Gesteine / Rocks / Rocas > Deutschland / Germany
Grüner Stein von der Ostsee
karlov:
Hier noch ein paar Bilder von dem Gesteinstyp
karlov:
Auch solche Varianten mit runden Amphibol-Porphyroblasten gibt es:
Tycho88:
Hallo Michael, hallo Marc,
danke für eure Expertise
zur Vorgehensweise .. ich hatte letztes Jahr, neben der Arbeit, eine Vorlesung für Mineral- Gesteinskunde besucht. Wollte mehr über die geologischen Zusammenhänge erfahren. Überlege ob ich diesen nochmal besuche.. zumal die Metamorphite äußerst kurz kamen. Ursprünglich gerade 2 Vorlesungen die dann aus Zeitnot auf eine Vorlesung gepresst wurde.. da ist bei mir nicht viel hängen geblieben.
War mir bei dem Stein ja noch nicht mal bei der Farbzahl sicher. Da merke ich das die praktischen Übhungseinheiten bei weitem nicht reiche.
Ich führe ihn mal als amphibol-porphyroblastischer Gabbro / Diorit.
Aber Porphyroblasten bei Plutoniden geht ? Dachte dieser Terminuns wäre nur bei Metamorphengesteinen vorbehalten?
Grüße von der Küste
Viele Dank auch für die Hintergrundinfo, macht es spanneder zu wissen, was man da in den Händen hält
@ Marc: dein Erstes Bild kommt meinem schon sehr Nahe ::)
felsenmammut:
Glück Auf!
die großen dunkelgrünen Porphyroblasten würde ich auch als Amphibol ansprechen. Allerdings wirken sie nicht wie Pseudomorphosen. Mir machen die Bilder eher den Anschein als würde die Spaltbarkeit sich gleichmäßig jeweils durch einen ganzen Kristall ziehen. Bei Pseudomorphosen würde ein ehemaliger Pyroxenkristall durch viele Amphibolkristalle ersetzt werden. Dann ist zwar die äußere Pyroxenkristallform erhalten, aber im Inneren wechselt die Richtung der Spaltbarkeit oft. Bei Quarz und den Feldspäten habe ich erst einmal keine Gegenargumente oder Einwände. Das Gestein im Bereich Gabbro anzusiedeln ist sicherlich die richtige Richtung.
Ich schlage mal noch zwei Tests vor:
1. Einmal mit einem Magneten die magnetischen Eigenschaften der metallisch glänzenden Flächen überprüfen. Bei Magnetit flatscht der Magnet richtig ran. Bei Ilmenit und Hämatit bemerkt man eine schwache Anziehung (Magnet an Faden befestigen und langsam an die zu testende Fläche führen. (Hämatit -->markant rote Strichfarbe) Bei Rutil (gute Spaltbarkeit) ist in der Regel gar keine Reaktion feststellbar. Diese Mineralbestimmung hat aber hier keinen Einfluss auf die Namensgebung des Gesteins.
2. Unter einer UV-Lampe den Stein begutachten. Feltspatoide fluoreszieren in der Regel, vor allem bei einsetzender Verwitterung. Daher sind diese an der Außenseite manchmal leicht aufzuspüren. Bei Verdacht auf Feldspatoid kann man dann die Härte testen. sie ist meist niedriger als bei Feldspat. Wenn Feldspat im Bestimmungsobjekt mit vorkommt, ist der Vergleich meist einfacher.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
karlov:
Moinmoin,
der Einwand des Felsenmammuts bezüglich der Amphibole ist berechtigt. Mit "Porphyroblasten" habe ich mich vielleicht zu weit aus dem Fenster gelehnt. In der Tat sehen die großen Amphibole wie "echte" Kristalle aus, nicht wie teilweise durch Amphibol ersetzter Pyroxen.
Vorlesung:Es gibt von der Uni Tübingen Vorlesungen zur Petrologie als Video, gehalten von Prof. Markl. Da erfährt man einiges Wissenswertes. Ich musste die Reihe allerdings auch zweimal sehen, um alles zu verstehen ;D
https://timms.uni-tuebingen.de/tp/UT_20050427_001_petrol_0001
Vielleicht gibt es ja auch irgendwo einen "Schotterkurs" als Videovorlesung?
Frohe Ostern,
Marc
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