer schon gefragt: "Wo wollen sie hin?" oder "Wo wollen wir denn hin?" Das waren wegen der Grenznähe damals die Standartfragen der Transportpolizei ???
Bild 3 Sparnberg : 28.1.1990 oberhalb der Granatfundstelle mit Blick in Richtung Bayern links Conny, mitte Kurzbach, rechts ?
Bild 1: Henneberg untere Sohle 28.1.1990 links Kurzbach, mitte ?, links Conny (damals ohne OBI Eimer 8))
Bild 2: Suche im Geröll am Henneberg (ohne Helm ::))
Bild 4: Noch ein Bild von der Fundstelle Sparnberg. War wegen der Ansicht auch nicht für eine Veröffentlichung geeignet :o. Statt des OBI Eimers hatte ich früher eine rote Umhängetasche. ;)
Gruß Conny
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