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Autor Thema: Boltwoodit aus Namibia  (Gelesen 5569 mal)

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Online loismin

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #15 am: 17 Dec 19, 11:56 »
Hallo Elmar.

Sind deine analysiert ?
Weil Farbe ist leider ein schlechtes Bestimmungsmerkmal !
Und für mich schauten diese xx genauso aus wie Uranophan oder ähnliches , bin aber kein kenner für die Fundstelle !


Loismin

Offline Elmar

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #16 am: 17 Dec 19, 12:37 »
Liebe Sammlerkollegen,

die optische Unterscheidung von Boltwoodit und nicht-Boltwoodit (sei es Weeksit, Uranophan-beta oder auch Sklodowskit und ähnliche Uransilikate (nicht beschr. von der Fundstelle!)) finde ich recht einfach, wenn man ein paar Stücke aus dem Goanikontes Claim in der Hand hatte.

Weeksit, Uranophan-beta oder auch Sklodowskit u.a. optisch auseinander zu halten ist eher unmöglich.
Uranophan-beta (oder ein Stüfchen das so bezeichnet war) habe ich von der Fundstelle noch nicht gesehen.

Sicher kann man sich da nur sein wenn man mal per EDAX von ein paar Stücken die Kationen erfasst.

Vieleicht gibt die Literaturquelle 'Bezing, L. von, Bode, R. & Jahn, S. (2007): Namibia. Minerals and Localities. Edition Schloss Freudenstein, Bode Verlag, Haltern, 338 pp. (in English)' mehr Auskunft. Habe ich leider nicht zur Verfügung.

Wer hat das und kann mal nachschauen ?

VG
Elmar

Offline Peter-1

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #17 am: 17 Dec 19, 13:39 »
Hallo Elmar,
jetzt habe ich nochmal von einer anderen Stelle 2 Aufnahmen gemacht. Vielleicht hilft das etwas weiter. Die genaue Beschriftung lautet:
Boltwoodit gelbe nadelartige xx, teils in Quarzxx, teils in Gips oder Calcit eingewachsen. Goanikontes Claim, Swakopmund District, Erongo, Namibia.
Bildbreite Bild 2 = 1,4mm

Offline Elmar

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #18 am: 17 Dec 19, 14:05 »
Hallo Peter,

das sieht nach Boltwoodit aus. Der Habitus unterscheidet sich stark zu den zuerst eingestellten Fotos.
Gibt es in Realität (wie zu den zuerst im Thread eingestellten Fotos) auch den deutlichen Farbunterschied ?

Dann hast du wahrscheinlich beide Mineralien auf dem Stüfchen (Sei es nun Weeksit oder Uranophan-beta, da hilt sicher nur Analytik oder nähere Infos aus der Literatur)

VG
Elmar

Offline Peter-1

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #19 am: 17 Dec 19, 17:06 »
Hallo Elmar,

ich habe aus den Rohdaten/Bilder versucht die Farbe zu analysieren. Die letzten Bilder zeigen ein etwa mehr ins Orange gehenden Farbton. Mehr kann ich dazu aber nicht sagen. Mehr Meßaufwand möchte ich aber auch nicht betreiben. Röntgenfluoreszenzanalyse könnte ich zwar vornehmen, aber leider erst ab 20 keV und das bringt nix.
Peter

Online loismin

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #20 am: 17 Dec 19, 17:45 »
Hallo Elmar.

ich möchte ja nicht nervig erscheinen !
Aber ich entnehme deinen Ausführungen daß du die Sachen von dort auch, wie viele Sammler , und mich eingeschlossen ,optisch bestimmt hast !
Ist das richtig ?

Loismin

Offline calzit

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #21 am: 17 Dec 19, 18:56 »
Hallo Elmar,

zeig doch bitte deine Bilder. Nach dem Mineralienatlas bin ich immer noch der Meinung dass es sich um Boltwoodit handelt. Zudem muß ich auch glauben was auf dem MM steht. Bin auf deine Bilder und die Unterschiede sehr gespannt. Wie kann ich mit einfachen Mitteln den Unterschied herausfinden ?

Gruß Peter

Einen Boltwoodit gabs vor kurzem auf Kleinanzeigen.

Edit: externer Link verstößt gegen die Forenregeln, daher entfernt, Urheberrecht wäre auch noch zu klären...
« Letzte Änderung: 17 Dec 19, 21:13 von guefz »

Offline Elmar

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #22 am: 17 Dec 19, 21:07 »
Hallo Elmar.

ich möchte ja nicht nervig erscheinen !
Aber ich entnehme deinen Ausführungen daß du die Sachen von dort auch, wie viele Sammler , und mich eingeschlossen ,optisch bestimmt hast !
Ist das richtig ?

Loismin

ja klar  :) . Ist ja in der Regel immer zu 99% der Fall. Das betrifft Finder, Händler und natürlich uns Sammler. Da man nicht alles analysieren kann muss man sich auf seinen Erfahrungsschatz und sein analytisches Denken verlassen. Trotzdem würde ich anhand der gezeigten Fotos (inkl. den neuen) eindeutig von 2 versch. Mineralien auf dem Stüfchen ausgehen. Boltwoodit ist in meinen Augen gesetzt (auf den neuen Fotos). Für die alten Fotos bleiben die genannten Möglichkeiten, die nur analytisch zu differenzieren wären !

VG
Elmar

Offline Fabian99

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #23 am: 17 Dec 19, 21:12 »
Hallo,

was haben wir? Ein Bild eines gelben Minerals und ein schönes Gamma-Spektrum. Das Mineral ist Boltwoodit oder ein anderes Mineral, wie fast immer. Im Lexikon würde ich es anlegen als Gamma-Spektrum von Boltwoodit(?).

Würde sich das Spektrum ändern, wenn es ein anderes U-Mineral ist? "Vermutlich"=fast sicher nicht.

LG

Offline Peter-1

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #24 am: 17 Dec 19, 22:32 »
Hallo Fabian,

sobald die Uran-Zerfallsreihe gut ausgeprägt ist gleicht sich das Spektrum. Hier Uranophan aus Menzenschwand.
Wenn Thorium noch mitmischt sieht es anders aus. Ich will aber nicht jetzt mit Spektren überfluten.
LG Peter
« Letzte Änderung: 17 Dec 19, 22:43 von Peter-1 »

Offline Emil Box

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #25 am: 17 Dec 19, 23:27 »
In Namibia, Zauberwelt edler Steine und Kristalle (2001) p.134:
Charakteristisch für den Boltwoodit von Goanikontes ist eine rötlichorange Fluoreszenz im langwelligem UV-Licht, während das Mineral unter kurzwelligem UV-Licht nicht fluoresziert.
M.f.G.
Milo

Offline Fabian99

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #26 am: 18 Dec 19, 11:00 »
sobald die Uran-Zerfallsreihe gut ausgeprägt ist gleicht sich das Spektrum. Hier Uranophan aus Menzenschwand.
Hallo,

sobald das Mineral älter als 100.000a bis 1Mio a ist, ist die Zerfallsreihe im Gleichgewicht.
https://www.wise-uranium.org/rccu.html

LG


Offline Peter-1

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Re: Boltwoodit aus Namibia
« Antwort #27 am: 18 Dec 19, 11:41 »
Wenn es der Klärung dient, so liefere ich auch noch eine UV-Fluoreszenz. Anregung mit 365nm schmalbandig. Zeiss Filtersatz Nr. 02 am Mikroskop.
Peter

 

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