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Autor Thema: Tipps: Welche Anschaffung für MM-Fotografien?  (Gelesen 517 mal)

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Offline Tom67

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Hallo liebes Forum.

Es gibt einige z.T. ältere Beiträge/Fragen zum Thema "wie/womit fotografiere ich Mineralien am besten", aber trotzdem hat es mir leider noch nicht bei meinen "quälenden" Gedanken geholfen, deshalb dieses Anliegen hier - mit der Hoffnung auf freundliche, gute Tipps bei folgender Frage:

Ich möchte gerne bessere Fotos speziell von Mikromounts machen und muss die grundlegenden Fragen klären: Was nutzen - ein gutes (!) USB-Mikroskop (gibt's sowas überhaupt?), oder eine geeignete Digi-Cam mit passenden Werten/Equipment, oder - wozu ich tendiere - eine Mikroskopkamera? Bei Letzterer kommt hinzu, dass ich nicht weiß, ob man dazu unbedingt ein Trinokular nutzen muss oder es auch ein "normales" Auflichtmikroskop tut. Ich habe zwar ein Bino, mit dem ich zufrieden bin, aber das kann ich ja nicht dafür nutzen (oder?).

Ich bin kein versierter Fotofreak, der mit allen manuellen Einstellungen vertraut ist, und auf jeden Fall sollen die Fotos digital verwendet werden können.
Ach ja, das Budget..... Wäre das möglich, für ca. 300 Euronen sowas zu kriegen, wäre ich total glücklich - und könnte sicherlich auch öfter geeignete Bilder für das Lexikon oder Fundorte beitragen..!

Wer hat die Zeit und kann helfen?

Vielen Dank jetzt schon!

Thomas
« Letzte Änderung: 08 Okt 19, 00:32 von Tom67 »

Online Harzsammler

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Re: Tipps: Welche Anschaffung für MM-Fotografien?
« Antwort #1 am: 08 Okt 19, 10:26 »
Hallo,

passend zu dieser Frage in Puncto Digicam:

hat jemand vielleicht Erfahrung mit einer Olympus TG3 oder aufwärts bis TG6?

Diese soll eine Mikroskopie-Funktion haben und wirbt damit, neben wasserdicht auch absolut staubdicht zu sein.
(wegen Staub in der Optik hatte ich immer Ausfälle)

Es wäre halt schön, wenn man eine Kamera hätte, die neben guten Fotos im Makro/Mikro-Bereich auch noch für's Gelände unter schwierigen Bedingungen brauchbar wäre (eine Spiegelreflexkamera möchte ich da nicht mitschleppen).

Was ich bisher an Fotos gesehen habe sah jedenfalls ganz gut aus.

Grüße,
Michael






Offline Haubi

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Re: Tipps: Welche Anschaffung für MM-Fotografien?
« Antwort #2 am: 09 Okt 19, 02:05 »
Hallo Michael,
ich habe zeitweise die Olympus TG 3 zur Mineralienfotografie benutzt. Die Mikroskopfunktion ist beachtlich, aber im freien Gelände recht nutzlos, da man kaum scharfe Bilder aus der Hand erzielt. Auch das interne Fokusbracketing ist da wenig praktikabel. Alles in allem eine handliche brauchbare Kompaktkamera, mit der man daheim mit Stativ und guter Ausleuchtung durchaus gute Mineralienfotos machen kann. Ich nutze sie aktuell nicht mehr dafür, da ich in bessere Technik investiert habe, mit der deutlich bessere Qualität erzielt wird.
Glückauf.
Uwe

Offline Tom67

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Re: Tipps: Welche Anschaffung für MM-Fotografien?
« Antwort #3 am: 09 Okt 19, 07:46 »
Danke schon Mal für die Hinweise zur Olympus, ich hab Mal geguckt: die wäre ja durchaus um Budget. Kommt ja immer darauf an, welchen Anspruch man hat bzw. wie fortgeschritten man schon sein möchte - momentan sind vieles Lösungen besser als meine jetzigen Möglichkeiten..
Könnt Ihr auch etwas zu der Frage nach Mikroskopkamera oder USB-Mikroskop sagen? Vor-/Nachteile, worauf achten, Empfehlungen?

Wäre toll - vielen Dank! :-)

Online Harzsammler

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Re: Tipps: Welche Anschaffung für MM-Fotografien?
« Antwort #4 am: 09 Okt 19, 08:10 »
@ Uwe, Vielen Dank für deine Antwort!

Zum USB-Mikroskop: hier konnte ich zwei, drei Modelle, die durchaus nicht billig waren, bei mir auf Arbeit testen.
Fazit: geeignet waren diese sehr gut zum Ablichten ebener Flächen.
Drusen zu mikroskopieren war fast unmöglich.
Sehr gestört hat mich auch, dass die integrierte Beleuchtung die natürliche Farbe der Mineralien stark verfälscht.
Hinzu kommt noch dass man sich eine brauchbare Stativvorrichtung bauen müsste - gut, das wäre machbar.
Es mag hier vielleicht geeignete Modelle geben, aber ich habe das dann nicht weiter verfolgt.

Grüße,
Michael

Offline harzgeist

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Re: Tipps: Welche Anschaffung für MM-Fotografien?
« Antwort #5 am: 09 Okt 19, 13:36 »
Hallo

Die Aussagen von Michael kann ich bestätigen.
Zitat
Fazit: geeignet waren diese sehr gut zum Ablichten ebener Flächen.
Starke Vergrößerung erfordert eben Stacking, weitgehend unabhängig von der verwendeten Aufnahmetechnik.

Mich haben die nicht abschaltbare Belichtungsautomatik und der geringe Dynamikbereich am meisten gestört. Helle Stellen werden dadurch fast immer überstrahlt während dunkle Bereiche schwarz bleiben.
Die mitgelieferte Software ist im Prinzip nur ein Bildbearbeitungsprogramm und hat keinen Einfluss auf die physikalischen Einstellungen der Kamera. Deshalb bleiben in hellen Partien 'abgesoffene' Details verloren.
Dennoch können mit einer billigen 50-Euro-USB-Kamera recht passable gestackte(!) Fotos gemacht werden.
https://www.mindat.org/photo-362513.html

Es gibt auch USB-Kameras, die anstelle des Okulars in das Mikroskop eingesteckt werden. Diese sind jedoch wesentlich teurer und sollten die beschriebenen Nachteile nicht haben.

Thomas
 

 

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