Servus,
an dieser Stelle muss ich mich auch noch einmal einklinken.
Zur Praeparation von Dactylioceraten aus Schlaifhausen/Dietzhof (es gibt dort natuerlich auch andere Ammoniten, wenn auch in eher geringer Zahl):
Ausser sorgfaeltiges Waschen/Buersten/Dampfstrahlen laesst sich hier nur wenig bis nichts machen. Ich hoere immer wieder , dass man diesen oder jenen Ammoniten doch "besser" freilegen koennte.
Derartige Versuche erfordern entweder einen extremen Aufwand (mechanische Praeperation der extrem harten Matrix mit Diamant-Fraesern, oder sehr feinen Nadeln), sodass kaum jemand sich die Muehe macht, oder sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt ("quick & dirty laeuft hier nicht").
Bei Hildoceraten (z. B. Hildoceras bifrons von dort) mag eine mechanische Praeparation einfacher sein, da keine derart extrem feine und vor allem fragile Berippung vorliegt.
Zur Fundstelle:
Ich hatte das Glueck dort 1979 und 1981 gegen einen Obolus jeweils einige Stunden (!) graben zu duerfen. Dies ist vermutlich immer noch moeglich (der Besitzer erteilt moeglicherweise gegen Bezahlung eine Erlaubnis) - allerdings ist die FS seit Jahrzehnten durch kommerzielle (Raub)Grabungen weitestgehend erschoepft.
Es gab in den 2000er Jahren kurzfristig noch einmal gute Fundmoeglichkeiten anlaesslich des Baues eines Flurbereinigungsweges.
Funde, die beim oder vielmehr nach dem (Tief)Pfluegen (findet eher selten statt) gemacht werden koennen, sind fast immer kleinstueckig und oft/meist massiv beschaedigt. Es mag Ausnahmen geben, aber aesthetisch ansprechende, groessere Platten wurden m. W. immer ergraben.
Ich schreibe dies, um eventuell aufkommende, falsche Eindruecke zu korrigieren. Ich habe die FS nach laengerer Sammel-Abstinenz seit dem Jahr 2000 des Oefteren besucht (mit Eimer). Die Funde, die ich bei diesen Gelegenheiten machen konnte, hatten ausschliesslich Beleg-Charakter und sind mit denen aus den 80er Jahren nicht vergleichbar.
Dies ist leider so und wird sich auch aller Voraussicht nach nicht mehr aendern. Das Buch "Frankenjura" von A.E. Richter gibt noch weitere, kundige Informationen zur Geologie und den Fundumstaenden dieser Oertlichkeit.
Natuerlich lohnt die Fraenkische Schweiz IMMER einen Umweg. Es gibt dort noch genuegend andere FO, eine weite Anfahrt nur der Aecker wegen lohnt m. E. kaum.
GA
Harald