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Analysen (mit Daten)

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uwe:
Alois hat angesprochen, was das Problem bei immer genaueren Analysenmethoden das Problem ist. Es gibt auf Stufen aus der Natur kaum (ich nehme an gar nicht) reine Minerale. Mitunter besitzt ein Kristall einen Überzug aus einem völlig anderen Mineral oder es sind gleich Mischkristalle oder Glieder ein Mischungsreihe. Diese Erbsenzählerei beim wissenschaftlichen Analysieren führt bei den meisten Hobbysammlern mehr zur Verwirrung als zur Aufklärung.

Also was soll es? So lange Fundort, Fundsituation und Fundzeitraum so genau wie möglich dokumentiert ist, kann man eine Stufe auch ohne wissenschaftliche Diskussion getrost in die Sammlung legen.

Allen ein erfolgreihes Sammeljahr!

Uwe

PS.: Dokumentieren bitte nicht nur elektronisch. Auch wenn's umständlich ist: nur Papier hält Daten über Jahrhunderte fest.

Lynx:
Hallo Uwe

Deinen Beitrag versteh ich nicht ganz.
--- Zitat von: uwe am 05 Jan 20, 09:24 --- Es gibt auf Stufen aus der Natur kaum (ich nehme an gar nicht) reine Minerale.

--- Ende Zitat ---
Genau das ist doch das spannende, dass die Natur so vielfältig ist. Und genau das geht unter, wenn an dem Mineral nur der Zettel hängt mit z.B. "Goyazit" oder " Beudantit"- ohne Zutatenliste.... Dass jedes Mineral einen Eigennamen hat, ist in meinen Augen zuweilen  verwirrend - vielleicht ist es das, was Du meinst? Konkrekt denke ich zum Beispiel an Agardit in seinen vielen Ausprägungen, die u.U. auch innerhalb eines Kristalls von Agardit-Ce nach Agardit-Y wechseln kann - schlicht, weil es einen leichten Gradienten in den Ionenkonzentrationen gibt. Aber nochmals: eigentlich ist diese Tatsache doch genau das spannende! Da würde die genauere (wissenschaftliche) Beschreibung vielleicht weiter führen. Ob ich dann Namen dafür vergeben muss, steht auf einem anderen Blatt.

Was ich auch nicht verstehe sind die Vorbehalte gegen die Wissenschaft, die aus Deinem Text herausklingen. Ist "Sicherheit" bzw. "Verwirrungsfreiheit" so erstrebenswert, dass eine Analyse lieber unterbleiben soll? Sollte - um nicht zu verwirren - am Ende diese Analyse-Themen hier im Forum garnicht besprochen werden? Ich glaube nicht, dass Du das so meinst.

Zudem: was Du in die Sammlung legst, hängt doch nicht an wissenschaftlichen Aussagen ab. Da bist Du doch frei.

Gruß, Martin

loismin:
Hallo

Das Problem das Uwe da anspricht kenne ich auch , und hat wahrscheinlich fast jeder reine Sammler .
Ich will auf meine Mineralien einen Namen draufschreiben, alles andere ist völlig unbefriedigend, weil es gedanklich nie abgeschlossen werden kann .
Und wenn ich dann eine Analyse habe ,die wenigstens etwas genau ist reicht mir als Sammler das .
Was dann für uns völlig verwirrend und unbefriedigend ist , wenn dann verschiedene Wissenschaftler das alles auseinanderpflücken und ,
wie ich auch schon bemerkt habe , sich gegenseitig vorwerfen, ihre Analysen stimmen nicht.
Und auch die Wissenschaftler müssen bei ihren Analysen ab und an mal Kleinigkeiten ausschließen und interpretieren, das ist nun mal so, wenn ihr ehrlich seid!
Wie hat ein Freund mal zu mir gesagt, ich glaube nur der Analyse die ich selber gefälscht habe ! ;D
Und  wenns dann wieder heißt alles ist falsch usw., dann ist das für uns Sammler völlig frustierend !!
Natürlich wollen wir möglichst genau das richtige draufstehen haben , aber solange man das nicht verkauft für hunderte von Dollars, brauche ich als Sammler auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn da mal was nicht stimmt !
Und wenn es im Atlas allmählich drum geht, daß nur noch tausendmal analysierte Stücke eingestellt werden sollten ( gebe zu das ist wahrscheinlich nur mein Gefühl), bleibt bald niemand mehr, der überhaupt was einstellt , glaubt mir das !

Übrigens noch was :
Es wäre schön, wenn im Atlas bei den neuen Mineralien in den Fundorten , die eingestellt werden, immer dabeistehen würde wenn das nur ein Einschluß in einem anderen Mineral ist und es für den Sammler nicht zu sehen ist, sondern nur mit dem REM  !
Das fehlt mir manchmal, weil dann brauche ich mir meist keine Gedanken mehr machen, ob ich das dort übersehen habe !


Loismin

Sebastian:
Hallo,
Meistens liegt die Verwirrung im Unwissen des Fragestellers.
Denn meistens wird eine Frage gestellt die so nicht beantwortet werden kann.
Dann kommt Unmut auf, wissenschaftliche Erbsenzählerei wird das unbefriedigende
Ergebnis genannt. Es muss doch auf eine einfache Frage eine einfache Antwort geben.
Nein das ist nicht so. Es fängt ja schon an das einfach analysiert dran geschrieben wird und schon muss
Jeder glauben das die Bestimmung auch stimmt. Das es aber keine Maschine gibt die einfach ein Mineral
Ausspuckt und das stimmt so, sollte aber einleuchtend sein. Unterschiedliche Methoden geben unterschiedliche
Hinweise und die müssen fachgerecht diskutiert und interpretiert werden. Der thread ist sehr wertvoll, auch für den
Durchschnittssammler, um einschätzen zu können welche Informationen überhaupt zu erwarten sind.
Wie schwierig das sein kann.
Gruß Sebastian

heli:
Hallo Martin,

"Wieso negativ?"
Ziel des Threads wäre gewesen, Leute zu ermuntern,  ebenfalls Daten zu präsentieren und nicht nur die Aussage "analysiert". Wie gesagt: Daten werfen Fragen auf, keine Daten eben nicht....

Vielleicht ist meine Anmerkung etwas missverständlich: Ich halte es für sinnvoll, vorhandene Analysen einzustellen (sowohl beim Mineral wie auch auf der Fundstellenseite).

Aber wenn die einzelnen Analysen vorher zur Diskussion gestellt werden, sollte jeweils ein eigener Thread eröffnet werden, damit man nicht rasch einen total unübersichtlichen Thread hat. Und dann sollte dies auch im Artikeltext oder einem Kommentar gleich mit angegeben werden.

Grüße
Helmut

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