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neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
Axinit:
Servus,
phantastische Basaltsaeulen (vermutlich ohne "Überstruktur") gibt es auch am Parkstein sowie auf der Zinster Kuppe, beides Oberpfalz.
GA,
Harald
Conny3:
Hallo,
nicht zu vergessen der Herrenhausfelsen in Tschechien. Da hatte ich neulich erst wieder ein Bild gesehen. Auch schön von Porto Santo bei Madeira.
http://www.riannek.de/2017/basaltsaeulen-am-herrenhausfelsen-panska-skala/
Gruß Conny
aca:
Ich finde Güters Ansatz über Differenzen in der Abkühlungsgeschwindigkeit sehr interessant.
Man erkennt aber, dass die Überstrukturen älter sind, denn die Muster der Säulen auf beiden Seiten einer Grenze zwischen den Überstrukturen korrespondieren nicht. M.a.W. würde ich es genau andersherum interpretieren: es wurde keine der kleinen "Kacheln" geteilt, sondern die kleinen Kacheln entstanden beidseitig der älteren großen Spalten.
Also wäre der Strom erst sehr langsam abgekühlt, dann schlagartig schneller.
Wie das passieren kann, weiß ich nicht, Ebbe/Flut wäre denkbar, aber das gibt m.W. keine Säulenlava. Evtl. ein nachfolgender kühlerer Lavastrom.
Eine Änderung der Viskosität und des Schrumpfungsverhaltens könnte auch durch Ausgasung erfolgen, dann verstehe ich aber nicht, dass es nur 2 Muster gibt.
Josef 84,55:
Hallo,
vielleicht wurde ein großer, langsam abgekühlter Lavastrom nochmals durch ein zweites Ereigniss durchgeheizt, wobei das Gestein beim zweiten mal schon spröder war und die kleinen Säulen bildete.
Es gibt bei Büdingen das Geotop Wilder Stein bei dem auch ein teilweise verglaster Sandstein in Säulenform vorkommt, ähnlich könnte es dem zu großen Säulen erkalteten ersten Lavastrom ergangen sein.
Glück Auf!
Josef
aca:
Nochmal durchheizen klingt plausibel.
<off topic>
Nur so als Randbemerkung zum Aufschmelzen von Gestein durch Magma.
Wenn man 2 Blöcke Gestein zusammenschiebt, z.B. 1000°C Basalt und 200°C Steinsalz, und die Blöcke sind gleich groß und die Wärmekapazität und -leitfähigkeit sind vergleichbar, dann wird es an der Grenze der beiden Gesteine nie heißer als 600°C.
Da schmilzt nichts.
Ich habe bewußt Steinsalz genommen, weil die Schmelztemperatur etwa 800°C ist und weil es Basaltgänge in deutschen Steinsalzbergwerken gibt (ich habe vergessen, welche), und das Steinsalz daneben keine auffälligen Änderungen zeigt.
Das kann bei Xenolithen anders sein, aber bei großen Felsmassen muss immer heiße Lava nachgeschoben werden und die Kristallisationswärme im erstarrenden Magma nachhelfen, damit etwas schmilzt.
Bei geschmolzenem Sandstein frage ich mich immer, ob da nicht wasserhaltige Fluide und andere "Verunreinigungen" als Flussmittel im Spiel sein müssen, damit der Quarz verglast. Am Vogelsberg kam ja nur Basalt raus, kein heißer Komatiit.
</off topic>
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