Arbeitsmittel / Means for work > Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto
Idee für euzentrischen Objekthalter (4 €)
isbjoern:
Guten Abend zusammen,
ich möchte hier eine Idee für ein sehr einfache (mehr oder weniger) euzentrische Probenhalterung teilen. Eigentlich nicht so furchtbar originell, aber ich habe sie in dieser Form in den diversen Stacking-Foren noch nicht gesehen.
Viele "Mineralien-Stacker" haben ihre Objekte ja auf einem Kugelkopf montiert, ich habe z. B. einen sehr schönen Magnet-Kugelkopf-Halter von der Firma stonemaster. Möchte man nun einen zentrierten Kristall zwecks besserer Beleuchtung in eine bestimmte Richtung drehen, entdeckt man einen prinzipiellen Nachteil dieses Arrangements: Kristall und Stufe rotieren um den Mittelpunkt der Kugel mit der Folge, dass bei kleinem Bildausschnitt und größerem Rotationswinkel das Objekt der Begierde "kilometerweit" aus dem Bildausschnitt wandert, und zwar in x-, y- und z-Richtung. Hektisches Korrigieren ist die Folge und der optimale Betrachtungswinkel ist nur iterativ und nicht so leicht zu erreichen.
Wenn man wie ich einmal mit Einkristall-Diffraktometrie und daher mit Goniometerköpfen zu tun hatte, ist der Gedanke naheliegend, dass man eigentlich eine Rotation um den Kristall bräuchte. Dabei muss man in der Fotografie keine genauen Winkel einstellen oder messen, sondern man muss den Kristall (bzw. Bildbereich) nur in alle Richtungen rotieren können.
Hier kam mir die Idee, einfach statt der Kugel eine "halbe Hohlkugel" auf den Magnetfuss des Stonemaster-Halters zu setzen, praktischerweise ist das eine reine Plug and Play-Lösung. So eine Halbkugel gibt es bei ebay für wenige Euro. Ich habe sie innen noch mattschwarz lackiert, um lustige Lichteffekte zu vermeiden.
Man muss nun das zu fotografierende Objekt in den Mittelpunkt der Hohlkugel bringen. Auf den Bildern ist das mit Tesafilm-Streifen und einer Filzstiftmarkierung gezeigt, die beim Verschwenken tatsächlich exakt in der Bildmitte bleibt. Der erste Test war also schon mal positiv.
Ein MM-/KS-Döschen muss man nun so in die Halbkugel kitten (ggf. mit kleinen Plättchen o. ä. als Spacer), dass der zu fotografierende Bereich möglichst exakt im Zentrum der Halbkugel liegt. Das wird normalerweise nicht ganz perfekt gelingen, aber selbst bei 1-2 mm Fehler ist das Einstellen viel exakter als mit der Kugelkopf-Variante. Zum einfacheren Anpeilen habe ich mir 4 Bleistiftmarkierungen in 90 Grad-Abständen auf den Rand der Halbkugel gemacht, in z-Richtung kann man den Rand zum Anpeilen verwenden.
Vielleicht ist diese Überlegung auch für andere Stacker interessant und vielleicht gibt es ja sogar noch bessere Ideen oder Optimierungsvorschläge in dieser Richtung.
Beste Grüße
- Björn
Stefan:
Interessante Idee. Von Kitt etc würde ich aber stark abraten, da Kitt gerne mal entspannt und dabei minimal seine Form verändert. Das Objekt fängt dabei das wandern an und beim Stacken kommt das nicht gut.
Viele Grüße
Stefan
isbjoern:
Ideal wäre es sicherlich, wenn man in einer (dann etwas größeren) Hohlkugel eine einfache Klemme und eine zumindest rudimentäre x-y-z-Verstellung (und sei es nur mit Spacern in z-Richtung) unterbringen könnte.
Vielleicht hat Rainer da eine Idee.
Was ich noch vergessen habe: natürlich kann man bei dem beschriebenen Setup den Bildausschnitt auch rotieren, ohne das etwas aus dem Bild wandert. Auch das ist auf einem Kugelkopf nicht möglich, wenn das Objekt aus der Senkrechten geschwenkt ist.
Als "Notlösung" mit Kitt hatte ich auch eher im Kopf, dass man eine Dose mit sehr kleinen Kügelchen auf eine flache Unterlage bringt. Ein größerer Kitt"ball" bringt auf jeden Fall die genannten Probleme mit sich, das sehe ich auch so.
VG Björn
Josef 84,55:
Hallo Björn,
ich verwende einen ähnlichen Kugeltisch, eine stabilere Variante wie sie hier zu sehen ist:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Weitere%20Bilder?id=1589317096
Eine einfache, schnelle Möglichkeit die zu fotografierende Stelle zu zentrieren, währe sehr hilfreich. Ich denke da an so etwas wie einen x-y-z Gleittisch. Eine magnetisch(?) gehaltene Führung in z-Richtung mit ca. 1,5 cm Hub (Schwalbe? / 2 L-Winkel?..) und eine Gleitfläche für eine Halterung für MM-Dosen die durch einen zentralen Magneten gehalten wird, der ein freies Verschieben (x-y) ermöglicht und trotzdem stark genug ist um die Verstellung in z-Richtung zu halten.
Manche Universaldrehtische haben in xy-Richtung eine Gleitführung, in z-Richtung haben sie ein Gewinde wie auch dieser U-Tisch:
Stefan:
Ich bin mir nicht ganz im Klaren ob das alles den Aufwand der Fixierung Wert ist. Das Problem für micht ist nicht die Rotation sondern eher die richtige Stelle überhaupt zu finden. Ist sie gefunden habe ich wenig Probleme zu rotieren und zu kippen.
Viele Grüße
Stefan
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln