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Analysen (mit Daten)

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Axinit:
Servus,

dann sind wird uns ja voellig einig (ich moechte ungern wiederholen, was ich zu diesem Thema schon viele Male geschrieben habe) - oder verstehe ich Deine Antwort falsch  ;) ??? ?

GA

Harald

Fabian99:
Ja, ich sehe eine Bestimmung nur per XRD als kritisch, genauso wie nur per Raman oder nur per EDX.

Ich bevorzuge immer Pärchen Struktur und Chemie, dann ist die Bestimmung sicher. Deine Aussage ist richtig, aber für eine Eineindeutigkeit nicht ausreichend in meinen Augen! Das Adjektiv "sichere" ist das Schlüsselwort.

LG

Axinit:
Servus,

da kann ich Dir nur zustimmen.

Ich habe viele Male hier in diesem Forum darauf hingewiesen, dass die Verwendung nur einer analytischen Methode  selten zum Ziel, d. h. einer eindeutigen Bestimmung fuehrt.

Die Bestimmung des Zeoliths Skolezit erfolgte uebrigens durch eine Methodenkombination von EDX, IR und S-XRD. Das IR-Spektrum machte das Vorliegen von Skolezit wahrscheinlich, schliesslich wurde diese Vermutung durch eine Einkristall-Strukturbestimmung abgesichert.

Diese Vorgehensweise erscheint mir fuer ein bekanntes, relativ haeufiges Mineral hinreichend aufwendig und vor allem belastbar.

Ich habe das Gefuehl, Du bellst unter dem falschen Baum (wenn ich einmal ein englisches Sprichwort frei uebersetzen darf)  ;D.

Schlussfolgerungen oder Bestimmungen, die sich auf lediglich  einen  EDX-Messpunkt und die Messung einiger ausgewaehlter Elemente stuetzen, wirst Du von mir nie zu lesen bekommen. 

In diesem Sinne - nichts fuer ungut,

Harald






Lynx:
Hallo zusammen

Ein kleiner Zwischenstand.

Beaverit-Cu und Mesolith haben ganz gute Datensätze gebracht. Bei den Raman-Daten zum Beaverit wäre es schön, die Lumineszenz besser loszuwerden. Eine genauere Betrachtung der Raman-Daten und die Zuordnung der Banden hilft, die messung zu verstehen und die  Aussagekraft einschätzen zu können. Dies zeigt sich beim Mesolith, wo sich Unterschiede zwischen Mesolith und z.B. Skolezit eher in kleineren Banden festmachen lassen.

Leider zeigt dabei der Blick auf die Sammlung der Referenzspektren bei Rruff auch, dass es da durchaus auch eine gewisse natürliche Variabilität der Banden gibt. Auf diese Unsicherheit zielte wohl Haralds Kommentar, dass im Fall der Zeolithe XRD wohl gegenüber Raman die stärkere Technik sein könnte. Falls ich Zeit finde, würde ich das am Mesolith-Beispiel noch etwas ausarbeiten, muss dazu aber die Spektren auf eine einheitliche Energieskala bringen und ein bisserl rechnen.

Zudem stammen die Rruff-Daten meist aus Messungen an natürlichen Objekten - die auch Verunreinigungen aufwesen können. Beispielsweise zeigt das genutzte Rruff-Spektrum für Beaverit eine Struktur, die weder in der Messung an der Probe von der Grube Glücksrad noch in der Literatur (Frost 2005) auftreten.

Insgesamt - und das denke ich haben wir oft genug besprochen, sodass sich im weiteren Verlauf des Threads ein expliziter Hinweis darauf bitte erübrigt! - ist es bei solchen analytisch unterstützen Bestimmungen hilfreich, eine Element-sensitive Technik mit einer Struktur-sensitiven zu kombinieren. Dazu kommt natürlich auch immer weitere Information: wie schaut der Kristall aus, lässt sich die Symmetrie fassen, luminesziert der Kristall, was ist die Paragenese, was gibt es an der Fundstelle, welche Elemente sind zu erwarten, was sagen Kenner der Fundstelle ...

All dies möchte ich im weiteren voraussetzen, damit der Fluss des Threads nicht immer wieder abbiegt, weil bereits besprochene methodische Zweifel wiederholt werden. Und - ich möchte mich eigentlich auch nur noch dieses eine Mal hier wiederholen - es geht um datenunterstützes Hobbysammeln mit all den Einschränkungen, die zuvor schon zur Sprache gekommen sind.

Wenn Ihr einverstanden seid, geht es demnächst unter diesen Rahemnbedingungen weiter.

Als nächstes wären die Eingangsdaten zu Beudantit dran, als ein Beispiel für Daten mit Diskussionsbedard. Danach würde ich nochmal auf die Daten zum Fund von der Goslar'schen Gleie wechseln - ein meiner Meinung nach nicht sinnvoll lösbarer Datensatz. Vielleicht lässt sich danach ein Blick auf Ferdls Analysen werfen - mal schauen, wie der Thread lebt.

Grüße derweilen
Martin

guefz:
Noch eine Ergänzung zu Haralds Post mit dem IR-Spektrum: wenn sich die Kristallstruktur der Zeolithe deutlich unterscheidet, unterscheiden sich auch die Raman-Spektren deutlich. Wenn es nur geringfügige Unterschiede in der Kristallstruktur gibt, wie z. B. zwischen Stilbit und Stellerit (sehr geringe Winkeldifferenz), hat man mit Raman-Spektroskopie alleine keine Chance. Manchmal ist dann EDX zur Unterscheidung ausreichend (Ca- Dominanz bei deutlichem Na-Anteil), manchmal sind aber auch genauere Methoden erforderlich wie WDX oder SXRD.

Günter

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