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Opas Mineralien Sammelsurium - 2 / Moldavit
docedelsachs:
Nun, ich kenne das von der Entstehungsgeschichte von den Tschechen, die das Zeug abbauen so: Das was in Böhmen gelandet ist, ist durch den Einschlag hier geschmolzen und parabelförmig ins Weltall zurückgeschleudert worden, hat dort mangels Druck die Gasblasen im flüssigen Zustand verloren und ist dann bei den Tschechen wieder runtergekommen...Simple Physik. Chemische Analyse geht auch. Übrigens immer schön höflich bleiben, bevor man jemandens Aussage als Quatsch bezeichnet. Mir ist das lieber mit Sachargumenten widerlegt zu werden. Und ja es gibt wunderschöne Fälschungen mit Gasblasen.
Fabian99:
--- Zitat von: skibbo am 07 Jan 20, 14:09 ---
--- Zitat von: docedelsachs am 07 Jan 20, 13:03 ---Würde aufgrund von den deutlichen Blasen im facettierten Exemplar schon stark zu anthropogenem Glas tendieren. Also die sogenannten Moldavite sind ohne Gasblasen, da im Weltall durch Druckunterschiede sämtliches Gas aus den Schmelzen raus ist. So kann man die auch z. B. von Fälschungen unterscheiden.
--- Ende Zitat ---
schnipp...
Wenn ich mich recht erinnere ist eine Unterscheidung von Moldavit und künstlichem Glas meist über eine chem. Analyse möglich. Künstliche Gläser zeigen i.d.R. sehr hohe Ca-Werte, da bei der Herstellung Fluorit als Flussmittel eingesetzt wird.
--- Ende Zitat ---
Hallo,
Fluorit wird nicht bei der normalen Glasherstellung eingesetzt. Freiwerdendes Fluor in allen Varianten ist ein no go. Es wird teilweise für milchige Typen verwendet. Der normale Ca-Gehal in Natron-Kalk-Glas, dem normalen Glas, ist vom Kalk...
LG
skibbo:
Hallo Martin,
Ich habe dich einleitend direkt um Entschuldigung gebeten. Die bessere Wortwahl als Quatsch wäre wohl "falsch" gewesen. Da gebe ich dir recht.
Deine anschliessende Erklärung würde nun bedeuten, dass 100% des durch den Aufprall aufgeschmolzenen Gesteins ins Weltall geschleudert wurden.
Dabei sind ebenfalls 100% des Materials während des Transports/Flugs durch die Luft so viskos geblieben, dass restlos alle Gasblasen aus dem Material entweichen konnten?
Um dann "aus dem Weltall" etwa 300km weiter östlich wieder auf der Erdoberfläche einzuschlagen?
Ich denke "...simple Physik" reicht so nicht als Erklärung aus.
skibbo:
Danke Fabian für die Korrektur. Mir war der Ca-Peak in Erinnerung geblieben.
Gerdchen:
Der Moldavit gehört zu den Tektiten und ist wie alle Tektite entstanden. Durch einen Meteoriteneinschlag im Gebiet des heutigen Nördlinger Ries entstanden so hohe Temperaturen, die das Gestein verdampften welches dann als Schmelztropfen in östliche Richtung verfrachtete wurde und daher heute in Tschechien an der Moldau gefunden werden können. In den Weltraum ist es sicherlich nicht geflogen bzw geschleudert worden denn sonst würde es dort immer noch herumfliegen oder wäre spätestens beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht.
Moldavite haben langezogene Blasen und Schlieren die oft lockenförmig verdreht sind und blasenförmige Einschlüsse aus Kieselglas (sieht aus wie ein Zweiphaseneinschluss) als typische Einschlussbilder. Die meisten Moldavite haben Gaseinschlüsse.
Gruß
Gerdchen
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