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Autor Thema: Bestimmung Metall Schlackenartig / Schlacke  (Gelesen 2574 mal)

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Offline Raudi

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Bestimmung Metall Schlackenartig / Schlacke
« am: 24 Aug 20, 17:09 »
Guten Tag, Fundort Markkleeberg im Randbereich des Tagebau cospuden als er noch kein See war (also vor Jahren als ich noch ein Kind war, der Stein lag ewig bei mir rum). Magnete halten also er ist leicht magnetisch aber viel mehr kann ich leider nicht sagen wenn man bestimmte Proben machen kann zu Hause gerne noch. Danke schon mal für die Hilfe.

Offline Fabian99

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #1 am: 24 Aug 20, 17:20 »
Blasen + Magnetisch = Eisenschlacke

Gerne über Wege und Ufer genommen.

Meine Meinung + LG

Offline Raudi

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #2 am: 24 Aug 20, 22:28 »
Wobei dabei interessant ist, dass es auf der einen Seite eine leicht grünliche platina aufweißt und auf der anderen Seite silbern mit goldenen Bereichen glänzt und nicht oxidiert. Obwohl es Jahre lang wohl draußen lag und bei uns auch den Witterungen ausgesetzt war ... Dazu kommt noch das es sehr flach ist und nur an teilkanten gebrochen ist, was zumindest gegen eine großtechnische Anlage sprechen sollte da sollten im Verhältnis wohl mehr Kanten gebrochen sein denke ich ....aber habe ja keine Ahnung daher die Frage also wenn wie ja vermutet eine Schlacke wäre die Frage woher ....weil eine Schlacke in der Art habe ich noch nicht gesehen eben nur "ähnlich“. Es lag auch nicht auf einem Weg sondern im Gelände, weiß nur nicht mehr aus der Erinnerung ob es ein Aufschüttungs- oder Abgrabungsbereich war  denke aber eher zweitens, wer die Gegend kennt es war Richtung Lauer also der kleine See daneben und lag relativ oberflächlich aber leider mit nichts anderes mehr im Zusammenhang, da der Boden zumindest oberflächlich schon bearbeitet war. Noch zu den Bruchkanten die waren schon so als er vor jetzt ca. 20 Jahren gefunden wurde und lag damals und teilweise zwischzeitlich auch Wind und Wetter ausgesetzt also oxidiert auf jedendenfall nicht durch normale Witterungseinflüsse.
« Letzte Änderung: 24 Aug 20, 23:24 von Raudi »

Offline Fabian99

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #3 am: 25 Aug 20, 08:02 »
Hallo,

Klingt für mich nicht ungewöhnlich. Das Material wird ausgegossen und gebrochen. Das Eisen sind meist kleinste Kugeln im Material. Das Zeug ist oft Fayalit. Unter Fayalit und schlacke findest du einge Bilder im Netz. Die Streifen in den Blasen sind IMHO typisch.

Was soll es sonst sein? Was erwartest du?

Lg

Offline Raudi

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #4 am: 25 Aug 20, 18:35 »
Ich erwarte nichts habe es selber eben nicht als typisch angesehen weil ich viele entsprechende Schlacken mittlerweile aus der Eisen- und kupferverhüttung aus der pfalz kenne und da zumindest nichts vergleichbares dabei ist.

Offline Raudi

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #5 am: 25 Aug 20, 21:42 »
Um die Frage zu beantworten was ich denke nachdem ich noch mal ein paar Stunden mich damit beschäftigt habe: Eisenluppe bzw. Eisenschwamm passt am besten zu allem was ich weiß vom Material. Ggf. findet sich ja jemand der von der Metall-Verhüttung Ahnung hat und   was beitragen kann bzw. wie man es raus finden kann was es wirklich ist.

Offline Fabian99

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #6 am: 25 Aug 20, 21:44 »
Hallo,

Eisenluppe oder Schwamm wird stark vom Magneten angezogen.
Die Striche in den Blasen sind imho typisch.

LG

Offline Raudi

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #7 am: 25 Aug 20, 21:53 »
OK wenn du dir sicher bist. Dann werde ich es darunter abspeichern ;) danke und bis zum nächsten mal.

Offline Fabian99

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #8 am: 25 Aug 20, 21:58 »
Nee, sicher ist eine Bildbestimmung nie!

Eisenschwamm oder Luppe: Geh mit der Feile ran. Dann sollte schnell eine glänzende Eisenfläche entstehen.
Aber diese runden Blasen würden mich echt im Rennofen erstaunen. Und wie du schreibst "leicht magnetisch"

LG

Offline Kupperdroll

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #9 am: 26 Aug 20, 15:53 »
Hallo,Daniel !

Im Stadtgebiet von Leipzig gab es doch verschiedene Giessereien.Ich weiß jetzt nicht,was da immer so gegossen(Eisen- oder vielleicht auch Bronzeteile) wurde und ob da noch was von existiert.

Beim Umschmelzen entstehen nicht die riesigen Schlackemengen,wie bei der Erzverhüttung.Manchmal sind es nur kleine Brocken,man kann diese dann auch als Kissen bezeichnen [Da hat wohl auch jede Region eigene Bezeichnungen für].Diese kann man gut per Zange oder eben einer Kratze von der Schmelze fischen oder ziehen. Das würde mir die Form deiner Fundstücke  erklären. Dieses wird dann auch als Krätze bezeichnet.


Zitat
auf der anderen Seite silbern mit goldenen Bereichen glänzt und nicht oxidiert.
    typisch für Fayalit-Schlacken.

Die Fayalit-Schlacke,welche bei der Buntmetallschrottverarbeitung entsteht,kann auch solche Formen annehmen;ist aber eher wuchtig kompakt .Diese enthält durchaus millimetergroße Metallkugeln.Manchmal bildet sich in der Umgebung solcher Kügelchen eine hellgrüne Patina.


MfG

Offline Raudi

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Re: Bestimmung Metall Schlackenartig
« Antwort #10 am: 26 Aug 20, 17:32 »
Danke die Erklärung ist gut. Und wegen den feilen: ich bin auf die Idee gekommen mal zu testen wie flexible das Material ist und es ist brüchig was tatsächlich gegen Eisen spricht, genau wie du richtig geschrieben hast das es auch nur schwach magnetisch ist. Habe mal noch ein Bild angefügt aber wie geschrieben die Idee mit der Gießerei könnte das was nicht zu den sonstigen Schlacken passt die ich kenne erklären. Danke euch

 

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