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Ein Hallo und meine erste Frage zum Uranocircit
Haubi:
Hallo miteinander
--- Zitat ---Welche wären das, außer Urangesteine?
--- Ende Zitat ---
zum Beispiel unten abgebildeter Baryt von Schlema-Hartenstein ballert ganz ordentlich,obwohl es kein Uranmineral ist. Vermutlich wurden radioaktive Partikel aus dem Erzgang mit in den Kristall eingelagert. Berühmt für ihre erhöhte Radioaktivität sind ja auch die "Radiobaryte" von Jenikov bei Teplice in Böhmen.
Btw. ich sammle seit über vierzig Jahren unter anderem uranhaltige Mineralien wegen ihrer Schönheit, seit 1984 besuche ich auch rekultivierte Halden der Wismut im Erzgebirge, ich war 1986 nur sechs Wochen nach der Tschernobylkatastrophe dort ganz in der Nähe in Kiew und habe im Fluß Dnepr gebadet während ca. 200 km flußaufwärts das Atomkraftwerk munter am Brennen war. Im Jahr 1990 war ich erstmalig am Streuberg in Bergen und habe eifrig mit Hammer und Meißel auf uranglimmerhaltiges Ganggestein eingeschlagen,daß es nur so stiebte...
Seitdem bin ich nicht mehr ernsthaft krank gewesen. So lebensgefährlich in kürzeren Zeiträumen kanns also nicht sein.
Grüße von Strahlemann Haubi
Walpurgin:
--- Zitat --- So lebensgefährlich in kürzeren Zeiträumen kanns also nicht sein.
--- Ende Zitat ---
Das denke ich auch.....
Im Bild mal ein Pechblendegang in natura (rechte Bildseite) ..... so lang man nicht seine Schlafstädte darüber einrichtet oder Trinkwasser aus einer Pechblendekluft zu sich nimmt....sollte das einen nicht gleich ins Grab bringen.
Elisabeth K.:
Ich würde generell davon abraten, Urangestein zu sammeln. Das gilt besonders für junge und unerfahrene Sammler. Was man nicht in der Wohnung hat, darüber braucht man sich nicht den Kopf zu zerbrechen und darüber braucht man auch keine Fragen zu stellen, welche einem am Ende noch selbst töricht erscheinen.
Glückauf!
Elisabeth
smoeller:
Hallo,
Nun macht mal nicht so viel Auferhebens wegen einem kleinen Stück Uranocircit.Wenn der fachgerecht gelagert ist (in einem dicht schließenden Kasten) ist die Gefahr sehr gering, zumal der überwiegende Teil der Strahlung (alpha + beta) nicht durch das Plastik dringt.
@haubi:Da hast du wohl Radiobaryt vor dir, also junger Baryt, der aus einer Lösung entstand, die Uran aus zersetzten U-Mineralien (v.a. primäre Pechblende) enthielt. Dabei wird dann das in geringer Menge neben Uran vorhandene, aber viel stärker strahlende Radium entsprechend seiner chemischen Verwandschaft zum Barium bevorzugt in den Baryt eingebaut. Die Teile sind manchmal schlimmere Strahler als reine Uranmineralien.
Glück Auf!
Sebastian
cmd.powell:
Moin
Irgendwie auch immer das selbe Thema. Pack die Stück im Zweifelsfall in den Keller, dann hast Du die wenigsten Probleme. Alles andere ist die Frage der persönlichen Paranoia (in Anbetracht der doch recht winzigen Stufe).
Mein persönlicher Standpunkt ist der: Respekt, keine Panik. Auch die Glimmerstäube die von z.B. Uranocircit abfallen sind noch recht grob und solang man diese in einer geschlossenen Vitrine aufbewahrt (und dort nicht täglich staub wischt), wird man sein Risiko auf Lungenkrebs nicht signifikant steigern.
Ein Geigerzähler "beruhigt" in sofern als das man schnell merkt, das man in spätesten 2m Entfernung die Stücke kaum noch aus der Umgebungsstrahlung herausmessen kann. Das Ministüfchen dürfte nach 50cm nicht mehr signifikant messbar sein.
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