Arbeitsmittel / Means for work > Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto
Mikroskop- bzw. Lupenobjektiv
Lynx:
Hoi
Weißlicht-LED sind blaue LEDs mit einem Farbkonversionselement. Der primäre Konverter lässt sich blau anregen und emittiert gelb, was zusammen ein kaltes Weiß ergibt. Für warmweiße LEDs wird noch ein rot leuchtender Leuchtstoff dazugegeben. Wegen der thermischen und photochemischen Belastung sind diese Konverterleuchtstoffe keramische Pigmente.
Gängige Weißlicht-LED haben typischerweise einen YAG-Ce oder LuAG-Ce (d.h. einen Setenerdgranat dotiert mit Cer) als farbkonvertierendes Element. Die Lumineszenzlebensdauer von Ce in diesen Stoffen liegt deutlich unter 1 µs (etwa 0.2-0.4µs). Manche Hersteller nutzen meines Wissens mittlerweile auch andere Konverterstoffe, die allerdings ebenfalls sehr schnell sind.
Dass typischerweise der primäre Konverter schnell ist, liegt daran, dass aus Effizienzgründen solche Stoffe gewählt werden, in denen der entsprechende strahlende Übergang quantenmechanisch erlaubt ist, also eine hohe Übergangswahrscheinlichkeit und deshalb eine kurze Lebensdauer hat.
In der Anwendung führt das dann dazu, dass diese LEDs flackern, wenn sie am üblichen 50Hz Netz angeschlossen sind. Um dieses durchaus deutlich sichtbare Flackern zu verringern, werden gezielt nachleuchtende Komponente mit in das Konverterelement eingebracht. Die Einschalt-Dynamik wird üblicherweise vom schnellen Konverter dominiert - beim Abschalten kann man manchmal recht lange noch die nachleuchtende Komponente sehen, zum Teil auch mit Farbwechsel nach grün.
Allerdings bezieht sich oben gesagtes auf die Leuchtmittel für z.B. Raumbeleuchtung. LED Chips, wie sie z.B. für Instrumentenbeleuchtung etc benutzt werden, hängen nicht an Wechselspannung, benötigen daher keinen Zusatz von nachleuchtendem Pigment, was natürlich billiger und einfacher in der Herstellung ist.
Grüße, Martin
P.S.: LEDs mit Schaltflanken im µs-Bereich bzw. Puldauern im µs-Bereich zu betreiben, ist an sich kein Problem - wenn man entsprechend schnelle Treiberelektronik hat.
uwe:
Ja Fabian, den Blitz neben der anderen Beleuchtung zusätzlich oben drauf setzen werde ich mal probieren.
Gruß
Uwe
cmd.powell:
--- Zitat von: Lynx am 11 Dec 19, 12:05 ---P.S.: LEDs mit Schaltflanken im µs-Bereich bzw. Puldauern im µs-Bereich zu betreiben, ist an sich kein Problem - wenn man entsprechend schnelle Treiberelektronik hat.
--- Ende Zitat ---
Ich habe in meiner Eigenbauschaltung als kürzeste Belichtungsdauer 1/8000 Sekunde realisiert (nur pro forma, da meine Kamera diesen Wert als kürzeste Belichtungszeit kennt. Für Mineralienfotografie wahrscheinlich unsinnig, außer man belichtet mit einem Atomblitz...) und kann diese kurze Leuchtdauer visuell wahrnehmen. Natürlich kann ich nicht sagen, ob die LED ihre maximale Helligkeit erreicht, dafür fehlt mir die nötige Messtechnik. Auf jeden Fall spricht das für die Aussage von Martin, das die Leuchtstoffe sehr schnell reagieren.
@uwe: In meinen Augen lassen sich LEDs deutlich leichter ansteuern als z.B. ein Blitzgerät. Der Vorteil der LED ist, das man letztlich nur einen MOSFET o.ä. als "Schalter" in den Stromkreis der LED einbauen muss. Die meisten MOSFETs lassen sich schon mit einem einfache 5V TTL-Signal voll aufsteuern, so das praktisch jede beliebige Schaltung bis hin zum PC zum Ansteuern genutzt werden kann. Leistungs-MOSFETs können dabei locker Ströme über 20A schalten, was weit mehr als nötig ist. Für eine echte Blitzröhre muss man einen Hochspannungsimpuls schalten oder irgendeinen Adapter auf das vorhandene Blitzgerät basteln. Aber probier ruhig mal aus, bin auch auf die Ergebnisse gespannt.
harzgeist:
Hallo,
Ich stimme Markus völlig zu. LEDs bieten den zusätzlichen Vorteil, dass man in aller Ruhe die Beleuchtung so justieren kann, bis man glaubt das Optimum gefunden zu haben.
Was die Vibrationen betrifft, denke ich, dass es eine Überlegung wert ist -wenn andere Maßnahmen wie Spiegelvorauslösung nicht greifen- auf eine Systemkamera ohne Spiegel umzusteigen, die von haus aus schon kaum Vibrationen verursacht. Der finanzielle Aufwand hat sich bei mir jedenfalls mit 80 Euro in Grenzen gehalten (gebraucht, nur der Body, ebay Sofortkauf vom Fachhandel).
Thomas
Josef 84,55:
Hallo
um einen Blitz auszulösen muss man nur den Kreis zum Mittenkontakt schließen und das kann die Kamera mit Synkronzeit z.B. 1 Sekunde erledigen.
Blitz und LEDs zu mischen ist keine gute Idee, die Farbe passt nicht zusammen.
Uwe, falls die Abneigung gegen einen Blitz Dich vom fotografieren abhalten würde, nimm auf jeden Fall eine andere Lösung.
Alle meine Mineralien-Bilder sind mit Blitz beleuchtet. Geht garnicht würde ich nicht behaupten. Ich finde sie gar nicht so schlimm.
Grüße Josef
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