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Mikroskop- bzw. Lupenobjektiv

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Josef 84,55:
Hallo,

nehmt doch einfach einen Blitz mit Einstell-Licht den ihr mit dem Mittenkontakt der Kamera auslösen könnt (z.B. mit BRESSER JM-20 Blitzschuh-Adapter + Kabel). Zusätzlich ist es auch noch ein weitgehend thermisch erzeugtes Licht, das nicht aus Banden konstruiert ist.
Die Nachteile die beim normalen Knipsen stören sind hier nicht gegeben. Immer gleiche Richtung und viel zu harte Beleuchtung. Der Diffusor legt die Lichtrichtung fest.
Die Feinregelung vom meinem einfachen Studio-Blitz habe ich mit einer Blende am Blitz aus der Bühnentechnik gelöst.

Grüße Josef

cmd.powell:

--- Zitat von: Fabian99 am 10 Dec 19, 08:53 ---
--- Zitat von: cmd.powell am 10 Dec 19, 02:45 ---Glücklicherweise leben wir im LED-Zeitalter und diese lassen sich mit sehr kurzen Anstiegs- und Abfallzeiten ansteueren, welche Belichtungen bis runter zu 1/1000 oder gar noch weniger ermöglicht, was nach meiner bisherigen Erfahrung gar nicht mehr nötig ist.

--- Ende Zitat ---

Naja - nicht bei weissen LEDs. Der Lumineszenzkonverter ist teilweise relativ träge.

LG

--- Ende Zitat ---

Naja, da beißen sich sich Deine Aussage und meine Erfahrung. Nur nochmal klargestellt: Ich mache auf diese Art und Weise bereits erfolgreich Aufnahmen!! Es gibt sicherlich weiße LED's, die längere Zeit nachleuchten. In meinem Badezimmer habe ich z.B. solche "Patienten". Aber die LED's, welche ich für meine Beleuchtung verwende, leuchten nicht in einer Weise nach, das sie die Belichtungszeiten beeinflussen.
Ich weiß jetzt natürlich auch nicht, mit welchen Belichtungszeiten ihr normalerweise arbeitet, bei mir sind es zwischen 1/100 bis rauf deutlich über eine Sekunde, je nach Vergrößerung. Gerade bei hohen Vergrößerungen sind die Belichtungszeiten länger. Die eigentliche Belichtungszeit stelle ich "herkömmlich" über meine Kamera fest, dann stelle ich diese auf "B", also unendliche Belichtungzeit, und an meiner Belichtungssteuerung eben jene über die Kamera gemessene Zeitdauer ein. Danach ein Testfoto, ob auch alles passt und dann geht es los.
Ich denke mal, wenn Anstiegszeit des Leuchtstoffs identisch oder sehr ählich der Abfallszeit sind ist es auch kein Problem, solange der Leuchtstoff seine Plateauhelligkeit erreicht. In dem Falle würde der verlängerte Helligkeitsanstieg durch das Nachglimmen kompensiert, was sich mit meinen Ergebnissen deckt. Rein visuell kann ich ohnehin keinerlei Nachleuchten feststellen, weder bei Ein-Chip- noch bei COB-LEDs mit mehreren Einzelchips in Reihe.
Aber vielleicht gibt es LEDs, die wirklich völlig ungeeignet sind. In dem Fall muß man auf ein anderes Modell zurückgreifen.

Einen klassischen Blitz halte ich für problematisch: Man kann nicht die Lichtverhältnisse auf den Kristallflächen beeinflussen, da man nicht mit dem Blitz beleuchten kann. Mit LEDs kann man alles vorher in Ruhe einstellen und evtl. Reflexionen abschwächen, betonen, was auch immer. Wie soll das mit einem Blitz gehen. Da hat man irgendein Ergebniss oder macht erstmal hunderte von Testaufnahmen, nur um die richtigen Beleuchtungsverhältnisse hin zu bekommen.

@Uwe: Wenn eh alles in Entstehung ist, ist das auch der richtige Zeitpunkt, solche Eventualitäten gleich mit einzubetten. Ist bei mir genau das Gleiche: Ich baue zur Zeit auch noch auf und die Konstruktion wächst wie eine Pflanze und wird immer ausgefeilter. Zwischendurch gibt es dann immer wieder Phase der ausgiebigen Testung, dann werden wieder Ideen ausprobiert und umgesetzt... ist schon fast ein organischer Prozess, eine kleine Evolution. Macht einen Heidenspass - vor allem, wenn denn auch mal was funktioniert.

Josef 84,55:
Guten Morgen

mein Blitz hat ein Einstell-Licht, dass in etwa die gleiche Richtung hat wie die Blitzröhre. Ich stelle das Motiv unterm Stemi grob ein und stelle es danach unter den Foto-Aufbau, der eine ähnliche Lichtrichtung hat. Dort mache ich mit dem Licht am Blitz die Feineinstellung. Grob überstrahlende Reflexe dämpfe ich mit einem Stückchen Isolierband am Diffusor, der die eigentliche Lichtrichtung vorgibt. Die Möglichkeit zum Einstellen des Lichtes ist meiner meinach nach notwendig. Ein Licht welches bei allen Motiven gut ausschaut, kenne ich für Mineralien nicht, bei Insekten ist dass ein wenig einfacher.
Für mich funktioniert diese Abfolge und ich hatte so nie Bewegungsunschärfen, selbst mit meinem wackligen Vergrößerrer-Stativ und 50x/0.55 Objektiv.
Ein netzbetriebener Studio-Blitz mit niedriger Blitzzahl hat sich bewährt. Akkubetriebene gehen immer dann aus, wenn man es nicht braucht und ein Umbau eines solchen alten Blitzes auf Netzbetrieb ist gescheitert.

Grüße Josef

uwe:
Ich will ja auf keinem Fall die Erfahrungen anderer user klein reden, aber meiner Erfahrung nach geht Blitz bei Mineralaufnahmen überhaupt nicht. OK, ich habe noch keine Mikros "geblitzt", aber bei Stufen normaler Größe wirken Blitzaufnahmen immer flach. Bei Mineralen spielt nicht nur die Farbe, sondern auch die Struktur eine große Rolle. Bei Blitzlichtaufnahmen kommt das Licht aus einer Richtung und damit werden nur die direkt angeleuchteten Flächen sichtbar (von Spiegelungen mal abgesehen). Es sei denn, man setzt wie bei Profiaufnahmen mehrere ferngesteuerte Blitze aus verschiedenen Richtungen ein. Aber ehe ich hier größere Summen investiere kaufe ich mir lieber eine neue Stufe. Ich bin halt ein low-budget Fan.

Gruß
Uwe

Fabian99:
Hallo Uwe,

ich habe gerne im Bereich 0.2 bis 0.5s belichtet. Da kann ein Blitz helfen um Akzente zu setzen. Als Hauptlichtquelle sehe ich den Blitz auvch nicht.

@Markus:
Nee, eigentlich nicht. Das Nachleuchten ist vermutlich eher die Elektronik im Badezimmer. Mal schauen, vielleicht schaffe ich ein Oskar an eine Photodiode zu hängen. Die 1ms an und Abstieg gleube ich bei weiss nicht - 10ms schon. Wobei das Ganze extrem temperaturabhängig, also von der Geschichte der LED abhängt.

LG

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