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Autor Thema: Rauschen bei hoher Vergrößerung  (Gelesen 1361 mal)

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Offline uwe

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #15 am: 22 Jan 20, 22:10 »
Also inzwischen habe ich herausgefunden, daß dieses von mir beobachtete Rauschen ein Belichtungsproblem - kein Beleuchtungsproblem - war. Ich fotografiere jetzt bei ISO 100 mit 0,5 bis 1 sec. Belichtungszeit (je nach Objekt) und habe kein diesbezügliches Problem mehr. Die im anderen Beitrag (Cubanit oder?) von mir gezeigte Aufnahme ist zwar noch verbesserungswürdig, aber bei 1,5 mm Bildbreite schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Gruß
Uwe

Online geni

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #16 am: 22 Jan 20, 22:42 »
Hallo,

die Schwingungen kann man auch beseitigen, indem man die Zeitabstände zwischen den
einzelnen Fotos verlängert. ( z.B. nicht alle 2 Sekunden auslösen sondern nur alle 3 Sekunden
bis sich wieder alles beruhigt hat).

Glück Auf
Gerhard geni 8))

Offline uwe

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #17 am: 23 Jan 20, 08:15 »
Ja Geni, das habe ich auch schon gemerkt. Falls noch Schwingungen (durch zu kurze Auslösefolgen) vorhanden sind moserd "digiCamControl" rum.

Gruß
Uwe

Offline cmd.powell

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #18 am: 06 Feb 20, 02:39 »
Moin

Ich hoffe Du nutzt auch die Spiegelvorauslösung, sofern die Kamerasoftware dies unterstützt, ich kenne die Nikon nicht. Wenn Du die Spiegelvorauslösung nutzt, klappt der Spiegel beim ersten Auslösen nach oben, danach wartest Du z.B. 3 Sekunden und drückst erneut den Auslöser, dann geht erst der Verschluss auf und das Foto wird aufgenommen. Oft erzeugt der nach oben schnellende Spiegel die meisten Schwingungen.

Online Sebastian

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #19 am: 06 Feb 20, 06:58 »
Hallo, Der mechanische erste Verschluss wird eher das Problem sein.
Gruß Sebastian

Offline uwe

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #20 am: 06 Feb 20, 08:23 »
Da ich diesen thread eröffnet habe noch mal meine bisherigen Erfahrung mit meiner eher low-budget Ausrüstung: Bei kleiner Blendenöffnung, niedrigem ISO-Wert und entsprechend langen Belichtungszeiten kann ich mit empfindlicher Handsteuerung recht ordentliche (zumindest für meine Begriffe) Aufnahmen machen.

Im Rahmen meiner bisherigen Anfragen habe ich den Hinweis auf DigiCamera Control erhalten - dafür meinen großen Dank. Allerdings ist das gelobte Picolay im Vergleich zu CombineZP nicht das Wahre.

Gruß
Uwe

Online Sebastian

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #21 am: 06 Feb 20, 08:50 »
Hallo Uwe,
Wie stellst du die Blende ein? Mit welchem Objektiv und warum?
Generell limitiert eine kleine Blende das Auflösungsvermögen. Extrem ist das beim Maßstab höher 1:1.
generell ist der Gedanke der richtige lange belichtungszeiten zu wählen, da die Kamera ja selber schwingt.
Gruß Sebastian

Offline Embarak

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #22 am: 06 Feb 20, 11:05 »
Zitat
...Generell limitiert eine kleine Blende das Auflösungsvermögen...
Das kann ich so nicht stehen lassen.
Das Auflösungsvermögen eines Objektivs ist zwar von der Blendenzahl abhängig, die Beziehung ist aber nicht linear.
Das Auflösungsvermögen nimmt mit Verkleinerung der Blende zunächst sogar zu, dann aber durch Beugungsunschärfe wieder ab.
Stichworte Auflösung, Beugungsunschärfe und förderliche Blende, Kritische Blende

Gesucht wird die Blende mit maximaler Auflösung und möglichst großer Tiefenschärfe, die mit kleinerer Blende zunimmt.
Für manche Objektive findet man die Daten im Netz. Beispiel  Canon EF 100mm f/2,8L IS USM Macro

Wenn mir keine Daten für mein Objektiv zur Verfügung stehen, würde ich selber eine Testreihe ansetzen.
ISO und Belichtungszeit konstant, nur Blende variieren.
Als Hilfsmittel käme ein Mikrometer Objektträger in Frage.

