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Ein Hallo und meine erste Frage zum Uranocircit
calzit:
Hallo ihr Lieben,
ich bin neu hier und habe mich jetzt bezüglich einer genauen Frage angemeldet, die ich aus dem reinen Lesen für mich nicht beantwortet bekommen habe. Ich sammel bevorzugt Flouritstufen und Quarzdrusen aus Sachsen, von Smaragden und Turmalinen mal abgesehen. Ich habe mir jetzt alle 6 Seiten in der Suche zum Thema radioaktive Mineralien durchgelesen und was zu beachten ist. Die Meinungen gehen bei dem Thema doch sehr auseinander, dass doch ein Restzweifel zurück bleibt. Ich mache das auch jetzt nicht an irgendwelchen Beispielen fest, wie "solange es keine 1kg Pechblende ist" oder was wäre wenn und hätte. Es geht genau um diese Mikrostufe, die käuflich erwerbbar ist.
http://saxminerals.de/minerale/details.php?artnr=m4513&navi=Deutschland&id=439&pos=6&dtlnr=2
Drauf gestoßen bin ich durch Zufall, wollte nur nach Mineralien aus Sachsen suchen.
- Muss ich bei dieser Größe bedenken haben, dass ich mit der Zeit bleibende Schäden für mich (und Besuch) davon trage?
- Ja, meine kleine Sammlung ist im Wohnzimmer. Wo soll sie sonst stehen als otto-normal Verbraucher. Ich habe kein extra Zimmer zur Verfügung, da ich in einer Wohnung lebe.
- In den Keller oder in einen blickdichten Mini Castortranspoter aus Blei ist ni, weil ich mich ja an dem Mineral erfreuen möchte. Ansonsten bräuchte ich es nicht erst zu kaufen.
- stuft ihr die Stufe als unkritisch ein? Oder würdet ihr die Finger davon lassen? (Die anderen Uranocircitstufen sind ja bereits verkauft, trotz des Schreckgespenst der krebserregenden Strahlung)
- hilft es, die Stufe immer in Kombination mit einer Barytstufe von 2cm aufzustellen, die die Strahlung filtert, solange sie außerhalb der Dose noch existiert?
- Wie schätzt ihr die Halbwärtszeit bei dieser Stufe ein? Ist es möglich, dass das Ding irgendwann frei von Radioaktivität ist? Einen Geigerzähler habe ich nicht.
Gefragt sind vor allem die, die sowas sammeln und damit Erfahrung haben. Wenns mir jemand von euch zuvor wegkauft, ist es halt so.
Also. erstmal vielen Dank schon vorweg und schönen Restsonntag :)
Josef 84,55:
Hallo,
die Halbwertszeit ist mit 4,5 Milliarden Jahren (U238) zu lang zum abwarten.
Die natürliche Umgebungsstrahlung wird sich durch dieses einzelne kleine Stück bei Dir im Wohnzimmer nicht nennenswert erhöhen.
Wichtig ist das Stück einzudosen, dass es keine Brösel verstreut und dadurch vielleicht versehentlich in den Körper gelangen könnten.
Das Edelgas Radon bleibt bei gut kristallisierten Stücken (nicht erdig) fast vollständig im Stück, ist also auch kein Thema.
Wichtig ist auch es vor unsachgemäßen Umgang zu schützen. Wenn es z.B. zertreten wird und sich in den Wohnräumen verteilt ist das ganz und garnicht lustig.
Ein Geigerzähler, selbst ein günstiger, schützt vor allem vor den Stücken die man nicht sofort als radioaktiv erkennt, vorausgesetzt man benutzt ihn. Der Smart Geiger Pro (50€) ist brauchbar, der FS2011 oder der GQ GMC-320 sind sicher auch gute Einstiegsmodelle.
Grüße Josef
calzit:
mehr wollte ich nicht wissen :)
Noch zwei bescheuerte Fragen. Irgendwer muss doch auch vorher das Uranocircit und andere aktiven Strahler eingedost haben, ohne sich selbst zu gefährden. Oder haben die einen Strahlenschutzanzug zur Hand?
Angenommen das Plexidöschen hat tatsächlich mal einen Sprung (durch Umzug, Runterfallen), ist die Wohnung dann unwiederbringlich kontaminiert, oder wie wird da verfahren? Eine sichere Positionierung, dass nichts runterfällt oder zerstört wird, habe ich allerdings bei mir auch als Voraussetzung gestellt. Es ging mir um die Strahlung und das Radon.
Beste Grüße
oliverOliver:
--- Zitat ---Noch zwei bescheuerte Fragen. Irgendwer muss doch auch vorher das Uranocircit und andere aktiven Strahler eingedost haben, ohne sich selbst zu gefährden. Oder haben die einen Strahlenschutzanzug zur Hand?
--- Ende Zitat ---
wie oben ja schon gesagt wurde - das Problem ist nicht die Strahlung, die ist bei so kleinen Uranocircit-Stücken eher zu vernachlässigen.
Aber Glimmer neigen zum Abbröseln/Abblättern - wirklich gefährlich wäre das Einatmen von winzigen U-Glimmer-Partikeln.
calzit:
--- Zitat von: Josef 84,55 am 17 Nov 19, 20:55 ---Ein Geigerzähler, selbst ein günstiger, schützt vor allem vor den Stücken die man nicht sofort als radioaktiv erkennt
--- Ende Zitat ---
Welche wären das, außer Urangesteine?
--- Zitat von: oliverOliver am 17 Nov 19, 21:51 ---Aber Glimmer neigen zum Abbröseln/Abblättern.
--- Ende Zitat ---
Das heißt, dass der Glimmerblättchen nach paar Jahren zu Staub zerfallen sind?
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