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Börse Sainte Marie - Kurzbericht - Was gabs Neues ?
inschala:
Erst mal danke für die tollen Rückmeldungen.
Tja man sieht alles nicht so einfach.
Also erst mal zu Marokko. In all den Jahren die ich nach Marokko fahre habe ich sehr viele nette Menschen kennengelernt und mich sehr an Ihrer Gastfreundschaft erfreut. Und das egal ob es zu einem Geschäft gekommen ist oder nicht. Handeln in Marokko ja, aber auch nicht mehr um jeden Preis. Bei Massenware unverzichtbar, aber bei guten Stücken fast nicht mehr möglich weil der Marokkaner mittlerweile weis, und das mit recht, ist das Stück etwas besonderes, käuft es vieleicht nicht der erste Händler aber bestimmt der zweite.
Ein Händler in Marokko gab mir mal den schönen Hinweis als ich um den Preis feilschen wollte, ich solle mir überlegen ob ich an dem Stück Geld verdienen könne oder nicht. Als ich dies verneinte weil mir der Preis zu hoch schien, wurde der Roselith einfach wieder weggepackt. Da war nix mit verhandeln. Kauf es oder lass es bleiben. So ist es zumindest bei den Händlern in Marokko die hochwertige Mineralien anbieten. Bei den Ramschverkäufern ist das natürlich anders.
Mit China habe ich selbst keine Erfahrung, weis aber von einem Freund der öfter das Land aufsucht wegen Mineralien, das Ihm dort Stufen angeboten worden sind die mehrere tausend € kosten sollten und er sie dann in Ste. Marie oder München für ein paar hundert € wiedergesehen hat. Das ist dann übelste sägerei, wie ich sie von den Marokkanern nicht kenne. Klar auch bei ihnen gibt es solche und solche, aber da ich sehr viele als faire und nette Händler kennengelernt habe will ich mich davor hüten alle einfach über einen Kamm zu scheren.
Zu den willkürlichen Preisen hatte ich auch meine Horrorerlebnisse, ein polnischer Händler bot einen Sylvanit für 2700 € an, dazu sagen muß man das das Ding thumbnail größe hatte. Oder das hässlichste Kongsbergsilber das ich je gesehen habe für 50 000 €. Oder Bleiglanz der als Argenetit von Marokko ausgezeichnet war für 450 €. ( Nicht bei den Marokkanern sondern bei einem Händler aus Europa, ich halte mich hier mit Absicht etwas schwammig). Ich habe das Gefühl das oftmals diese Irrsinnigen Preise aus Unsicherheit und Unwissendheit entstehen. Einige haben halt wohl die Mentalität besser zu teuer oder garnicht verkauft als zu billig wenn man keine Ahnung hat was man als Preis aufrufen soll. Und das wiederum ist meiner Ansicht nach schlecht für die ganze Szene.
Bin gespannt auf weiter Erlebnissberichte aus Ste. Marie
MfG Inschala
McSchuerf:
--- Zitat ---Zu den willkürlichen Preisen hatte ich auch meine Horrorerlebnisse, ein polnischer Händler bot einen Sylvanit für 2700 € an, dazu sagen muß man das das Ding thumbnail größe hatte.
--- Ende Zitat ---
Selbst wen der Sylvanit aus dem berühmten rumänischen Nagjag stammen sollte, ist es in meinen Augen ein Verbrechen (ohne wenn und aber!) solch einen Preis dafür zu verlangen...auch wenn die Sylvanite von dort quasi nur noch aus Sammlerhand erhältlich sind..Ich habe z.B. auch Nagyagit von Nagyag und das ist auch thumbnail-Größe zu einem vernünftigen Preis. Der polnische Händler gehört gesteinigt und früher hätte man so jemanden an den Pranger gestellt oder Schlimmeres..