Gruß
Norbert

Offline loparit

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #23 am: 06 Feb 20, 11:45 »
so mache ich das auch, funktioniert sehr gut!

Online Sebastian

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #24 am: 06 Feb 20, 13:17 »
Hallo Norbert,
ja da hast du recht. Fotoobjektive sind so gerechnet das mit leichtem abblenden die höchste Abbildungsleistung erreicht wird.
Trotzdem ist die Abhängigkeit rein Physikalisch NUR durch die Blende (kann in NA umgerechnet werden) und die Wellenlänge definiert.
Bei Mikroskopoptiken hat man dementsprechedn eine feste maximale Blende, die entsprechend korrigiert sind.
Hat man eine Variable Blende ist dein Ansatz definitv der richtige.
Was soll das heißen? Je besser ein Objektiv auf Hohe blenden korrigiert ist, desto bessere Auflösung lässt sich in der Mikrofotografie erzielen.
Deshalb werden auch Mikroskopobjektive gerne eingesetzt.
Viele Grüße,
Sebastian

Offline uwe

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #25 am: 07 Feb 20, 09:14 »
Hallo,

da ich als Objektiv ein Amiscope-Mikroobjektiv benutze, ist die Frage der Blendeneinstellung für mich in diesem Fall irrelevant. Mikroobjektive haben keine Blende. Allerdings stimmt das was Sebastian sagt in soweit, daß ich durch Verstellen der Balgenlänge die Schärfe beeinflussen kann. Dazu waren bei mir viele, viele empirische Versuche erforderlich, aber inzwischen habe ich mich herangetastet.

Gruß
Uwe

Offline cmd.powell

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Re: Rauschen bei hoher Vergrößerung
« Antwort #26 am: 07 Feb 20, 17:50 »
Hallo Norbert,
ja da hast du recht. Fotoobjektive sind so gerechnet das mit leichtem abblenden die höchste Abbildungsleistung erreicht wird.
Trotzdem ist die Abhängigkeit rein Physikalisch NUR durch die Blende (kann in NA umgerechnet werden) und die Wellenlänge definiert.
Bei Mikroskopoptiken hat man dementsprechedn eine feste maximale Blende, die entsprechend korrigiert sind.

Das kann ich ebenfalls bestätigen: Ich verwende ebenfalls ausschließlich Mikroskopobjektive ohne variable Blende, habe jedoch in meinem Aufbau ein separate Blende zur Verfügung, konnte mit dieser in verschiedenen Testreihen jedoch noch keine Verbesserung erzielen! Lediglich in Punkto "Unterdrückung von Streulicht" gab es kleine Verbesserungen, aber sobald der Blendendruchmesser den der Ausgangslinse des Objektivs unterschritt, wurde die Auflösung schlechter.

@Uwe: Durch das Verstellen der Balgenlänge veränderst Du den Projektionsabstand und somit die Vergrößerung. Mikroskopobjektive haben ein festes Auflösungsvermögen. Wenn Du z.B. ein Auflösungsvermögen von z.B. 2µm hast bedeutet dies, das Du zwei Punkte im Abstand von 2µm trennen kannst, egal, ob die Punkte danach auf dem Sensor 2 Pixel oder 200 Pixel auseinander liegen. Wenn sie jedoch nur 2 Pixel auseinander liegen sieht das Bild jedoch "schärfer" aus, als wenn sie 200 Pixel auseinander liegen, da die restlichen Pixel mit dem weichen Übergang aus Beugungsrelikten gefüllt sind. Durch das Ausziehen des Balgen spannst Du das Bild einfach nur weiter auf und ziehst das Auflösungsvermögen über den Sensor. Hier musst Du durch praktische Versuche rausfinden, bis wohin das noch sinnvoll möglich ist. Im Allgemeinen solltest Du den Balgen so kurz wie möglich halten und für höhere Vergrößerungen ein stärker vergrößerndes Objektiv wählen. Tja, und das ist dann meistens der Kasus Knacktus, da stärker vergrößernde Objektive naturgemäß einen kleineren Arbeitsabstand haben und irgendwann ein Einsatz im Auflicht unmöglich wird - die Grenze der Mikrofotografie.