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Autor Thema: Methoden beim Stacken  (Gelesen 852 mal)

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Offline uwe

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Methoden beim Stacken
« am: 12 Jan 20, 16:00 »
Mitunter sind bei einer Mehrschichtfotografie eine größere Anzahl Aufnahmen erfoderlich. Macht es nun einen Unterschied bei der Qualität, ob man beispielsweise bei 25 Ebenen alle 25 auf einmal durch Combine ZP laufen läßt oder sollte man z.B. besser 5 Bilder mit je 5 Ebenen machen und diese 5 dann zum  Endbild zusammen rechnen lassen? Ich habe manchmal den Eindruck, daß Combine ZP male eine gut abgebildete Ebene bei vielen Ebenen ausläßt.

Hat da jemand Erfahrung?

Gruß
Uwe

Online Sebastian

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Re: Methoden beim Stacken
« Antwort #1 am: 12 Jan 20, 16:18 »
Combine ist schon lange nicht mehr upgedated worden. Schau dir als Freeware mal Picolay an. Soll ziemlich gut sein.
Habe selber auch nur gute Ergebnisse bekommen. Vielleicht sieht man dann schon einen Unterschied.
Gruß Sebastian

Offline harzgeist

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Re: Methoden beim Stacken
« Antwort #2 am: 12 Jan 20, 16:27 »
Hallo Uwe

Vor einiger Zeit hatte ich mal mehrere diesbezügliche Versuchsreihen mit Zerene Sacker (Pmax Algorithmus) gemacht und keinen wesentlichen Unterschied feststellen können.
Combine benutze ich schon seit längerer Zeit nicht mehr. Möglicherweise verhält sich der Do Stack Algorithmus aber anders. Pyramid Maximum Contrast sollte aber sehr ähnlich zu Zerene Stacker sein.

Mit Picolay habe ich keine so guten Erfahrungen gemacht, bei frei stehenden Kristallen (vor unscharfem Hintergrund) werden sehr störende Halos erzeugt. Andererseits lassen sich bewegte 3D-GIFs generieren. Da Freeware lohnt sich ein Test allemal.

Gruß Thomas;

Offline Embarak

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Re: Methoden beim Stacken
« Antwort #3 am: 12 Jan 20, 19:51 »
Hallo Uwe,

Soweit ich mich erinnere, hat Edgar (loparit) die Zwischenstacks gerne gemacht. Er hatte das mehrmals erwähnt,
so auch in diesem thread:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,36590.msg270270

Habe das dann auch ausprobiert, habe aber bei meinen Bildern keinen Unterschied festgestellt.
Ich stacke seitdem alle Bilder in einem Lauf.
Allerdings mache ich auch keine Aufnahmen mit Lupenobjektiv. Da mag das anders sein.

Edgar schreibt auch von einer kleinen Software, um den optimalen Stackabstand zu berechnen.
Habe ebenfalls beobachtet, daß zu viele Aufnahmen in unnötig kleinen Abständen genauso Fehler verursachen können,
wie zu große Abstände.
Bei meinem Zeiss-Mikroskop bei der Arbeit ist die Berechnung des optimalen Abstands für Fokusschritte bereits in die Zeiss-Software integriert.

Ich verwende Zerene Stacker im Dmap-Algorithmus für größere Objekte mit scharfen Kanten,
für kleinere lasse ich meist Dmap und Pmax für diffusere Strukturen laufen. Beide Algorithmen haben Vor- und Nachteile mit entsprechenden Artefakten.
Anschließend lege ich beide in Photoshop übereinander und kombiniere die Vorteile beider Algorithmen über Ebenen und Masken.

Gruß
Norbert

Offline uwe

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Re: Methoden beim Stacken
« Antwort #4 am: 14 Jan 20, 08:09 »
Danke für Eure Antworten.

Ich habe mir mal Picolay heruntergeladen. Ist eim gamz nettes Programm. Ich kann aber keine wesentliche Verbesserung gegenüber Combine ZP bei direkten Vergleich von Bildern feststellen. Picolay zeigt im Vegleich allerdings an den Rändern keinen Interferezen, aber die Randbereiche biegen sich etwas nach unten (Sieht man auch nur beim direkten Vergleich). Bei Combine ZP bringt auch "Pyramoid Maximum Contrast" keine Verbesserung gegenüber dem einfachen "do stack".

Ich denke entscheidend ist die Qualität der einzelnen Ebenen. Bisher habe ich die besten Ergebnisse erzielt, wenn ich "Align Balance Used Frames (Thorough)" nutze und anschließend stacke.

Gruß
Uwe

Offline cmd.powell

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Re: Methoden beim Stacken
« Antwort #5 am: 16 Jan 20, 03:35 »
Moin

Nach meiner Erfahrung ist es nur wesentlich, das man einen gewissen Überlappungsbereich der einzelnen Schärfeebenen hat. Diese Überlappung gibt so den Abstand der einzelnen Aufnahmen vor. Danach macht es eigentlich keinen Unterschied mehr, ob man alle Bilder auf einmal zusammenrechnet oder in Bündeln. Mag sein, das dieser Punkt jedoch von der verwendeten Software abhängig ist. Ich verwende Helicon Focus und dort macht es keinen Unterschied.
Die Artefakte kommen nach meiner Beobachtung aus der verwendeten Optik und/oder aus Reflexionen. Die Software "verschmiert" diese dann und sorgt so für zum Teil recht unansehnliche Resultate. Diese sind entsprechend nur durch manuelles retuschieren (oder andere Aufnahmeparameter) zu korrigieren. Helicon bietet den Vorteil der "in-Stack-retouch", d.h. man kann manuell die besten Teil eine Bildes in einem fertigen Stack korrigieren - das Gehirn funktioniert besser als jeder Algorithmus. Leider ist Helicon recht teuer.

Online Schatten

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Re: Methoden beim Stacken
« Antwort #6 am: 19 Mär 20, 07:18 »
Hi Uwe,

teste doch mal die kostenlose Probeversion (für 30 Tage) von Zerene.

Bei meiner, etwas pragmatisch experimentellen, Phototechnik habe ich da die besten Ergebnisse erzielt.
Beim fotografieren, Smartphone am Bino, arbeite ich ausschließlich manuell. Also keine perfekt errechneten Abstände der Bilder. Bei picolay und combine kommt da nur Bildermatsch raus, bei Zerene (Pmax Algorithmus)erhalte ich dagegen recht ansehnliche Bilder.
Je nach Motiv arbeite ich mit 6-30 Bilder.
Aktuell such ich noch ein idiotensicheres Programm zum entrauschen, möglichst in meiner Muttersprache.

Gruß
Silvio

Offline uwe

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Re: Methoden beim Stacken
« Antwort #7 am: 19 Mär 20, 07:59 »
Hallo Silvio,

ich werde Zerene mal probieren. Habe PicoLay probiert, liefert aber wesentlich schlechtere Ergebnisse als Compine (ist ein Vorteil, daß Combine nicht mehr "verscchlimmbessert" wird). Meine Aufnahmen mache ich mit DigiCameraControl. Damit kann man auch bei hohen Vergrößerungen auch ohne Automatic recht gut die einzelnen Ebenen treffen.

Zum Entrauschen benutze ich die freeware Neat Image V8. Ist zwar in english, aber auch für jemand ohne fundierte Englischkenntnisse leicht zu verstehen.

Gruß
Uwe