Fehlt nur noch, dass es sich wieder gar nicht um Sylvanit, sondern um Altait handelt und dann noch von Usbekistan..das kam mal bei einem meiner Käufe heraus..der sog. Sylvanit kostete aber auch nur grad mal 10 €..aus Interesse kaufte ich das Stück dann um es bei Herrn Blaß analysieren zu lassen..heraus kam dann die Überraschung: Altait plus..und das für 10 €....und schon mehr in Richtung KS als MM gehend..so herum liebe ich das natürlich wieder.. :)
Gruß Peter
Die Pulle:
Hallo ihr zusammen,
ich dachte hir geht es um aktuelle Lageberichte aus St.Marine aux Mines?Obwohl die Diskussion sehr interessant ist,die hir stattfindet.Die Sammler sind doch sehr verschieden und somit auch ihre Ansichten und das ist grundsätrzlich gut so.Nun kann ich es aber nicht lassen obwohl ich mich eigendlich zurückhalten wollte,auch mal meine Ansicht hir mitzuteilen.Hat sich mal einer Gedanken gemacht wieviel Gewinnaufschlag ein Bäcker auf seine Brötchen macht oder was der Möbelhändler an seinen Spanplattenmöbeln verdient?Leben und Leben lassen,und somit hat auch ein Gewerblicher Mineralienhändler seine Existenzberechtigung.Keiner wird gezwungen bei überteuerten Preisen einzukaufen,das liegt ja an jeden selber.Wie in fast allen Lebensbereichen hat sich auch bei Mineralien ein Trend durchgesetzt,hohe Qualität sehr hoher Preis.So können die exklusiven Händler nicht so viel Material herbeischaffen wie an Schaustufen bedarf herrscht,also bekommt man eine Schaustufe zu 5000 Eur schneller verkauft als ein Belegstück für 20 Eur.Dies veranlasst natürlich viele Händler einfach ihre Mineralpreise hochzusetzen,was natürlich Kopfschütteln bei vielen verursacht.Denn die Qualität ist dann meistens nicht mehr stimmig zum Preis,und hir liegt der Hase im Pfeffer.Und hir sollte man sich dann die grundsätzliche Frage stellen,was macht eine perfekte Mineralstufe (Schaustufe) aus um einen hohen Preis zu rechtfertigen?Ich glaube diese Frage ist mal eine Diskussion wert.Nur sehr wenige Händler haben das Talent eine Mineralstufe nach rein Ästetischen Gesichtspunkten zu bewerten,und nur diese Händler haben die Mineralien mit dem gewissen etwas.Ich gehöre zu den Sammlern die nicht Feilschen und dazu stehe ich,obwohl ich auch nichts zu verschenken habe.Wenn ein Stück eine dem Preis entsprechende Qualität hat und ich es mir leisten kann,kauf ich es.Wenn ein Händler mir immer eine durchweg gute Qualität bietet dann bleibe ich diesen meist "treu",und gehe davon aus,das auch in Zukunft alles fair verläuft.Händler mit Massenware und minderer Qualität sind für mich nicht von interesse,weil ich mich nicht dadurch verbessere.Ich glaube das hat auch schon inschala erwähnt.Jeder muß seinen eigenen Weg finden und seine Sammlung aufbauen wie es ihn gefällt,ich jage jedenfalls den Calciten weiter hinterher,und ob sie 5 Eur kosten oder mehr.....Wenn die Qualität stimmt und ich es mir leisten kann,was natürlich nicht immer so ist,dann ok.
So dann fröhliches Jagen
Die Pulle
loparit:
Hallo Pulle,
stimme Dir voll und ganz zu. Wenn die Stufe gut ist, darf auch der Preis entsprechend sein. ;)
Aber einfach den Preis hochzusetzen weil sich hochpreisige Stücke besser verkaufen lassen ist nicht in Ordnung. >:(
Doch wie Du so schön schreibst, es ist ja jedem selbst überlassen was er bereit ist zu bezahlen.
So habe ich mal folgendes erlebt. Und zwar ging es um indische Stilbite, die ich recht preiswert einkaufen konnte. Ich hatte sie auf 3 oder 4 Börsen so angeboten, dass ich die Stücke für meine Sammlung heraus hatte. Die Stilbite ließen sich nicht verkaufen. Dann habe ich auf den Rat eines anderen Sammlerkollegen gehört, der meinte das die Teile zu preiswert sind und ich habe Sie im Preis erhöht. Man glaubt es nicht, aber es hat nicht lange gedauert (bin auf max. 1-3 Börsen im Jahr) und die Stücke waren verkauft.
Hört sich komisch an, aber viele Sammler glauben wenn etwas nicht teuer ist, taugt es nichts :D
Ähnliche Erfahrungen hatte ich in den 80er Jahren mit Ramsbeck-Material, erst als ich die MM's höher ansetzte habe ich diese verkauft, verstehe wer will ??? ???
Gruß
loparit
kraukl:
Hallo Edgar, hallo Ingo,
natürlich hat Ingo recht, was ich nicht will, muß ich nicht kaufen.
Interessant ist, was Edgar schreibt.
Ich habe es auch schon erlebt, wenn Stufen recht günstig sind, lassen
sie sich nicht verkaufen, erhöht man den Preis, siehe da, plötzlich sind Interessenten
vorhanden und die Stufe wird verkauft.
Ist schon seltsam, aber so sind die Menschen halt.
Billiges kann keine Qualität sein !!
Doch ich glaube, die Leute, die nur für teures Geld kaufen, haben keine Ahnung.
Mineralien kann man nicht mit Maschinen oder hergestellten Dingen vergleichen
bei denen es Qualität gibt.
Der Preis kann sich eigentlich nur über Seltenheit des Minerals, Ausbildung der
Kristalle, Ästhetik und Nachfrage bilden.
Es gibt hier keine allgemein verstandene "Qualität".
Aber es ist müßig darüber zu schreiben oder zu reden, ändern werden wir die
willkürliche Preisgestaltung nicht.
Auf jeden Fall macht Sainte Marie Spass !!!!
Glückauf
Klaus
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